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Havelland 40 Fälle von Borreliose im Havelland
Lokales Havelland 40 Fälle von Borreliose im Havelland
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10:33 22.08.2015
Wer in der Natur unterwegs ist, sollte Vorsorge treffen.  Quelle: Foto: Dpa
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Havelland

 Wenn es draußen wärmer wird, fühlen sich auch die Zecken wohl, kommen aus ihren Winterquartieren gekrabbelt. Dabei reicht es ihnen schon, wenn es mehrere Tage hintereinander wärmer als sieben Grad Celsius ist. Und das kann in der Regel ab März soweit sein, in milden Wintern aber durchaus auch früher. Dann steigt auch die Gefahr von Borreliose-Erkrankungen an. Bei einem Biss übertragen die Tiere unter Umständen die gefährlichen Borrelien-Bakterien auf den Menschen. Die Folge können Herzmuskel-, Gelenk- und Nervenentzündungen sein – entweder zeitnah oder auch viele Jahre später.

Für das Havelland liegen in diesem Jahr bisher 40 gemeldete Fälle von Borreliose-Erkrankungen vor. Damit liegt der Landkreis eher im oberen Mittelfeld – bezogen aufs Land Brandenburg. Im gesamten Land sind seit Jahresanfang weniger Menschen nach Zeckenbissen erkrankt als im Vorjahreszeitraum. Bis Anfang August gab es 577 Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam vor Kurzem mitteilte. Am stärksten betroffen sind in diesem Jahr bislang die Landkreise Potsdam-Mittelmark (68), Dahme-Spreewald (67) und Oberhavel (55). Am seltensten traten Borreliose-Erkrankungen in Cottbus (5), Frankfurt (Oder) (8) und in der Spree-Neiße-Region (13) auf.

Im Vorjahr wurden im gesamten Land Brandenburg mehr als 1500 Fälle von Borreliose-Erkrankungen registriert. Im Havelland waren es 114 gemeldete Fälle, teilt die havelländische Kreisverwaltung mit. „Eine Tendenz in der Entwicklung der Erkrankungszahlen kann man nicht ableiten“, sagt Pressesprecherin Bianca Lange. Dazu sind die jeweiligen Zahlen zu unterschiedlich. Der Höchstwert in den vergangenen zehn Jahren wurde 2013 mit 156 Erkrankungen registriert, gefolgt von 2010 mit 147 und 2006 mit 133. Die wenigsten Fälle gab es 2012 mit 86.

Auch in der Klinik in Nauen sind Zeckenbisse ein Thema. „Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Zahlen nicht wesentlich angestiegen“, sagte Sprecherin Silke Monte. Vor allem Leute, die aus dem Urlaub kommen, vom Wandern oder Baden tauchen mit Zecken im Krankenhaus auf. „An den Wochenenden entfernen wir im Schnitt etwa 10 Zecken“, sagt sie. Dies bedeute aber keinesfalls, dass die Betroffenen auch mit den Borrelien-Bakterien infiziert sind. Gewissheit gebe es erst, wenn sie sich nach vier Wochen beim Hausarzt Blut abnehmen lassen, das auf den Erreger hin untersucht wird. Eine Rückmeldung zum Ergebnis erhalte das Krankenhaus aber nicht.

 Bei entsprechender Vorsorge können Zeckenbisse weitestgehend vermieden werden. Die achtbeinigen Spinnentiere, die meist bis Oktober aktiv sind, lauern im Unterholz, in Büschen und an Ästen in einer Höhe von 80 bis 150 Zentimetern. Zwar haben sie keine Augen, doch sie erkennen Menschen an Geruchsstoffen.

Bei einem Aufenthalt in der Natur sollte lange, eng anliegende Kleidung getragen werden, raten Experten. Zudem wird empfohlen, nach einem Aufenthalt im Wald, auf Wiesen oder im Garten den Körper nach Zecken abzusuchen, insbesondere an Arm- und Beinbeugen und auf dem Rücken. Weniger Gefahr, gestochen zu werden, besteht bei kalter trockener Luft. Dann ziehen sich Zecken unter die Laubdecke zurück. Dort halten sie meist zwischen November und Februar Winterruhe.

 Weil die Zecke zur Fortpflanzung an einem größeren Tier Blut saugt, wird ebenfalls geraten, Haustiere wie Hund und Katze während der warmen Saison ständig mit Zeckenmitteln zu behandeln und nach Zecken abzusuchen.

Die Spinnentiere sind an ihren Mundwerkzeugen langsam und gerade in einem Zug aus der Haut herauszuziehen. Man sollte die Zecke dazu möglichst nah der Haut im Kopfbereich anfassen, am besten mit einer Pinzette oder einem speziellen Instrument zur Zeckenentfernung.

Von Andreas Kaatz

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