Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Zu Fuß und sicher zur Schule

Dallgow-Döberitz Zu Fuß und sicher zur Schule

Sicher und gesund zu Fuß zur Schule. Das ist die Idee des Laufbus-Projektes. Zum kommenden Schuljahr möchten Eltern aus Dallgow-Döberitz auch in ihrer Gemeinde den gemeinschaftlichen Schulweg auf die Beine stellen. Nun müssen die Details geplant werden.

Voriger Artikel
Knuspriges vom Stägehaus
Nächster Artikel
Mehr als 200 Starter bei „Fischerman“

Kerstin Pfetsch, Hans-Peter Pförtner, Franka Dähn, Alois Wagenlechner, Diana Baumgart und Peter-Paul Weiler (v.l.) wollen sichere Schulwege.

Quelle: D. Hafer

Dallgow-Döberitz. Weniger Autos vor den Schulen und mehr Sicherheit für die Kinder. Das ist das Ziel einer Initiative Dallgower Eltern, die das Problem selbst in die Hand nehmen wollen. „Es ist leider so, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, weil ihnen der Weg durch den Ort zu gefährlich ist“, erklärt Peter-Paul Weiler. Daher möchte der Familienvater gemeinsam mit anderen Eltern in Dallgow-Döberitz einen sogenannten Laufbus einführen. Schon zum kommenden Schuljahr soll es nach den Vorstellungen der Eltern damit losgehen.

Zunächst am Wasserturm und später auch an anderen Stellen in der Stadt soll es fixe Treffpunkte geben, an denen sich die Kinder treffen und dann den weiteren Weg bis zur Filiale der Grundschule am Wasserturm in der Steinschneiderstraße gemeinsam zurücklegen. Begleitet werden sollen die Kinder dabei immer von zwei Eltern. Die Kinder laufen jeweils zu zweit, Hand in Hand, hintereinander aufgereiht, wie in einem Bus. Vorne und hinten sollen Kinder mit Warnwesten laufen, um die Gruppe für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar zu machen.

Der Laufbus bringe aber nicht nur mehr Sicherheit, sondern fördere auch die Gesundheit der Kinder. „Kinder in diesem Alter sollten sich mindestens eine Stunde am Tag bewegen. Wenn sie zu Fuß zur Schule gehen, trägt das bereits einen wichtigen Teil dazu bei“, sagt Kerstin Pfetsch, die sich ebenfalls für den Laufbus engagiert. Zusätzlich würden auch die Eltern Zeit sparen, da nicht jeder sein Kind selbst zur Schule bringen muss, sondern sich die Eltern täglich abwechseln können.

Alle Details sind aber noch nicht geklärt. „Wie wir die Eltern für die jeweiligen Tage einteilen wird sich erst noch zeigen, wenn das Projekt angelaufen ist und wir erste Erfahrungen gesammelt haben und wir genau wissen, wie viele Eltern sich an dem Projekt beteiligen“, erklärt Diana Baumgart. Je mehr Eltern und Kinder mitmachen, desto besser wäre das natürlich, weil im Notfall immer jemand einspringen könnte, sollte ein Elternteil ausfallen. Auch an welchen Orten weitere Sammelpunkte eingerichtet werden, soll bis zum Herbst entschieden werden.

Seitens der Schule werde sich den Plänen der Eltern niemand in den Weg stellen. „Ich unterstütze solche Projekte gerne und finde es immer toll, wenn sich Eltern eigenständig engagieren“, sagt Schulleiter Hendrik Frost. Vor mehreren Jahren habe er schon einmal versucht, etwas für die Schulwegsicherheit zu tun und Elternlotsen zu finden. „An der ganzen Schule haben sich damals nur zwei Leute gemeldet“, erzählt er. Daher müsse man auch beim Laufbus erst einmal schauen, wie das Projekt anläuft und wie viele Eltern sich letztendlich aktiv mit einbringen.

Der Laufbus ist das Ergebnis einer Diskussion über die Sicherheit der Schulwege in Dallgow-Döberitz, die schon seit einigen Jahren geführt wird. „Wir haben vor gut drei Jahren damit begonnen, uns Gedanken über die Sicherheit der Rad- und Fußwege in der Gemeinde zu machen“, so Peter-Paul Weiler. In diesem Zuge erstellt die Initiative eine Karte, in der die sicheren Schul- und Kitawege verzeichnet sind. Auch die Karte soll wenn möglich bis zum Schuljahresbeginn fertig gestellt werden.

In der Vergangenheit hat die Initiative auch die Kinder selbst in die Planungen mit einbezogen. So konnten die Schüler etwa ihre Schulwege aufmalen und Gefahrenstellen einzeichnen. Bei einer Aktion im Herbst 2014 ließen die Eltern an einem Tag die Straße vor der Schule sperren, so dass die Kinder die letzten Meter bis zum Schulhof zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen konnten, ohne auf Autos achten zu müssen.

Für das Laufbus-Vorhaben können sich die Eltern auch auf die Unterstützung von Hans-Peter Pförtner, dem Vorsitzenden des Dallgower Verkehrsausschusses, verlassen. „Der Laufbus ist ein wichtiger Schritt und gleichzeitig eine tolle Art und Weise, wie sich Bürger mit ihrer Fachkompetenz in den politischen Prozess einbringen“, so Pförtner. Er sieht die mit dem Laufbus verbundenen Überlegungen als sehr guten Ansatz für ein Konzept, mit dem die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen aber auch Senioren auf den Straßen in Dalgow-Döberitz verbessert werden kann.

Von Danilo Hafer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg