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Zu wenig Busse an Wochenenden

GVZ Wustermark Zu wenig Busse an Wochenenden

Das Güterverkehrszentrum Wustermark ist fast komplett vermarket. Aber einige Unternehmen klagen über Standortnachteile wie langsames Internet und eine unzureichende Busanbindung.

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Gastgeber des diesjährigen GVZ-Unternehmertages war die Firma Trafö.

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. Das Güterverkehrszentrum Wustermark ist eine Erfolgsgeschichte. Die verfügbaren Gewerbeflächen sind fast komplett verkauft, man denke schon intensiv darüber nach, wo zusätzliche Areale geschaffen werden können, sagte Wustemarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) beim GVZ-Unternehmertag am Mittwoch. Gastgeber in diesem Jahr war die Firma Trafö die erst kürzlich ihren Standort mit einer Millioneninvestition erweitert hat.

Doch so sehr sich die Gemeinde Wustermark und der Landkreis Havelland über die Entwicklung im Güterverkehrszentrum freuen, ein seit längerer Zeit bekanntes Problem ist bisher nicht ausreichend gelöst: die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr. „In der Woche klappen die Busverbindungen ganz gut, aber an den Wochenenden sieht es düster aus. Ich würde gern wissen, wer macht wann was, um das zu ändern“, sagte Oliver Winkler von der Panther Group. Das Unternehmen baut gerade eine neue Halle neben der GVZ-Einfahrt von der B 5 kommend. „Dort muss auch eine Haltestelle hin, wie natürlich die Routen der Busse innerhalb des GVZ neu festgelegt werden sollten, wenn sich Unternehmen wie dm oder die Schlau-Gruppe ansiedeln“, forderte Winkler. Er gab sich mit der Aussage von Kreisdezernent Jürgen Goulbier, der Kreis sei jetzt dabei, nach dem Nahverkehrskonzept für Falkensee und Umgebung ein weiteres für Teiles des Osthavellandes sowie die Region Rathenow und Umgebung zu erarbeiten, nicht zufrieden. „Wir müssen unsere Arbeitskräfte jetzt ins GVZ kriegen, nicht in ein oder zwei Jahren.“

In die gleiche Kerbe schlug Karsten Höhn, Lagerleiter der Netto Supermarkt GmbH am Standort Wustermark. „In diesem Jahr haben wir erstmals keinen Lehrling gefunden, weil die jungen Leute zu den Nachtschichten bei uns nicht mit dem Bus kommen können. Ebenso ältere Kollegen, die kein Auto haben.“ Wenn das so weitergehe, müsse man überlegen, Teile der Produktion an andere Standorte zu verlegen.

Bürgermeister Holger Schreiber schlug vor, sofort eine Bedarfsabfrage bei den Unternehmen im GVZ bezüglich der Buszeiten zu machen. Dazu soll ein Fragebogen erstellt werden, der dann an die Unternehmen geschickt wird. Kurzfristige Lösungen, wie zusätzliche Fahrten von Havelbus funktionieren nur, wenn sich die GVZ-Unternehmen finanziell beteiligen, so ähnlich, wie es im benachbarten GVZ Brieselang mit Amazon und Zalando gemacht wird.

Eine ganz andere Sorge plagt den Geschäftsführer der Offergeld Logistik GmbH Roberto Petzold.

Bei Offergeld-Logistik wartet man auf schnelles Internet

Bei Offergeld-Logistik wartet man auf schnelles Internet.

Quelle: Jens Wegener

Das Unternehmen sei breitbandabhängig und deshalb in großer Not: „Wir können nur eine Internet-Geschwindigkeit von 6 Mbit pro Sekunde nutzen. Das führt dazu, dass wir mit den anderen Standorten von Offergeld in Deutschland schon keinen Datenaustausch mehr machen können, weil die Übertragung so langsam geht.“

Grundsätzlich seien im GVZ Glasfaserkabel verlegt, die hohe Geschwindigkeiten zulassen, so Rüdiger Hage von der IPG, die das GVZ vermarktet. Bei einzelnen Unternehmen komme kein schnelles Internet an, was an den Verteilern der Telekom liege. Das müsse die Telekom lösen.

Von Jens Wegener

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