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Ein Zebrastreifen für die Jahnschule

Noch in diesem Jahr Ein Zebrastreifen für die Jahnschule

Die Bemühungen, auf dem Ebertring vor der Rathenower Jahnschule einen Fußgängerüberweg einzurichten, gehen in die entscheidende Phase. Der Kreis hat nach einer Verkehrszählung festgelegt, dass ein Überweg zulässig ist. Allerdings ist es nicht damit getan, ein paar Streifen auf die Fahrbahn zu malen.

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Schüler und Eltern der Jahnschule fordern einen Zebrastreifen am Ebertring, um den Schulweg sicherer zu machen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Bemühungen, auf dem Ebertring vor der Rathenower Jahnschule einen Fußgängerüberweg einzurichten, gehen in die entscheidende Phase. Der Kreis hat nach einer Verkehrszählung festgelegt, dass ein Überweg zulässig ist. Nun könnte es losgehen. Allerdings ist es nicht damit getan, ein paar Streifen auf die Fahrbahn zu malen. Vielmehr müssen einige vorher einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden.

Die größte Veränderung betrifft den schmalen Weg auf der östlichen Fahrbahnseite, der von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden darf. Die Radler dürfen diese Strecke nach Einrichtung des Überwegs aus Gründen der Sicherheit nicht mehr nutzen und müssen vorher auf die Fahrbahn geleitet werden. So schreibt es der Gesetzgeber vor, wie aus einem Brief der Straßenverkehrsbehörde des Kreises an die Stadt hervorgeht.

Des Weiteren muss der Fußgängerüberweg behindertengerecht angelegt werden. Das heißt die Borde sind im Bereich des Überwegs abzusenken, so dass Rollstuhlfahrer ohne Schwelle vom Weg auf die Fahrbahn gelangen können. Außerdem ist der Weg, so steht es in besagtem Brief, so zu beleuchten, dass auch „bei Dunkelheit und regennasser Fahrbahn der zu Fuß Gehende erkannt werden kann.“ Eine vorschriftsmäßige Beschilderung des Überwegs sei natürlich auch herzustellen.

Ungefähr an dieser Stelle des Friedrich-Ebert-Rings soll der Überweg eingerichtet werden

Ungefähr an dieser Stelle des Friedrich-Ebert-Rings soll der Überweg eingerichtet werden.

Quelle: Markus Kniebeler

„Wir haben diese Forderungen in die Planung einfließen lassen“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Der Entwurf werde den Mitgliedern des Bauausschusses vorgestellt, wahrscheinlich in der Sitzung Anfang April. Wenn es keinen Widerspruch gebe, könne das Vorhaben zeitnah umgesetzt werden. Die Kosten in Höhe von rund 50000 Euro waren übrigens bereits im vergangenen Jahr in den Haushalt eingestellt worden und müssen – wenn es so weit ist – nur noch abgerufen werden.

Der Einsatz für einen Überweg an dieser Stelle geht zurück auf die Initiative „Ein Zebra für die Sicherheit“. Unter diesem Motto verfolgen Eltern, Lehrer und Schülern seit einiger Zeit das Ziel, die Wege im Bereich der Jahnschule sicherer zu machen. Der geforderte Überweg kommt vor allen jenen Schülern zugute, die vom Schulgebäude zum Sportgelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite müssen. Und das sind vor allem in den Sommermonaten, wenn der Sportunterricht draußen stattfindet, nicht wenige.

Ein entsprechender Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde des Kreises wurde im vergangenen Sommer gestellt. Dem Antrag nachgereicht wurde das Ergebnis einer Verkehrszählung, das die Notwendigkeit eines Überwegs untermauerte. Vor allem zu Zeiten des Berufsverkehrs, also morgens und am Nachmittag, ist wegen des regen Verkehrs das Überqueren der Straße für Schüler mit Gefahren verbunden. Ein Überweg, so die Hoffnung der Initiative, werde den Schulweg an dieser Stelle erheblich sicherer machen.

Von der Idee zur Verwirklichung

Im Sommer des vergangenen Jahres übergaben Vertreter der Initiative „Ein Zebra für mehr Sicherheit“ dem Rathenower Bürgermeister eine Liste mit 550 Unterschriften, mit denen die Forderung nach einem sicheren Überweg untermauert wurde.

Die Rathenower Stadtverordneten fassten daraufhin am 8. Juli mit großer Mehrheit den Beschluss, einen entsprechenden Antrag an die Straßenvekehrsbehörde zu stellen.

Dem kam die Rathenower Stadtverwaltung am 27. Juli nach. Mitte August kam die Aufforderung vom Kreis, mittels einer Verkehrszählung die Notwendigkeit eines Überwegs nachzuweisen.

Das Ergebnis der Verkehrszählung wurde der Straßenvekehrsbehörde Mitte September durch die Stadt übermittelt. Diese wertete die Daten aus und entschied, dass die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Überwegs gegeben seien. Mitte Dezember erhielt die Stadt einen Zwischenbescheid, in dem detailliert dargelegt ist, wie der Überweg angelegt und beschildert werden muss.

Im April werden die Pläne den Mitgliedern des Bauausschusses vorgestellt. Stimmen diese zu, wird der Antrag danach beim Kreis eingereicht. Läuft alles nach Plan, könnte der Überweg im Sommer eingerichtet werden.

Von Markus Kniebeler

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