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Havelland Zu teuer: Turmfalkenstraße zurückgestellt
Lokales Havelland Zu teuer: Turmfalkenstraße zurückgestellt
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00:18 25.06.2017
Die einseitig bebaute Turmfalkenstraße. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Fernab des festgesetzten Kriterienkatalogs zum Anliegerstraßenbau in der Gartenstadt hat sich die Verwaltung jetzt mit Alternativen für die Falkenseer Turmfalkenstraße befasst. Ziel war die maximale Kostendämpfung, denn bei einer Gesamtlänge von 341 Metern hätten die neun Anwohner der einseitig bebauten Straße mit Kosten von bis zu 56 000 Euro pro 1000 Quadratmeter großem Grundstück rechnen müssen, sollte die Straße ausgebaut werden.

Keine befriedigende Lösung

„Selbst mit einer reduzierten Ausbaulänge von Rudolf-Breitscheidstraße bis Kuckuckswinkel lägen die Kosten immer noch bei rund 37 000 Euro. Auch die Reduzierung der Ausbaubreite und das Weglassen des Gehwegs konnte mit 42 000 Euro pro Anwohner nicht die erhoffte Kostensenkung erzielen“, so Bauamtsleiter Thomas Zylla (CDU) in einer Sondersitzung des Falkenseer Bauausschusses. Die günstigste Lösung – ein Ausbau in reduzierter Länge und Breite ohne Gehweg mit Einbahnstraßenlösung – könnte den Preis immerhin auf 26 100 Euro, mit Straßenbeleuchtung insgesamt 29 100 Euro drücken. „Weiter runter geht es nicht und der Kriterienkatalog wird hier ebenfalls nicht erfüllt. Als nächsten Schritt müsste man über die Haltbarkeit gehen, was ich jedoch nicht empfehlen kann“, so Zylla weiter. „Die Verwaltung hat im Fall der Turmfalkenstraße flexibel reagiert und alle Möglichkeiten abgewogen, dennoch sollte die Straße im nächsten Jahr nicht gebaut werden. Wir müssen weiter nach Lösungen suchen – irgendwann wird auch diese Straße ausgebaut, jedoch nicht zu diesem Preis“, so der Stadtverordnete Peter Kissing (SPD). Einstimmig sprach sich der Falkenseer Bauausschuss daher für die Verschiebung des Bauvorhabens aus.

Öffnung der Bachstelzenstraße

Weitere Diskussionen gab es zur benachbarten Bachstelzenstraße. Die Nordseite für den Autoverkehr öffnen oder nicht, kristallisierte sich als Frage des Abends heraus. Ganz zum Leidwesen der Anwohner, die sich gegen eine Öffnung und für eine Sachgassenlösung aussprachen und aus diesem Grund gleich ganz auf einen Fußweg verzichten wollen, rückte die Öffnung ihrer Straße immer stärker in den Fokus der Diskussion. „Ich finde es nicht richtig den Verkehr bewusst aus einer Straße heraus zu halten. Andere Straßen müssen das erhöhte Verkehrsaufkommen vor allem mit Hinblick auf die im Quartier geplante Kita schließlich auch abfangen“, so Renate Kiel (CDU).

Für die Öffnung und gleichzeitige Beruhigung der Straße durch verkehrsberuhigende Elemente sprach sich der Bauausschuss schließlich aus. Die Kosten für die Anwohner würden sich auf rund 13 800 Euro belaufen.

Von Laura Sander

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