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Karl-Mertens Kunstverein feiert 10-Jähriges

Rathenow Karl-Mertens Kunstverein feiert 10-Jähriges

Am 17. März hat Karl Mertens Geburtstag. An diesem Tag wurde 2007 der Kerl-Mertens-Kunstverein in Rathenow gegründet. Das Jubiläum des Vereins soll in diesem Jahr gefeiert werden. Es geht darum das Mertens-Werk zu würdigen und es geht um einen Blick nach vorne.

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Die Malgruppe des Mertens-Kunstvereins

Quelle: Uwe Hoffmann

Ratheow. Zum zehnjährigen Vereinsjubiläum des Karl-Mertens-Kunstvereins am 17. März sind die Rathenower in die Stadtgalerie in der Berliner Straße eingeladen. Das sagt “, sagt Detlef Frenkel, seit 2010 stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins. „Ab 17 Uhr können die Besucher sich umschauen und bei einem Glas Sekt und Snacks mit den Künstlern ins Gespräch kommen.“ Eingeladen sind auch Unterstützer – zum Beispiel Hartmut Fellenberg, Geschäftsführer der KWR. Am 17. März ist der Geburtstag von Karl Mertens. Zu dem Datum gründete im Jahr 2007 Anette Mertens den Kunstverein, dessen Vorsitzende sie ist.

Zahlreiche Werke öffentlich gezeigt

Der 1903 in Rathenow geborene Bildhauer und Künstler schuf über 100 Plastiken und Reliefs an Gebäuden und andere Kunstwerke, die dem Betrachter, der mit offenen Augen durch die Stadt geht, immer wieder auffallen. Dazu gehören unter anderem die Plastiken „Abtragejunge“ (1984), der nach der Umgestaltung der Berliner Straße vom Platz vor der Hauptpost einige Meter weiter auf den neuen Kreisverkehr umzog sowie die 1959 geschaffenen „Flötenspieler“ und „Tänzerin“, die in den Gängen des Kulturzentrums aufgestellt wurden.

Auch in Brandenburg/Havel, Friesack, Großwudicke, Hennigsdorf und Berlin findet man Werke von Karl Mertens im öffentlichen Raum. Wie auch die „Konerin“ vor der Premnitzer Havel-Passage. Karl Mertens arbeitete über 20 Jahre lang im Atelier des Chemiefaserwerks.

Bekannte Skulptur im Rathenower Stadtbild

Bekannte Skulptur im Rathenower Stadtbild: der Abtragejunge.

Quelle: Uwe Hoffmann

Sein Atelier hatte Karl Mertens seit den 1920er Jahren bis zu seinem Tod am 24. September 1988 im Garten seines Hauses in der Semliner Straße 225. Der gelernte Feinmechaniker und technische Zeichner begann im Alter von 19 Jahren sein Kunststudium in München. Nachdem er dies aus wirtschaftlichen abbrechen musste, wurde der Rathenower Bildhauer und Maler Willy Lippert (1898 bis 1981) sein Lehrer und Freund. Nach Kriegsende konnte Karl Mertens dann sein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, der heutigen Kunsthochschule Berlin-Weißensee, abschließen.

Es begann mit zwei Holzplastiken

Bereits im Jahr 1924 beteiligte sich der Bildhauer erstmals mit zwei Holzplastiken („Don Quijote mit seinem Pferd Rosinante“ und „Sancho Pansa mit Rosinante“) an einer Ausstellung Rathenower Künstler. Bereits 1946 wurde Karl Mertens Mitglied des Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, dem späteren Kulturbund der DDR, später auch dessen Vorstandsmitglied. Im Kulturbund leitete der Künstler unter anderem 15 Jahre lang den Plastikzirkel.

„Der Flötenspieler“ – su sehen im Kulturzentrum

„Der Flötenspieler“ – su sehen im Kulturzentrum.

Quelle: Uwe Hoffmann

Der Karl Mertens Kunstverein hat über 40 Mitglieder aus Rathenow, Premnitz, Nennhausen, Fischbeck, Potsdam, und Berlin. Sie engagieren sich immer wieder in und für die Stadt Rathenow, wie auch Karl Mertens selbst, der zuletzt 1987 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt geehrt wurde. Neben Ausstellungen, wie die zum 800-jährigen Stadtjubiläum, organisiert der Kunstverein das jährliche Kunstsymposium im August oder Projekte wie mit dem Kooperationspartner Bündnis für Familie Westhavelland. Detlef Frenkel, seit 2008 Mitglied, leitet die Malgruppe des Vereins.

Besuch in der Stadtgalerie

Die „Stadtgalerie“ in der Berliner Straße 1a ist jeden Dienstag und Donnerstag, 13 bis 18 Uhr, geöffnet. Kontakt unter Telefon 0157 / 702 900 51 (Detlef Frenkel). Weitere Informationen im Internet unter www.kunstverein-mertens-ev.de. Die am 22. Februar in der Rathaushausgalerie eröffnete Ausstellung „Querbeet“ in der dritten Etage des Rathauses ist noch bis zum 25. März zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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