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Zehn Prozent weniger Stromkosten in Premnitz

Straßenbeleuchtung Zehn Prozent weniger Stromkosten in Premnitz

Gemeinden müssten Straßenlampen abschalten, weil sie die Energiekosten nicht mehr zahlen können, hat der Städte- und Gemeindebund gewarnt. Für Premnitz ist das kein Thema. Durch Installieren von LED-Lampen und Dimm-Systemen hat die Stadt ihre Energieausgaben für Straßenbeleuchtung von 2014 auf 2015 um zehn Prozent gesenkt.

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Als der Premnitzer Kiefernweg erneuert wurde, hat er auch neue Straßenlampen mit LED-Leuchten bekommen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Immer mehr Gemeinden das Landes schalten ihre Straßenlampen ab, um Energiekosten zu sparen, weil ihre eng gewordenen finanziellen Möglichkeiten sie dazu zwingen. Dieser Warnruf des Städte- und Gemeindebundes ging vor wenigen Tagen durch die Medien. Für Premnitz indes stellt sich die Frage in dieser Art überhaupt nicht. Schon vor Jahren hat die Stadt begonnen, alte Lampen durch neue zu ersetzen, die immer auch weniger Energie verbrauchen. Es werden außerdem mehr und mehr Dimm-Systeme installiert, die in den verkehrsarmen nächtlichen Zeiten die Leuchtstärke der Lampen und damit deren Energieverbrauch senken.

Kosten um 15 000 Euro gesenkt

Auf Nachfrage dieser Zeitung hat Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) den jüngsten Einspareffekt ermitteln lassen. Die Stromkosten für die gesamte Straßenbeleuchtung von Premnitz einschließlich der Ortsteile Döberitz und Mögelin haben 2014 bei 148 000 Euro gelegen, teilt er mit. Durch mehrere Arten von technischen Veränderungen seien (ohne Abschaltungen) für 2015 nur noch 133 000 Euro für Straßenlampenstrom ausgegeben worden. Das ergibt hier von einem Jahr aufs andere eine Energiekostenersparnis von 15 000 Euro. Der Strompreis war in beiden betrachteten Jahren gleich.

Die Straßenbeleuchtung von Premnitz mit Ortsteilen besteht gegenwärtig aus 1647 Leuchtpunkten. Von den alten Quecksilberdampflampen (HQL) gebe es nur noch ganz wenige, sagt der Bürgermeister. Ihr Anteil liege bei etwas mehr als zwei Prozent. Der überwiegende Teil von rund 90 Prozent seien Natriumdampflampen und auf etwa acht Prozent sei der Anteil der modernen LED-Lampen gewachsen, bei denen sparsame Leuchtdioden das Licht erzeugen. Werde bei Straßenausbaumaßnahmen auch die Beleuchtung erneuert, vollziehe man in der Regel den Wechsel zur LED. So werde es dieses Jahr noch in der Neuen Triftstraße von Mögelin und in der Clara-Zetkin-Straße Premnitz geschehen.

Natriumdampflampe verbraucht dreimal so viel Strom wie LEDs

Eine LED-Lampe verbrauche in der Regel bei gleicher Lichtleistung nur etwa ein Drittel des Stroms einer Natriumdampflampe, teilt Roy Wallenta mit. Die Stadt Premnitz lasse aber schon seit Jahren zunehmend verschiedene Dimm-Systeme installieren, die in verkehrsarmen Zeiten automatisch die Leuchtstärke der Natriumdampflampen reduzieren. Verwendet würden hierbei auch Spar-Trafo-Anlagen vom Typ „Mach 3“. Der finanzielle Vorteil lasse sich natürlich nicht so einfach in Euro und Cent ausdrücken, räumt der Bürgermeister ein. Aber durch das Dimmen der Straßenlampen sei schon eine „ganze Menge“ Energie gespart worden.

Mit den neuen LED-Lampen sind in den letzten zwei Jahren bestückt worden: Straße Am Hafen und Südstraße in Döberitz, Lindenweg, Kirschweg und Waldstraße in Mögelin sowie Kiefernweg, Uferpromenade, Am Postberg und Weidenweg in Premnitz.

Von Bernd Geske

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