Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Zu Besuch beim Hundefrisör

Falkensee Zu Besuch beim Hundefrisör

Einige legen über 100 Kilometer zurück, um ihren Liebling bei Hundefrisörin Ursula Stewin hübsch machen zu lassen. So kurz vor den Feiertagen, ist der Salon jeden Tag rappelvoll. Die MAZ hat sich dort umgeschaut und erfahren, mit welchem Trick sich die Hundefrisörin die Vorlieben der Vierbeiner merkt.

Voriger Artikel
Wenn Helfer selbst Hilfe brauchen
Nächster Artikel
Kein Schießplatz, kein Radweg, keine Container

Der Terminkalender von Ursula Stewin ist voll.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Behutsam schneidet Bianca Rudolf überstehende Haare von Hund Buddys Pfoten. Um den kleinen Havaneser zu beruhigen, redet sie immer wieder leise auf ihn ein. Buddy ist die Ruhe selbst. Regelmäßig hilft die mobile Hundefriseurin im Falkenseer Salon Piccolino aus, denn der Terminkalender von Besitzerin und Hundefriseurin Ursula Stewin platzt aus allen Nähten.

Vor den Feiertagen möchte jeder Hundebesitzer seinem Liebling etwas Gutes tun. Das Komplettprogramm bekommen sie in der Falkenseer Bahnhofstraße. „Vor anstehenden Familienbesuchen und den traditionellen Weihnachtsfotos wollen die Leute ihre Hunde natürlich schön haben“, so die 62-jährige Ursula Stewin. „Wir nehmen so viele Kunden an, wie es nur geht. Langsam aber sicher sind wir ausgebucht.“ Normalerweise machen Stewins Kunden zwei bis drei Tage vorher einen Termin aus und bringen ihren Hund dann vorbei. „Anderthalb bis zwei Stunden brauche ich schon pro Hund. In speziellen Fällen, wenn das Fell zum Beispiel völlig verfilzt ist, natürlich auch länger.“ Die 62-Jährige ist ein Tiermensch, wie sie selber sagt. Hunde hätte sie früher natürlich gehabt, heute mit dem gut laufenden Geschäft gestalte sich die Haltung jedoch schwierig.

Bianca Rudolf ist mobile Hundefriseurin und hilft im Salon von Ursula Stewin aus

Bianca Rudolf ist mobile Hundefriseurin und hilft im Salon von Ursula Stewin aus.

Quelle: Sander

Ob Neufundländer oder Chihuahua – alle Hunderassen sind in dem Falkenseer Salon willkommen. Waschen, schneiden und Krallenpflege übernimmt Stewin üblicherweise alleine. Dafür hat sie vor zehn Jahren eine Fortbildung absolviert. „Zur Stoßzeit und vor Feiertagen könnte ich das Pensum ohne Hilfe allerdings nicht bewältigen.“ Felllänge und andere wichtige Daten ihrer tierischen Stammkundschaft sammelt die 62-Jährige in einer Kartei. „Wir leben von unseren Stammkunden, die teilweise über 100 Kilometer Anfahrt haben. Aber auch viele Spandauer und Falkenseer bringen ihre Hunde regelmäßig vorbei“, so Stewin, die seit zehn Jahren mit ihrem Salon selbstständig ist. Neue Kunden fänden meist durch Mundpropaganda in den Salon. Hauptsaison ist für die Hundefriseurin, deren Geschäftsidee vor zehn Jahren aus der Not der Arbeitslosigkeit geboren wurde, von Frühlingsanfang bis Herbstende. „Danach kommen nur noch Hunde, die spezielle Pflege brauchen. Die anderen behalten ihr Winterfell bis es wieder wärmer wird.“

Von Laura Sander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg