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Zugunfall: Ursache noch 14 Tage lang unklar

Bahnunfall in Wustermark/ Elstal Zugunfall: Ursache noch 14 Tage lang unklar

Noch immer ist die Ursache für den schweren Zugunfall am Montagabend am Rangierbahnhof Elstal (Havelland) unklar. Bei dem Unfall ist ein mit 500 Menschen besetzter Regionalexpress der Odeg von einer Lok gerammt worden. Im Anschluss starb ein Mann. Mit Ergebnissen wird erst in 14 Tagen gerechnet.

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Der beschädigte Odeg-Zug.
 

Quelle: Julian Stähle

Elstal/Falkensee. Das Eisenbahnbundesamt ist in die Untersuchungen zur Ursache des Bahnunfalls vom Montagabend im Bereich des Rangierbahnhofes in Elstal (Havelland) einbezogen worden. Das sagte Torsten Peters von der Bundespolizei in Berlin am Mittwoch. Die Ergebnisse werden in etwa 14 Tagen erwartet. 

Der Regionalexpress der Linie RE 2 befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf einer Umleitungsstrecke.

  

Unfall auf dem Rangierbahnhof Elstal

Unfall auf dem Rangierbahnhof Elstal.

Quelle: Julian Stähle

Rangierlok rammt Regionalexpress der Odeg

Auf einem Gleis der Deutschen Bahn war am Montag gegen 17 Uhr eine Rangierlok der privaten Rurtalbahn Cargo GmbH seitlich in einen Regionalexpresszug der Odeg gefahren. Glücklicherweise entstand dabei nur ein Sachschaden. Der Odeg-Zug ist auf einer Länge von etwa 60 Metern beschädigt worden. Die etwa 500 Fahrgäste des Personenzuges wurden mit Bussen in Richtung Nauen und weiter bis nach Wittenberge (Prignitz) gebracht.

Der Odeg-Zug wurde auf 60 Metern beschädigt

Der Odeg-Zug wurde auf 60 Metern beschädigt.

Quelle: Julian Stähle

Mann bricht bei Evakuierung zusammen und stirbt

In Folge der Evakuierung des Zuges mussten die Fahrgäste zunächst über Gleise und dann über die Fußgängerbrücke in Elstal in Richtung Parkplatz gehen. Dabei kam ein 62-jähriger Mann aus dem Land Brandenburg ums Leben. Er war plötzlich zusammengebrochen. Passanten verständigten den Notarzt, so die Polizei. Der Mann hatte wahrscheinlich gesundheitliche Probleme. Weil die Ärztin am Abend vor Ort nicht definitiv feststellen konnte, ob der Mann eines natürlichen Todes gestorben ist, leitete die Polizei ein Todesermittlungsverfahren ein.

RE war wegen Unfall in Finkenkrug umgeleitet

Der Odeg-Zug der Regionalexpresslinie RE 2 befand sich am Montagabend nicht auf seiner Stammstrecke. Er wurde umgeleitet. Denn auf der eigentlichen Strecke (Berlin-Falkensee-Nauen-Friesack-Wismar) war zuvor im Bahnhof Finkenkrug ein Mann vor einen durchfahrenden Regionalzug gesprungen, der in Richtung Berlin fuhr. Nach diesem tödlichen Unfall, der sich gegen 16.30 Uhr ereignet hatte, war die Strecke beidseitig gesperrt. Züge des Fernverkehrs und der Regionalexpresslinie RE 2 wurden bis in den Abend über Wustermark umgeleitet – so auch der, der dann mit der Lok zusammenstieß.

Unfallursache noch unklar

Warum die Rangierlok auf dem Elstaler Bahngelände mit dem auf dem Hauptgleis durchfahrenden Odeg-Zug kollidierte, ist derzeit untersucht. „Ich kann nur sagen, dass unser Zug grünes Licht und damit die Erlaubnis zur Durchfahrt hatte“, so Jörg Kiehn von der Odeg am Montag. Die Lok stammt von der Rurtalbahn Cargo. Wolfgang Pötter, einer der Geschäftsführer dieses Unternehmens, sagte am Dienstag der MAZ, die Rurtalbahn habe in Elstal den Zug eines Geschäftspartners übernehmen wollen. Dazu seien wie üblich Rangierarbeiten notwendig gewesen, so Pötter.

 Nach MAZ-Informationen von Bahnfachleuten gibt es zwei mögliche Ursachen für den Unfall: einen technischen Defekt oder menschliches Versagen, was bedeutet, dass ein Signal übersehen wurde oder falsch gestellt war.

Berufs- und Abendverkehr massiv behindert

Im Berufs- und Abendverkehr sorgten die beiden Unfälle auf den Gleisen am Montag für massive Behinderungen. Regionalbahnen wurden umgeleitet oder fielen aus. Die Falkenseer Feuerwehr war an der ersten Unglücksstelle in Finkenkrug im Einsatz gewesen. Die etwa 50 Reisenden aus dem Regionalexpress, der dort gestoppt wurde, konnten in Busse umsteigen. Laut Bahnsprecher Burkhard Ahlert lief der Zugverkehr auf der Strecke Berlin-Falkensee-Nauen-Friesack-Wismar gegen 19.30 Uhr wieder normal.

Von Jens Wegener

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