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Havelland Zitadelle zeigt Bilder von Paul Kother
Lokales Havelland Zitadelle zeigt Bilder von Paul Kother
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13:54 29.10.2018
Bilder von Paul Kother, wie „Bajazzo“, sind derzeit in Spandau zu sehen. Quelle: promo
Spandau

Erstmalig wird in einer umfangreichen Museumsausstellung der künstlerische Nachlass des in Leipzig geborenen expressionistischen Malers und Grafikers Paul Kother präsentiert. Noch bis zum 6. Januar ist in den Ausstellungsräumen Bastion Kronprinz auf der Zitadelle in Spandau die Ausstellung „Paul Kother (1878 1963) - Melancholischer Expressionismus“ zu sehen.

Ausstellung vereint 100 Werke

Dazu gehören neben rund 100 Ölgemälden und Pastellen zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken. Die Zitadelle stellt damit einen Künstler vor, der in den Jahren zwischen 1910 und 1933 regelmäßig in führenden deutschen Galerien und Kunstvereinen ausstellte.

Gemeinsam mit Künstlerfreunden und Kollegen wie Otto Mueller, Max Pechstein, Max Beckmann, Maria Slavona und Karl Schmitt-Rottluff gehörte Paul Kother bis 1933 zur Avantgarde in Dresden und Berlin. Ab 1910 arbeitete Paul Kother im engsten Umfeld der Dresdner „Brücke“-Künstler.

Wie viele andere Künstler der sogenannten „verschollenen Generation“ unterlag aber auch er den nationalsozialistischen Anfeindungen gegen die Avantgarde und erhielt schließlich Ausstellungsverbot. Hatte Kother im 1. Weltkrieg noch als Kriegsmaler in Flandern und Frankreich teilgenommen, versuchte er, sich und seine Familie in den Jahren des 2. Weltkriegs mit Gelegenheitsarbeiten durchzubringen.

Depression und Isolation

Familiäre Ereignisse und die bedrückende Situation der Nachkriegsjahre ließen ihn sukzessive auf Distanz zum Kulturleben der jungen DDR gehen und führten in Depressionen und zunehmende Isolation.

Die Ausstellung, zu der ein umfangreicher Katalog erscheint, entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museum Heylshof in Worms und dem Overbeck-Museum in Bremen, wo sie 2019 und 2020 zu sehen sein wird.

Die Ausstellung auf der Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, ist immer Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Von MAZonline

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