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Zu wenig Schulanfänger in Milow

Schulentwicklung Milower Land Zu wenig Schulanfänger in Milow

Die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Milower Land sind sich einig: Auch im nächsten Jahr sollen Mädchen und Jungen in Milow eingeschult werden. Da die erforderliche Klassenstärke von 15 Schülern aller Voraussicht nach nicht erreicht werden kann, muss eine alternative Lösung her. Mit einer Empfehlung wendet sich der Ausschuss nun an den Schulrat.

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In der Kleinen Grundschule in Großwudicke lernen Schüler der ersten und zweiten Klasse bereits gemeinsam.

Quelle: Bernd Geske

Milower Land. Die beiden Grundschulen im Milower Land zu einer Schule mit zwei Standorten zusammenzulegen, daraus wird nichts. Das Bildungsministerium hatte diesen Wunsch der Verwaltung abgelehnt, mit der Begründung, dass das Schulgesetz eine solche Lösung nicht hergibt. Eine geplante Gesetzesänderung, die den Wunsch der Milower möglich machen könnte, kommt – wenn überhaupt – zu spät. Denn schon im nächsten Jahr reichen die Zahlen der Einschüler nicht aus, um in der Milower Inge-Sielmann- Grundschule eine Regelklasse mit mindestens 15 Schülern zu bilden. Derzeit geht die Verwaltung von zehn Erstklässlern für 2017 aus. Um diesen Schülern weite Wege zu ersparen, wird nun eine Jahrgangsmischung angestrebt. Darüber haben sich die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Milower Land in ihrer Sitzung am Mittwochabend verständigt.

„Mit einer Jahrgangsmischung haben wir in Großwudicke gute Erfahrungen gemacht“, sagt Bürgermeister Felix Menzel, der selbst erst skeptisch gegenüber diesem Konzept war. Auch Anke Engeleiter, die seit zehn Jahren die Kleine Grundschule in Großwudicke leitet und Mitglied im Sozialausschusses der Gemeinde Milower Land ist, spricht sich für die Idee aus: „In Großwudicke haben wir inzwischen wieder so viele Schüler, dass wir nicht mischen müssten, wir machen es aber trotzdem, weil sich dieses Konzept bewährt hat.“

Interesse am Großwudicker Erfolgskonzept

Die Schule arbeitet so erfolgreich, dass Anke Engeleiter inzwischen schon Fortbildungen in anderen Bundesländern gibt. Sie weiß aber auch, „eine gutgemachte Jahrgangsmischung braucht ein gutes Konzept“. Und darüber muss nun dringend nachgedacht werden. In der Sitzung am Mittwoch einigten sich die Mitglieder einstimmig darauf, dem Schulrat schriftlich die Jahrgangsmischung für Milower Grundschule zu empfehlen. Ein Schritt, den auch Menzel befürwortet. Wichtig ist ihm, dass die bewährten Konzepte an beiden Schulen dennoch fortgeführt werden.

Großwudicke soll also weiterhin eine Kleine Grundschule bleiben – hier gilt die Auflage mindestens 15 Schüler für zwei Jahrgänge. Und Milow soll auch künftig als Verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) geführt werden, dann aber mit Jahrgangsmischung. Und noch etwas betonte der Bürgermeister am Mittwoch: „Wir wollen keine Panik verbreiten. Es ist nicht so, dass der Grundschulstandort Milow in Gefahr ist.“

In Großwudicke bleiben die Zahlen laut Menzel der Schulform angemessen mittelfristig stabil. Das Problem hier ist ein ganz anderes. Kita und Hort sind voll ausgelastet, so dass zum neuen Schuljahr ab der vierten Klasse eine Alternative zum Hort angeboten wird. Im Osthavelland sei das Konzept „Hausaufgaben und mehr“ bereits recht verbreitet. Das wolle man ab dem nächsten Schuljahr auch in Großwudicke anbieten.

Von Christin Schmidt

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