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Havelland Zu viel Wasser am Nassen Dreieck befürchtet
Lokales Havelland Zu viel Wasser am Nassen Dreieck befürchtet
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17:32 10.04.2018
Thomas Schönberger und Irina Buche sehen die Bebauung des Nassen Dreiecks von Dallgow kritisch. Quelle: Marlies Schnaibel
Dallgow-Döberitz

Der Name sagt eigentlich schon alles: „Nasses Dreieck“. So heißt ein Dallgower Gebiet zwischen Wilmsstraße und Nauener Straße, auf dem bald Ein- und Familienhäuser errichtet werden sollen. Abgeholzt ist die Fläche schon. Einen gültigen Bebauungsplan gibt es auch. Aber mit dem wollen sich viele Anwohner nicht abfinden.

Anwohner treffen sich

Irina Buche und Thomas Schönberger gehören zu denen, die trotz des beschlossenen Planes nicht Ruhe geben wollen. Am Sonntag haben sich Anwohner der Nauener Straße und der Mittelstraße zusammengefunden, um ihren Protest zu bündeln.

„Wir wollen gar nicht das Wohngebiet verhindern“, sagt Irina Buche, aber: „Wir befürchten erhebliche Verschlechterungen, was die Grundwassersituation betrifft.“ Deshalb werben sie nach wie vor für Änderungen am Plan.

Zwei Einfahrten fürs neue Wohngebiet

Der Bebauungsplan D 11 ist ein Dallgower Uralt-Projekt. Seit 1996 wird an ihm herumgewerkelt. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde nun eine Änderungen zu D 11 beschlossen und ist in Kraft vertreten. Danach wird das Gebiet über zwei Straßen erschlossen: Einmal über die Wilmsstraße und einmal über die Nauener Straße.

Die Anwohner befürchten, dass durch die Bebauung der Graben an der Nauener Straße über Gebühr belastet wird. Das Wasserlauf geht in Richtung Westen und mündet in den Königsgraben.

Überflutungsgefahr kritisiert

„Eigentlich soll laut Bebauungsplan das Niederschlagswasser auf den Grundstücken versickert werden“, verweist Thomas Schönberger auf den Bebauungsplan. Aber die Anwohner befürchten angesichts der Versiegelung, dass Wasser in den ohnehin belasteten Graben gelangt, dass bei ihnen das Grundwasser steigt und die Keller volllaufen. Selbst eine Überflutungsgefahr wird bestehen. Zwar ist von einem Wall die Rede, der das Regenwasser auf dem Areal des Nassen Dreiecks halten soll, aber der ist nach Ansicht der Anwohner mit 20 Zentimetern Höhe zu flach. Diese Ansicht haben sie sich nicht ausgedacht, sondern durch intensives Studium der Unterlagen und Gutachten erarbeitet.

Brücke über Graben geplant

„Und dann soll noch eine zehn Meter breite Straße über den Graben gebaut werden? Soll sie wie eine Sprungschanze über den Wall führen oder ihn durchbrechen?“, wirft Irina Buche Fragen auf. Mit Blick auf die etwas verworrene Lage der Nauener Straße fragt sie außerdem, warum das neue Wohngebiet überhaupt über den Graben führen muss und nicht an den nördlichen Teil der Nauener Straße angeschlossen wird. Für sie die eindeutig bessere Lösung, auch mit Blick auf die Kita.

Irina Buche gehört zu denen, die sich bei der Abwägung zu dem Bauvorhaben sehr intensiv mit der Materie befasst haben. Sie haben sich durch geohydrologische Gutachten gekämpft, haben sich mit Abflussreserven und Ablassquerschnitten befasst, haben sich über Verwallung und Retentionsflächen schlaugemacht.

Sie wollen ihre Anliegen weiter vorbringen. Vielleicht können sie etwas erreichen. So sind ja ihre Hinweise zum Durchlass unter der Finkenkruger Straße nicht umsonst gewesen. Der soll nun doch umgebaut werden, damit das Wasser besser abfließt. Erst einmal wollen die Anwohner im Bauausschuss nachfragen. Der tagt im April wieder.

Von Marlies Schnaibel

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