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Zu viele Brummis im Revier

Anwohner klagen über viel Lkw-Verkehr Zu viele Brummis im Revier

Eigentlich dürften Anwohner im Heimstättenweg und in der Eigendorffstraße zu keiner Tageszeit etwas von Lkw-Lärm hören. Dort is die Durchfahrt alle verboten, die größer als ein Auto sind. Doch die Brummi-Fahrer machen sich anscheinend nicht viel aus dem Verbot: Etliche fahren trotzdem durch und belästigen die Anwohner.

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Lastwagen rauben vielen Anwohnern in Rathenow-Süd die Ruhe.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Seit Jahren gibt es kaum einen Rathenower Bauausschuss, in dem der Verkehr im Süden der Stadt nicht thematisiert wird. Vor allem die Anwohner von Heimstättenweg und Eigendorffstraße klagen über die gestiegene Verkehrsbelastung vor ihrer Haustür. Seit der Eröffnung der B 188-Umgehungsstraße seien die oben genannten Anliegerstraßen zu Durchfahrtsstraßen geworden, weil das die kürzeste Verbindung zwischen B 102 und Umgehungsstraße sei, so die Klage. Vor allem der Schwerlastverkehr stelle eine unzumutbare Belastung in dem Wohngebiet dar.

Diese Klagen veranlassten die Verkehrsbehörde des Landkreises, den Heimstättenweg und die Eigendorffstraße für den Schwerlastverkehr zu sperren. Entsprechende Verbotsschilder wurden an den Straßeneinfahrten installiert. Schon an der Einmündung des Grünauer Wegs weist eine Tafel die Lkw-Fahrer darauf hin, dass sie die genannten Straßen nicht passieren dürfen.

Offenbar hält sich nicht jeder an das Verbot. Im jüngsten Bauausschuss klagten Anwohner über regen Lkw-Verkehr in den beiden Verbindungsstraßen. Der dadurch verursachte Lärm sei schwer zu ertragen. Und außerdem leide die Fahrbahn unter der Belastung. Zum Beweis wurden Fotos gezeigt, die Risse in der Straßenoberfläche zeigen.

Im Rahmen der Ausschusssitzung kam die Rede auf ein anderes Ärgernis in der Südsiedlung. Dieses hängt ursächlich mit den geschilderten Problemen zusammen. Es geht um die Zunahme des Lkw-Verkehrs im Grünauer Weg. Seit der Sperrung von Eigendorffstraße und Heimstättenweg seien immer mehr Laster auf dem Grünauer Weg zu verzeichnen, klagten Anwohner. Dabei hätten diese dort nichts verloren. Offenbar ist es so, dass viele Lkw-Fahrer, die von der B 188-Unmgehungsstraße kommen, vom Navigationsgerät (fehl)geleitet in den Grünauer Weg einbiegen.

Die Skrupellosen ignorieren die Verbotsschilder am Heimstättenweg und an der Eigendorffstraße. Andere fahren geradeaus weiter den Grünauer Weg entlang Richtung Süden. Spätestens auf Höhe der Rheinstraße stellen sie fest, dass es keine Querverbindung mehr auf die B 102 gibt. Einige rumpeln geradeaus weiter über den unbefestigten Waldweg und den Knüppeldamm, um am Gewerbegebiet wieder auf die B 102 aufzufahren. Andere entschließen sich zu aufwändigen Wendemanövern und fahren den ganzen Grünauer Weg zurück zum Ausgangspunkt ihrer Irrfahrt. Unter diesen vollkommen sinnlosen Touren leide das gesamte Wohngebiet, so die Klage. Und der Appell an die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik, den Missstand zu beheben, folgte auf dem Fuße.

Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus versprach, das Anliegen der Anwohner bei der Verkehrsbehörde des Kreises nochmals zur Sprache zu bringen. Allerdings könne er nicht sagen, ob es dort eine Lösung für das Problem gebe. Und wenn ja, wie diese aussehen werde.

Von Markus Kniebeler

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