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Zu Gast bei kleinen Freunden

Rathenower Jugendgruppe besuchte rumänische Heimkinder Zu Gast bei kleinen Freunden

Nun schon zum zweiten Mal hat eine Jugendgruppe der Rathenower Gesamtschule Bruno H. Bürgel das Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok besucht, für das es im Westhavelland seit 1991 verschiedene Hilfsaktionen gibt. Elf Jungen Und Mädchen reisten gemeinsam mit Betreuern für eine Woche in das osteuropäische Land.

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Die Bürgelschüler mit Heimkindern bei der Ankunft.

Quelle: privat

Rathenow. Die elf Mädchen und Jungen aus den 8., 9. und 11. Klassen waren zusammen mit Lehrerin Karin Schulz, Praktikant Lukas Krakau und dem Zsobok-Kenner Egon Beckmann aus Rathenow vom 19. bis 26. Juni unterwegs und haben nachhaltige Eindrücke mit nach Hause gebracht.

„Wir waren im Handumdrehen integriert“, berichtet Lukas Krakau. „Die Kinder haben uns dazu gebracht, ständig aktiv zu sein. Wir sind nie so richtig zur Ruhe gekommen.“ Die Heimkinder sprechen meist ungarisch, weil in Zsobok Angehörige dieser Minderheit leben. Deshalb war rein sprachlicher Austausch schwierig. Aber wie die Jugendlichen berichten, klappte die Verständigung auch mit Händen und Füßen. Die erste Jugendgruppe, die im November 2013 in Zsobok war, hatte als Arbeitsauftrag gehabt, das große Lager im Keller nach einer Baumaßnahme wieder einzuräumen. Jetzt sollte es eine reine Jugendbegegnung sein.

Es gab eine Förderung vom Bildungsministerium, aber erst durch eine großzügige Spende von Max Raabe und seinem Palast Orchester wurde die Fahrt möglich. Als Eigenbeitrag hatten die Teilnehmer 100 Euro zu entrichten. Die nicht ganz so knappe finanzielle Decke machte es diesmal möglich, mit Gruppen von Heimkindern zwei Ausflüge mit dem Reisebus zu unternehmen.

Die Mädchen Lena Drumla, Sophie Rapphahn und Laura Schulz waren schon vor zwei Jahren mit der Gruppe in Zsobok gewesen. Sie gehörten auch zu den Jugendlichen, die bei der Betreuung der 15Heimkinder halfen, die im Herbst 2014 eine Woche zu Gast im Westhavelland waren. Der Abschied sei auch diesmal wieder hart gewesen, berichtet Laura Schulz. „Aber als die Kinder uns so traurig sitzen sahen“, erzählt sie, „haben sie sich die Tränen verkniffen, um es uns leichter zu machen.“

„Die Leute im Dorf haben uns aufgenommen, als wenn sie uns schon immer kennen würden“, erzählt Lehrerin Karin Schulz. Sie könne stolz auf ihre Schüler sein, hat sie mitgeteilt. Sie hätten sich die ganze Zeit hingebungsvoll um die Heimkinder gekümmert. Soziale Kompetenz würde man als Pädagoge dazu sagen, hat sie resümiert und übersetzt: „Menschlich top drauf.“

Von Bernd Geske

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