Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Das macht Spaß: Zirkus in der Pestalozzischule
Lokales Havelland Das macht Spaß: Zirkus in der Pestalozzischule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:20 13.03.2018
Die ganz Mutigen durften das Laufen auf dem Drahtseil mit verbundenen Augen probieren. Quelle: Bernd Geske
Anzeige
Rathenow

Sie schlagen Räder, turnen auf Leitern, balancieren auf Rollen, tanzen auf dem Seil. Sie zaubern, jonglieren und geben auch mal den Clown. An der Pestalozzischule in Rathenow ist das Zirkusfieber ausgebrochen.

Zusammen mit den Experten vom „Circus Zapp Zarap“ und ihren Lehrkräften üben die Mädchen und Jungen für eine Zirkusvorstellung. Das Motto der Projektwoche hat Circus Zapp Zarap vorgegeben: „Kannst Du nicht, war gestern!“

Dem entsprechend sind die jungen Akteure mit Eifer bei der Sache. In der Sporthalle sind Manege und Sitzreihen aufgebaut. Dort trainieren die Seiltänzer, Leiterakrobaten, Bänderschwinger und Kugelläufer.

Weil der Platz dort allein nicht reicht, dienen weitere fünf Klassenräume zum Üben. Dort sind Clowns, Zauberer, Jongleure, Fakire und Akrobaten anzutreffen.

Beim Üben ging manchmal auch noch ein bisschen was daneben. Quelle: Bernd Geske

Montag bis Mittwoch wird trainiert. Am Donnerstag um 9 Uhr ist die Generalprobe, da ist zum Zuschauen die Kita aus Neue Schleuse eingeladen. Am Freitag um 9.45 Uhr beginnt die Premiere, die gleichzeitig die große Abschluss-Show der Projektwoche ist. Die Verwandten sind eingeladen. Eintritt kostet für Schüler einen und für Erwachsene zwei Euro.

Die Pestalozzische ist eine Schule mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt Lernen und hat als Träger den Landkreis. Dorthin gehen gegenwärtig 99 Mädchen und Jungen in die Klassen 2 bis 10. 13 Lehrkräfte sind dort tätig.

„Circus Zapp Zarap“ hat auch ein Konzept für Förderschulen

Erstmals ist es nicht Projektzirkus André Sperlich, der ansonsten seit Jahren zu den Schulen im Westhavelland kommt. Engagiert wurde hier der „Circus Zapp Zarap“, der seinen Sitz in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) hat, weil er auch über ein Konzept für Förderschulen verfügt.

„Unsere vielseitigen Workshop-Angebote bieten eine bunte Mischung aus Bewegung, Abenteuer, Spaß, Mut und Magie“, teilt dieser mit. „Sie eignen sich für Kinder mit Beeinträchtigungen jeglicher Art.“

Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf fänden hier neue Ausdrucksmöglichkeiten und entdeckten verborgene Talente. Die neue Herausforderung wecke alle Sinne, sowohl im motorischen als auch im emotionalen und kognitiven Bereich.

Nicht zuletzt wird die Show von professionellen Lichteffekten und mit anspruchsvoller Tontechnik begleitet.

Spaß für alle und die Schule einmal anders

„Wir wollten alle mal Spaß haben und die Schule anders erleben“, erklärt Schulleiterin Petra Smycek. Im vergangen Jahr sei die Idee aufgekommen, eine Zirkus-Projektwoche aufzulegen. Die Finanzierung sei kein Problem gewesen. Der Landkreis als Träger habe einen großen Teil der Summe übernommen.

Der Förderverein und die beiden Schülerfirmen hätten den Eigenanteil der Schule aufgebracht. Schon lange bevor der Zirkus überhaupt angereist ist, haben die Schülerinnen und Schüler kleine Anstecker (Buttons) hergestellt, die alle Mitwirkenden als „Zapp Zarap“-Teilnehmer zu erkennen geben.

Am Montag haben die Lehrerinnen und Lehrer ihren Kindern und Jugendlichen zunächst Kostproben der sieben unterschiedlichen Event-Bereiche vorgespielt. Danach konnten sie entscheiden, ob sie seiltanzen oder doch lieber zaubern oder etwas anders machen wollten.

Wo es möglich war, sind die Gruppen altersmäßig gemischt worden. Nicht zuletzt ist aber auch eine Reihe von großen Jungs mit blau-weißen Westen ausgestattet worden, die für Ordnung und Sicherheit sorgen.

Die Clowns haben um die Wette geschauspielert

Die Clowns haben zunächst das ganz normale Schauspielern geübt. Sie machten lustige oder traurige Gesichter. Sie versuchten, jung und cool zu wirken oder als alte Leute daher zu kommen. Dann aber schon haben sie um die Wette gespielt. Klar war zwar, dass alle bei den Nummern mitwirken können.

Es sollte aber schon so sein, dass die besten Schauspieler die wichtigsten Rollen bekommen. Beispielsweise für die „Läuse“-Szene: Ganz viele Clowns sitzen eng gedrängt auf einer Bank. Da fängt einer an, sich zu jucken und zu kratzen. Er treibt das so lange weiter, bis alle anderen aus Angst vor Ungeziefer verschwinden. Am Ende reimt der Oberclown: „Läuse hab’ ich keine, aber eine Bank für mich alleine.“

Von Bernd Geske

Erst den Topf auf dem Herd vergessen – dann brannte die ganze Küche. Das passierte am Montagabend. Durch das beherzte Eingreifen eines Hausbewohners konnte der Schaden aber eingegrenzt werden.

13.03.2018

Es soll ein Netzwerk gebildet werden, in dem die Erzeuger und Anbieter von regionalen Produkten sich mit Gastronomen und Tourismusschaffenden zusammen finden. So sollen die Produkte besser für Gäste und Einheimische bekannt gemacht werden. In Milow hat die Auftaktveranstaltung dafür stattgefunden.

13.03.2018

Rathenow als Schlafstadt, als Stadt der Alten, als Stadt des Stillstandes – so beschreiben enttäuschte Anhänger des unterlegenen Bürgermeisterkandidaten Daniel Golze (Linke) die Kreisstadt und drohen damit, abzuwandern. Wundenlecken und unbegrenzte Freude am Tag nach der Wahl.

14.03.2018
Anzeige