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Zugstillstand nach Wildunfall

Havelländer Reisende saßen stundenlang fest Zugstillstand nach Wildunfall

Ein Reh auf den Gleisen bei Wustermark sorgte für stundenlange Verspätungen am Montagabend. Bei dem Wildunfall wurde die Lok des ICE von München nach Berlin beschädigt, erst drei Stunden später ging es für die Reisenden weiter.

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Quelle: imago stock&people

Wustermark. Ein Reh auf den Gleisen sorgte am Montagabend für einen mehrstündigen Zugstillstand, von dem hunderte Menschen betroffen waren. Der Wildunfall hatte sich gegen 17.25 Uhr bei Wustermark auf der Strecke des ICE 609 ereignet. Der Zug befand sich auf der Fahrt von München nach Berlin und war mit etwa 400 Reisenden besetzt, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Verletzt wurde von den Reisenden niemand, allerdings kamen auf sie sowie auf Reisende der Gegenrichtung lange Verzögerungen zu.

„Bei dem Unfall war an der Lok die Bugklappe beschädigt worden“, erklärte der Pressesprecher. Um weitere Gefährdungen auszuschließen, mussten das Gleis und das Gegengleis gesperrt werden, hier wurde nach verstreuten Teilen der Lok gesucht. „Zum Teil erschwerte starker Nebel die Arbeiten“, sagte Ahlert. Der Fernverkehr wurde über Stendal und Magdeburg umgeleitet. Für die Reisenden im ICE 690 war ursprünglich geplant gewesen, sie zu evakuieren und mit Bussen und dem ICE 598 nach Berlin zu bringen. Da es jedoch gelang, die Lok zu reparieren, konnte der Unfallzug aus eigener Kraft das Ziel der Reise erreichen. „Allerdings mit verminderter Geschwindigkeit“, erklärte der Pressesprecher. Um 19.45 Uhr konnte das Gegengleis freigegeben werden, um 20.30 Uhr konnten der IC 598 und zehn Minuten später der IC 690 ihre Fahrt wieder aufnehmen. Die beschädigte Lokomotive wird jetzt in der Werkstatt überholt.

Für die Reisenden des Regionalverkehrs verlief die Reise weniger komfortabel als für die IC-Fahrgäste. Von Wustermark bis Buschow im Westhavelland war für sie nach dem Unfall Schienenersatzverkehr ausgewiesen. „Viel zu wenig Busse für die fast 400 Wartenden“, schilderte die Rathenowerin Elke Krüger die Situation. Auch nach zwei Stunden Warten fand sich keine Möglichkeit eines Schienenersatzverkehres, einige Reisende organisierten schließlich entnervt private Abholedienste.

Bahnsprecher Burkhard Ahlert bedauert die Unannehmlichkeiten vom Montagabend , in der Kürze der Zeit sei es nicht möglich gewesen, einen flächendeckenden Schienenersatzverkehr zu organisieren.

Von Marlies Schnaibel

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