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Zeitzeugen berichten über Kriegserlebnisse

Rathenow Zeitzeugen berichten über Kriegserlebnisse

„Wie war das eigentlich damals im Krieg und in der Zeit danach?“ Wenn Kinder diese Frage stellen, gibt es immer weniger Menschen, die bei der Beantwortung auf eigene Erlebnisse zurückgreifen können. Einige von den wenigen, die sich an die Ereignisse des 2. Weltkriegs noch erinnern können, hat der Rathenower Hobbyfilmer Eberhard Rabe vor die Kamera bekommen.

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Filmer Eberhard Rabe bei der Übergabe des Films an Peter Dietze, den Vorsitzenden des Fördervereins Heimatmuseum.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. „Wie war das eigentlich damals – im Krieg und in der Zeit danach?“ Wenn Kinder diese Frage heute stellen, gibt es immer weniger Menschen, die bei der Beantwortung auf eigene Erlebnisse zurückgreifen können. Einige von den wenigen, die sich an die Ereignisse des 2. Weltkriegs noch erinnern können, hat der passionierte Rathenower Hobbyfilmer Eberhard Rabe vor die Kamera bekommen.

Die aufschlussreichen Interviews, in der jeder der Befragten seine ganz persönliche Geschichte erzählt, hat Rabe auf gekonnte Weise zu einem Film zusammengeschnitten – flankiert von historischen Fotos und Filmsequenzen, die das Gesagte illustrieren. „Rathenower Geschichten“ lautet der Titel des Films. Eberhard Rabe hat diesen im Auftrag des Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow erstellt – ein Projekt, das durch den Lokalen Aktionsplan Westhavelland (LAP) möglich gemacht wurde.

Am Freitag war Eberhard Rabe in das Büro des Fördervereins gekommen, um dessen Vorsitzenden Peter Dietze die bestellten 80 DVDs des Films zu übergeben. Nun will der Verein Kontakt aufnehmen zu Schulen im Westhavelland. Besteht dort Interesse, wird der Film kostenlos zur Verfügung gestellt. „Im Geschichtsunterricht könnte der Film einen wertvollen Beitrag leisten“, sagt Dietze. Irgendwann werde es niemanden mehr geben, der aus eigener Erinnerung Bericht erstatten könne. Deshalb sei es wichtig, die Aussagen von Zeitzeugen auf diese Art und Weise zu konservieren.

Im ersten Teil des Films geht es um die letzten Kriegstage des Jahres 1945. Im zweiten Teil hat Rabe Fotos und Filmsequenzen verarbeitet, welche die Entwicklung der Stadt nach dem Krieg dokumentieren. Die jüngsten Aufnahmen hat Rabe selbst beigesteuert. Sie zeigen, wie reizvoll Rathenow heute aussieht. Wer die Zerstörungen, die Thema des ersten Filmteils sind, vor Augen hat, der mag es kaum glauben.

Von Markus Kniebeler

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