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Havelland Zu Gast bei niederländischen Freunden
Lokales Havelland Zu Gast bei niederländischen Freunden
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18:07 03.07.2017
Abendlicher Plausch unter Freunden: Ronald Seeger (re.), Almeres Bürgermeister Franc Weerwind (5. v. li.) und Vertreter beider Städte.. Quelle: Privat
Rathenow

Zwischen der niederländischen Stadt Almere und der Stadt Rathenow haben sich freundschaftliche Beziehungen entwickelt. Vorläufiger Höhepunkt der neuen Verbindung war ein Besuch von Bürgermeister Ronald Seeger in Almere Mitte Mai. Mit drei Mitarbeitern der Verwaltung weilte Seeger, der von Almeres Bürgermeister Franc Weerwind eingeladen worden war, in der Stadt, die vor etwas gerade mal 42 Jahren auf einem Ijsselmeer-Polder errichtet wurde. Almere ist mit knapp 200 000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt der Niederlande. Bis nach Amsterdam sind es 25 Kilometer.

Beschnuppert hatten sich Vertreter beider Städte schon länger. Bei den internationalen Jugendspielen in Rathenows Partnerstadt Rendsburg, zu denen auch immer eine Rathenower Delegation fährt, wurden 2012 die ersten Kontakten zu den Niederländern geknüpft, die ebenfalls regelmäßig mit einem Team in Rendsburg vertreten sind. Bei den Spielen im vergangenen Jahre verstanden sich die Vertreter beider Städte so gut, dass Bürgermeister Franc Weerwind die Rathenower kurzerhand nach Almere einlud.

Die Delegation war nach der Rückkehr begeistert von der Gastfreundschaft, mit der sie in der Fremde empfangen worden waren. Und sie waren beeindruckt von dem, was sie in Almere gesehen und erlebt hatten. „Almere ist eine boomende, durch und durch moderne Stadt“, sagt Hauptamtsleiter Jörg Zietemann, der mit zur Rathenower Delegation gehörte. Zwar beklagten sich die Bürger Almeres bisweilen darüber, über keine mehrhundertjährige Tradition zu verfügen. Aber dies habe andererseits den großen Vorteil, dass man die Stadt schon bei der Gründung im Jahr 1975 den Bedürfnissen des modernen Menschen angepasst habe.

Besonders beeindruckt waren die Rathenower von der Verkehrspolitik im Zentrum der Stadt. Aus diesem sind die motorisierten Fahrzeuge komplett verbannt. Stattdessen verlaufen die Straßen in gigantischen Tunneln unter der Stadt. Auch Parkplätze wurden unter die Erde verbannt.

Bei der Planung der Stadt, wie bei jeder Erweiterung werde berücksichtigt, wie viel Platz für Kinder- und Jugendliche man brauche, welche sozialen und kulturellen Einrichtungen man sich gönnen wolle, und wo die Versorgungswege verlaufen (unter der Erde zumeist). Begeistert waren die Havelländer von der Müllentsorgung. Die öffentlichen Abfallbehälter müssen nicht, wie hierzulande üblich, manuell geleert werden. Stattdessen sind die Behälter mit einem Leitungssystem verbunden, durch das der Müll per Unterdruck zu unterirdischen Sammelplätzen gesaugt wird. „Das ist alles sehr durchdacht und bestens organisiert“, sagt Zietemann. Almere sei ein tolles Beispiel dafür, wie man den Wachstumsprozess einer Stadt so steuern könne, dass die Bürger von ihm profitieren.

Neben den vielen Besichtigungen blieb an den drei Tagen genügend Zeit, sich kennen zu lernen. Beim gemeinsamen Abendessen etwa, zu dem der Bürgermeister eingeladen hatte, wurde so manche Anekdote ausgetauscht. Und man war sich einig, die freundschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Dass man den Niederländern Rathenow zeigen will, ist ausgemacht. Ein Termin steht zwar noch nicht, aber ins Auge gefasst wurde das kommende Frühjahr.

Befreundete Städte

Rathenow hat zwei offizielle Partnerstädte, zu denen enge Verbindungen bestehen.

Rendsburg in Schleswig-Holstein wurde gleich nach der Wende im Jahr 1990 Partnerstadt.

Zlotow in Polen folgte ein Jahr später.

Almere soll vorerst keine offizielle Partnerstadt werden. Den freundschaftlichen Beziehungen tut das keinen Abbruch.

Von Markus Kniebeler

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