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Havelland Zu Besuch beim Hundefrisör
Lokales Havelland Zu Besuch beim Hundefrisör
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21:37 22.12.2015
Der Terminkalender von Ursula Stewin ist voll. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Behutsam schneidet Bianca Rudolf überstehende Haare von Hund Buddys Pfoten. Um den kleinen Havaneser zu beruhigen, redet sie immer wieder leise auf ihn ein. Buddy ist die Ruhe selbst. Regelmäßig hilft die mobile Hundefriseurin im Falkenseer Salon Piccolino aus, denn der Terminkalender von Besitzerin und Hundefriseurin Ursula Stewin platzt aus allen Nähten.

Vor den Feiertagen möchte jeder Hundebesitzer seinem Liebling etwas Gutes tun. Das Komplettprogramm bekommen sie in der Falkenseer Bahnhofstraße. „Vor anstehenden Familienbesuchen und den traditionellen Weihnachtsfotos wollen die Leute ihre Hunde natürlich schön haben“, so die 62-jährige Ursula Stewin. „Wir nehmen so viele Kunden an, wie es nur geht. Langsam aber sicher sind wir ausgebucht.“ Normalerweise machen Stewins Kunden zwei bis drei Tage vorher einen Termin aus und bringen ihren Hund dann vorbei. „Anderthalb bis zwei Stunden brauche ich schon pro Hund. In speziellen Fällen, wenn das Fell zum Beispiel völlig verfilzt ist, natürlich auch länger.“ Die 62-Jährige ist ein Tiermensch, wie sie selber sagt. Hunde hätte sie früher natürlich gehabt, heute mit dem gut laufenden Geschäft gestalte sich die Haltung jedoch schwierig.

Bianca Rudolf ist mobile Hundefriseurin und hilft im Salon von Ursula Stewin aus. Quelle: Sander

Ob Neufundländer oder Chihuahua – alle Hunderassen sind in dem Falkenseer Salon willkommen. Waschen, schneiden und Krallenpflege übernimmt Stewin üblicherweise alleine. Dafür hat sie vor zehn Jahren eine Fortbildung absolviert. „Zur Stoßzeit und vor Feiertagen könnte ich das Pensum ohne Hilfe allerdings nicht bewältigen.“ Felllänge und andere wichtige Daten ihrer tierischen Stammkundschaft sammelt die 62-Jährige in einer Kartei. „Wir leben von unseren Stammkunden, die teilweise über 100 Kilometer Anfahrt haben. Aber auch viele Spandauer und Falkenseer bringen ihre Hunde regelmäßig vorbei“, so Stewin, die seit zehn Jahren mit ihrem Salon selbstständig ist. Neue Kunden fänden meist durch Mundpropaganda in den Salon. Hauptsaison ist für die Hundefriseurin, deren Geschäftsidee vor zehn Jahren aus der Not der Arbeitslosigkeit geboren wurde, von Frühlingsanfang bis Herbstende. „Danach kommen nur noch Hunde, die spezielle Pflege brauchen. Die anderen behalten ihr Winterfell bis es wieder wärmer wird.“

Von Laura Sander

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