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Havelland Zu wenig Personal: keine freien Kitaplätze mehr
Lokales Havelland Zu wenig Personal: keine freien Kitaplätze mehr
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00:17 11.03.2017
Mit bunten Luftballons eröffneten die Elstaler Kinder 2015 den Anbau an der Kita „Sonnenschein“. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Wenn heute jemand ins Wustermarker Rathaus kommt, um nach einem Kita-Platz in der Gemeinde zu fragen, lautet die Antwort: „Wir sind voll“. So ungern das die Kitaplatz-Verantwortliche Birgit Kreideweiß auch sagen muss, es gibt im Moment keine freien Plätze in den vier kommunalen Kindertagesstätten und der evangelisch-freikirchlichen Kita in Elstal.

Das soll sich ab August/September ändern, wenn es bis dahin gelingt, weitere Erzieherinnen einzustellen. Denn es gibt in den Kitas entsprechend der möglichen Kapazitäten sehr wohl noch freie Plätze, aber nicht genug Personal. „Für vier neue Stellen haben wir bereits Leute gefunden, die Verträge beginnen im Februar, April und August“, so Scholz-Krusemark. Die Gemeinde suche trotzdem noch weitere Erzieherinnen, am nötigen Eigenanteil Wustermarks werde es nicht scheitern. Allerdings wird es immer schwerer, Fachpersonal zu finden, weil das überall in Boomgemeinden wie Wustermark gesucht wird.

Die Zahlen der Kitas in Wustermark

Kita „Zwergenburg“ in Priort: Krippe 9 Plätze, Kita 21 – alle belegt.

Kita „Sonnenschein“ in Elstal: Krippe 59, Kita 83 – 14 offene Plätze wegen fehlenden Personals.

Kita „Spatzennest“ Wustermark: Krippe 39, Kita 61, Hort 150 – 16 offene Plätze wegen fehlenden Personals.

Kita „Kiefernwichtel“ Elstal: Krippe 26, Kita 56 – voll belegt.

Evangelisch-freikirchliche Kita „Kinderland“ in Elstal : Krippe 5, Kita 46 – voll belegt

589 Kinder werden derzeit in den fünf Wustermarker Kitas betreut: 172 in einer Krippe, 267 im Kindergarten und 150 im Hort. Dazu kommen 34 Mädchen und Jungen bei Tagesmüttern. Schon jetzt ist es so, dass nicht alle Eltern ihr Kind in der Wunsch-Kita unterbringen können, aber „das hängt auch vom jeweiligen Konzept der Kita ab“, erklärt Andrea Scholz-Krusemark. Manche Einrichtungen bevorzugen altershomogene Gruppen, manche offene Gruppen, was sich auf den Betreuungsschlüssel auswirke. „Wir versuchen eine größtmögliche Transparenz gegenüber den Eltern zu erreichen, ihnen das zu erklären“, so die Kita-Verantwortliche.

Sicher ist in jedem Fall, dass es in Wustermark schon in absehbarer Zeit Zuzüge von Eltern mit Kindern in Größenordnungen geben wird. Allein die sich bereits im Bau befindliche Heidesiedlung in Elstal mit 300 Wohnungen oder das Wohnprojekt im Olympischen Dorf in Elstal ab 2018 lassen die Einwohnerzahl von 9000 jetzt auch 11000 bis 12000 in einigen Jahren steigen. „Wir müssen und werden uns in Zukunft mit dem Thema Kinderbetreuung weiter beschäftigen“, verspricht Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Akute Engpässe sehe er aber nicht. Denn: „Wenn der Erweiterungsbau der Grundschule mit dem Hortbereich im September 2018 fertig sein wird, ziehen die 150 Hortkinder von der Kita Spatzennest in Wustermark dorthin um. Dann haben wir in der Kita nach den Zu- und Abgängen unterm Strich wieder etwa 80 Plätze frei.“

Außerdem kommt eine neue Kita im Olympischen Dorf hinzu, die von Investoren gebaut wird. Allerdings erst im zweiten Bauabschnitt, für den es noch keinen genauen Baubeginn-Termin gibt.

Von Jens Wegener

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