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Havelland Zeitverzug bei Schulerweiterung
Lokales Havelland Zeitverzug bei Schulerweiterung
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18:10 28.10.2016
Der Pausenhof der Wustermarker Grundschule. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal/Wustermark

Zwei Dinge stehen nach der Sondersitzung der Wustermarker Gemeindevertreter am Donnerstagabend in Elstal fest: Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark mit Hort, Klassenräumen und einer Sporthalle sollen unter 10 Millionen Euro liegen. Außerdem ist jetzt klar, was schon lange befürchtet wurde: Der geplante Termin der Inbetriebnahme zum Schuljahresbeginn 2018/19 ist nicht zu halten. Die Gemeindevertreter stimmten einer entsprechenden Beschlussvorlage der Verwaltung zu. Damit ist der Weg frei für die nächsten Planungsschritte.

Ein solides, praktisches und sicheres Gebäude soll errichtet werden – darin sind sich die Wustermarker Gemeindevertreter einig. Doch wenn es um die Details und die Kosten für den Erweiterungsbau der Grundschule „Otto-Lilienthal“ geht, gab es unterschiedliche Auffassungen. Das führte in den vergangenen Monaten zu einem erheblichen Zeitverlust gegenüber der Vorgabe, das neue Gebäude im Spätsommer 2018 in Betrieb nehmen zu wollen. Im Juli 2018 endet der Mietvertrag für das Gebäude in der Hamburger Straße, das die Gemeinde gemietet hat, um die Hortkinder unterbringen zu können.

Wie Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) am Donnerstagabend sagte, sei man bereits im Gespräch mit dem Vermieter: „Es wäre im gegenseitigen Einverständnis möglich, die Mietzeit um ein Jahr zu verlängern.“ Als weitere Option könnte laut Schreiber die befristete Doppelnutzung der Schulräume für den Hort sein. Dazu müsse ein Konzept erstellt werden. „Dann hätte man mehr Flexibilität und keine Mietkosten.“ Darüber wollen die Gemeindevertreter noch entscheiden.

Beschlossen ist, das der von den Planern überarbeitete Entwurf für das Gebäude umgesetzt werden soll. Architektin Dominica Sander: „Das Gebäude ist jetzt deutlich kleiner geworden, als in der ersten Variante. Die Räume erfüllen nun die Mindestanforderungen.“ Die Möglichkeit, später ein Stockwerk aufzusetzen, um eine vierzügige Grundschule zu haben, ist vom Tisch. Das Obergeschoss wurde komprimiert, das Treppenhaus sei dafür großzügiger angelegt worden. Im neuen Hortgebäude wird sich eine Essenausgabe befinden. Dort können die Mahlzeiten zubereitet und portioniert werden, um sie in die Gruppenräume zu bringen. Des Weiteren wurden die WC-Anlagen verdoppelt und das Garderobenkonzept überdacht. Weggefallen sind die Räume für den Hausmeister, für ein Stuhllager und ein Bewegungsraum. „Alles in allem wirkt der geplante Bau stimmig, praktisch und funktional, bestens für den Schul- und Hortbetrieb ausgerüstet“, so Sander.

Noch immer nicht klar ist, ob die neue Sporthalle parallel zum Schul-und Hortgebäude oder zeitversetzt errichtet werden soll. Ein späterer Baubeginn für die Halle würde die Gesamtkosten von rund 8,8 Millionen Euro um etwa 570 000 Euro erhöhen, so die Planerin.

Zu allem Übel informierte Dominica Sander die Gemeindevertreter auch noch über den belasteten Boden auf dem Schulgelände. Aus einem Bodengutachten gehe zwar hervor, dass diese Belastungen für die Kinder ungefährlich seien. Für den Bau aber würden sie ein Problem darstellen. „Die Entsorgung der Stoffe kostet 60 000 Euro.“

Wann der ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark erfolgen wird, wollen die Gemeindevertreter noch abwägen. Der Plan, im Herbst 2017 zu beginnen, um den im Jahr 2018 angesetzten Abnahmetermin doch noch zu erreichen, ist so gut wie ausgeschlossen. Zumal die Wintermonate Einfluss auf die Bauzeit haben könnten. Realistischer erscheint die Variante Frühjahr 2018. „Mehr Zeit zu haben, bedeutet preiswerter und sicherer bauen zu können“, argumentierte Abgeordnete Ingeborg Kalischer (Bündnis 90/Grüne).

Von Vanessa Mehwitz

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