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Blinde Zerstörungswut im Stadtwald

Unbekannte demolieren Infotafel Blinde Zerstörungswut im Stadtwald

Blinde Zerstörungswut trübt das Vergnügen von Erholungssuchenden im Rathenower Stadtwald. Erst wurden die Bienenstöcke im Waldklassenzimmer umgeworfen, dann demolierten Unbekannte eine Infotafel des Naturlehrpfades. Der war erst im Frühjahr angelegt worden.

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Stadtförster Thomas Querfurth mit der zerstörten Infotafel.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Lange währte sie nicht, die Freude über den Naturlehrpfad im Rathenower Stadtwald. Gut ein halbes Jahr nach der Eröffnung ist eine der neun großen Schautafeln von Unbekannten demoliert worden. Die Plexiglasscheibe, welche die Infotafel schützt, wurde mit Gewalt abgerissen und zertrümmert, die Tafel selbst rissen die Täter blindwütig aus der Verankerung und fügten ihr dadurch einen erheblichen Schaden zu.

Rathenows Stadtförster Thomas Querfurth sagt, von den Tätern gebe es noch keine Spur. Dabei sei das nicht der einzige Akt des Vandalismus gewesen. In den vergangenen vier Wochen hätten Unbekannte Teile der hölzernen Umrandung in der Nähes des Parkplatzes am Ferchesarer Wegs mutwillig zerstört. Außerdem seien die Bienenstöcke, die ein Imker auf dem Gelände des Waldklassenzimmers aufgestellt habe, umgestoßen worden. Die Bienen hätten daraufhin ihre Behausung panikartig verlassen. Sieben Bienenvölker seien dem Imker durch diese sinnlose Tat abhanden gekommen, so Querfurth. Der materielle Schaden betrage rund 1000 Euro.

Spaziergänger empört über den Frevel

Viele Spaziergänger hätten empört auf den Frevel reagiert, so Querfurth. Denn der Naturlehrpfad mit dem Waldklassenzimmer sei sehr gut angenommen worden. Die Entscheidung vom Frühjahr, die Tafeln aus dem versteckten Rodewaldschen Luch näher an die Stadt zu verlegen, habe sich als richtig erwiesen. „Wir registrieren spürbar mehr Menschen, die die Gelegenheit nutzen, sich bei einem Spaziergang über den Lebensraum Wald zu informieren“, sagt der Stadtförster. Und die Anfragen von Schulklassen nach geführten Touren über den Lehrpfad hätten auch zugenommen.

Um so bedauerlicher, dass das Vergnügen nun durch den sinnlosen Zertörungsakt erheblich getrübt ist. Wann die Tafel repariert wird, kann Querfurth noch nicht sagen. Jede der neuen Tafeln sei in Handarbeit entstanden. Entsprechend aufwändig sei es, sie wieder herzurichten. Außerdem bremse die Angst vor neuerlicher Zerstörung den Wiederherstellungseifer.

Die Chance, die Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen, sind eher gering. „Da müsste jemand die Tat beobachtet haben“, so Querfurth. Aber bislang habe sich niemand bei ihm gemeldet. In diesem Zusammenhang appelliert der Stadtförster an alle, die im Wald Erholung suchen, die Augen offen zu halten. Denn leider sei nicht jeder mit guten Absichten im Wald unterwegs. Neben Vandalismus sei das illegale Entsorgen von Müll ein großes Problem. „Wenn jeder, der so etwas beobachtet, sich im zuständigen Revier meldet, wäre das eine große Hilfe“, so Querfurth. Denn nur mit Beweisen könne man Naturfrevlern auf die Schliche kommen.

Von Markus Kniebeler

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