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Zufrieden leben, ruhig wohnen: So ist Döberitz

Ein Rundgang mit dem Ortsvorsteher Zufrieden leben, ruhig wohnen: So ist Döberitz

Das Vereinsleben ist intakt, die Menschen leben gerne hier. Die Infrastruktur passt und es gibt eine moderne Kita – Döberitz ist ein Dorf im Havelland auf halber Strecke zwischen Brandenburg an der Havel und Rathenow, in dem es sich wirklich gut leben lässt. Die MAZ ist mit Ortsvorsteher Jürgen Mulsow durch den Ort gegangen.

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Jürgen Mulsow ist Ortsvorsteher von Döberitz.

Quelle: Norbert Stein

Döberitz. Jürgen Mulsow muss nicht überlegen. „Ruhe und Sauberkeit im Dorf“, nennt er als Gründe für gute Döberitzer Lebensqualität. Der Mann muss es wissen, schließlich hat er die kommunalen Geschicke in dem 830 Einwohner zählenden Ortsteil von Premnitz in den letzten 25 Jahren wesentlich geprägt.

Nach der politischen Wende war Jürgen Mulsow in der damals noch selbstständigen Gemeinde Bürgermeister. Seit 2003 ist Döberitz ein Ortsteil von Premnitz und Mulsow ist Ortsvorsteher in dem Dorf mit reichlich Geschichte. Döberitz ist mit seinem 1226 erstmals erwähnten Ortsteil Gapel die ältestes Siedlung im Umland von Premnitz. Das Dorf war ursprünglich eine wendische Siedlung, dessen ehemalige Anlage in Hufeisenform heute teilweise noch erkennbar ist. Über Generationen waren Landwirtschaft, Fischerei und Schifffahrt für die Einwohner Haupterwerbsquellen.

Aufschwung mit Ziegeleien

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Ziegeleien. Das industrielle Zeitalter begann für Döberitz vor gut 100 Jahren mit dem Bau eines Rüstungswerkes, aus dem sich später die Chemieindustrie entwickelte. Handwerk und Gewerbe kamen dazu und gehören heute noch teilweise oder in neuer Form zum wirtschaftlichen Leben im Dorf.

Einiges hat sich mit der Zeit gewandelt. Wo einst Brot und Brötchen gebacken wurden ist heute der Dorfkrug. Die Landwirtschaft spielt im dörflichen Leben keine Rolle mehr. Döberitz ist heute vor allem ein Wohnort. „Leer stehende Häuser gibt es im Dorf nicht.“, sagt der Ortsvorsteher. Die Straßen sind in Ordnung und die Plätze gepflegt.

Um die Sanierung des Döberitzer Kirchendaches kümmert sich ein Förderverein

Um die Sanierung des Döberitzer Kirchendaches kümmert sich ein Förderverein.

Quelle: Dirk Froehlich

Was wesentlich zu machen war, haben die Döberitzer in den ersten 15 Jahren nach der Wende erledigt. 1998 wurde ein neues Gemeindezentrum gebaut. Das Gemeindehaus ist der gesellschaftliche Treffpunkt im Dorf. Genutzt wird das Gebäude vom Ortsbeirat, dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt und für gesellige Veranstaltungen. Auch die Kita „Havelspatzen“ ist modern eingerichtet und mit Kindern gut ausgelastet. Anfang der 2000er Jahre wurde die Kita umfassend saniert . Entstanden ist damit ein fast neue Einrichtung. Das Vorhaben finanziell abzusichern, bereitete den Kommunalpolitikern damals großes Kopfzerbrechen.

Hier gehts lang

Hier gehts lang: Der Ortseingang von Döberitz.

Quelle: Dirk Froehlich

Noch einen Einkaufsmarkt im eigenen Dorf zu haben ist nicht nur für die älteren Einwohner wichtig. Der Markt ist nicht nur ein Ort zum Einkaufen. Hier treffen sich viele Einwohner, reden miteinander und tauschen Neuigkeiten aus. Oder wie Jürgen Mulsow sagt: „Das ist es fast so wie früher im Konsum“.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt im Dorf ist dem Ortsvorsteher wichtig. Und dieser Zusammenhalt stimmt in Döberitz. Dafür sorgen vor allem die Vereine. Wie in vielen anderen Orten ist auch in Döberitz dafür die örtliche Feuerwehr die Basis. 22 aktive Mitglieder hat die Ortsfeuerwehr Döberitz. Zur Gewährleistung ihrer Einsatzbereitschaft hat die Wehr 2014 von der Stadt Premnitz für 125 000 Euro ein neues Einsatzfahrzeug bekommen.

Immer im Einsatz – nicht nur im Notfall

Einsatzbereitschaft beweisen die Döberitzer Feuerwehrleute aber auch bei der Organisation von Festen, Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen. Gut findet der Ortsvorsteher die Gründung eines Fördervereins zum den Erhalt der Döberitzer Kirche. Der Förderverein organisiert kulturelle Veranstaltungen und engagiert sich um Fördermittel für die dingend notwendige Sanierung des Kirchendaches.

Von Norbert Stein

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