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Havelland Züchter zeigen seltene Huhnrasse
Lokales Havelland Züchter zeigen seltene Huhnrasse
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00:35 13.08.2015
Zuchtwart Andree Walther begutachtet mit Fred Krakowski Cochins. Quelle: Norbert Stein
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Stölln

„Küki“ ist schön und hat die Chance zum tierischen Model. Das stattliche Huhn der Rasse Cochin von Züchter Bernd Dahlmann hat sogar schon vor Fernsehkameras posiert. Vor allem aber zieht „Küki“ in einer Voliere die Blicke und das Interesse der Besucher der Bundesgartenschau auf sich, die in Stölln die Straße am Gollenberg hinaufgehen zum Fliegerpark. „Getauft“ hat Bernd Dahlmann die Cochindame auf den Namen „Küki“, in Anlehnung an ein Huhn in Ilse von Bredows (1927- 2014) Buchs „Kartoffeln mit Stippe“.

Die Cochins sind robuste Hühner. Quelle: Norbert Stein

Bernd Dahlmann züchtet seit 1990 Cochins, von denen er derzeit rund 40 Exemplare in seinen Volieren hat. Weil die Hühnerrasse in Deutschland selten geworden ist, gründete er gemeinsam mit 12 Züchtern im Frühjahr 2014 den Havelländer Cochin Club. Heute hat der Club deutschlandweit 18 Vereinsmitglieder. Clubvorsitzender ist Bernd Dahlmann.

Cochin ist eine alte Haushuhnrasse aus Asien, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht wurde und wegen ihrer Gefiederung und ihres starken Körperbaus. Diese Rasse unterschied sich stark von traditionellen europäischen Rassen und fand bei Züchtern schnell Begeisterung. Die britische Queen Victoria war in der westlichen Welt eine der ersten Halterinnen von Cochins und hat wesentlich zum Bekanntwerden der Rasse in Europa beigetragen.

Der Vorsitzende des Havelländer Cochin Clubs züchtet sei 1990 die selten gewordene Haushuhnrasse. Quelle: Norbert Stein

Die Buga in Stölln nutzte der Club am Sonntag für seine erste öffentliche Vereinsschau. Auf einer Wiese unter schattigen Bäumen zeigten sieben Züchter insgesamt 60 Cochins. Zu den Ausstellern gehörte auch Uwe Kahle, das derzeit erfolgreichste Havelländer Clubmitglied. Der Züchter aus Treuenbrietzen ist amtierender dreifacher Europameister mit Cochins verschiedener Farbschläge.

Ähnlich gut abschneiden möchte Kahle mit seinen Cochins im Herbst, bei den kommenden Europameisterschaften in Frankreich. Auswählen wird er dafür seine besten Tiere. 250 Cochins insgesamt hat Kahle derzeit im Stall oder in Freiluftvolieren. Eier von Hennen besorgt und Jungtiere zur Zucht eingetauscht, haben bei ihm mehrere Clubmitglieder. Darunter war auch Bernd Dahlmann. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, sagt der Clubvorsitzende auf der Ausstellungswiese vor einer Voliere, in der Andre Walther am Beispiel von Fred Krakowski aus Semlin seine Cochin-Merkmale für eine gute Zucht erläutert. Walther ist Zuchtwart und ebenfalls Mitglied im Havelländer Cochin Club.

Cochins, die vom Mitgliedern des Havelländer Clubs in vier Farbschlägen (schwarz, gelb, schwarz-weiß, gesperbert) gezüchtet werden, sind zahm, wirken behäbig und haben eine bis zu den Krallen reichende Befiederung. Hennen wiegen zwischen drei und fünf Kilogramm. „Hähne können bis sieben Kilogramm auf die Wage bringen“, erklärt Dahlmann. Daher haben Cochins einen regen Appetit und können neben Eiweißfutter auch reichlich Kartoffeln, Grünes und Körner verputzen. Hennen legen im Jahr etwa 120 Eier.

Am 17. und 18. Oktober hat der Havelländer Club in Stölln sein Jahrestreffen, verbunden mit einer Cochinschau aller im Club organisierten Züchter.

Von Norbert Stein

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