Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Zukunft der MS Sonnenschein bleibt ungewiss
Lokales Havelland Zukunft der MS Sonnenschein bleibt ungewiss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 18.08.2017
Die MS Sonnenschein am Grützer Anleger. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Auf der MS Sonnenschein kann ab heute gegessen und getrunken werden. Claudia Mund, Inhaberin der Marina Grütz und seit dem Frühjahr Eignerin des legendären Rathenower Ausflugsschiffes, hat mitgeteilt, dass ab Mittag der Gastronomiebetrieb aufgenommen werde. Zwar fehlt dem fast 100 Jahre alten Schiff die Erlaubnis für den Fahrgastbetrieb. Aber auf den Decks der in Grütz vor Anker liegenden Sonnenschein darf fortan nach Herzenslust gegessen und getrunken werden.

Das ist die gute Nachricht. Doch eine schlechte gibt es auch. Eine dauerhafte Nutzung des Schiffs als Restaurant/Café wird es voraussichtlich nicht geben. Für einen Betrieb, der länger als drei Monate dauert, ist ein Bebauungsplan erforderlich. Das habe man ihr im Rathenower Bauamt mitgeteilt, sagt Claudia Mund. „Als ich das gehört habe, bin ich aus allen Wolken gefallen“, sagt die Eignerin, die das Schiff im Frühjahr vor der Verschrottung gerettet hatte. „Die Steganlage gehört mir und ist genehmigt. Neu gebaut wird nichts. Warum dann ein B-Plan?“

Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus weiß die Antwort. Bei dem Schiff, wenn es denn dauerhaft in Grütz liegen bleiben soll, handele es sich um ein Bauwerk im Außenbereich. Und ein solches sei genehmigungspflichtig. Ohne B-Plan sei da nichts zu machen.

Claudia Mund hat einen entsprechenden Antrag mittlerweile wieder zurückgezogen. Ein B-Plan-Verfahren dauert mindestens ein Jahr, es kostet richtig Geld und der Ausgang ist ungewiss. „Das kann ich nicht leisten“, sagt die Geschäftsfrau, die seit dem Frühjahr 2015 Inhaberin der Marina Grütz ist.

Die „Sonnenschein“ hatte sie erworben, um das gastronomische Angebot der Marina – an Land gibt es bereits ein Restaurant – zu erweitern. Das Schiff sollte am Grützer Anleger fest verankert werden, um Gäste auf den beiden Decks mit dem schönen Ausblick auf die Havellandschaft zu bewirten.

Nun, bis zum Ende dieser Saison wird das möglich sein, weil die B-Plan-Auflage erst greift, wenn das Schiff länger als drei Monate liegt. Was im nächsten Jahr passiert, das weiß Claudia Mund allerdings nicht. Natürlich würde sie das Schiff gerne länger nutzen als drei Monate. Eigentlich hat auch niemand etwas dagegen.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat gegen die Pläne keine Einwände, und auch das Gesundheitsamt hat grünes Licht gegeben. Wenn da die Sache mit dem Bebauungsplan nicht wäre. „Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie ich aus dieser Zwickmühle rauskomme“, sagt Claudia Mund. Die MAZ nimmt Vorschläge gerne entgegen.

Von Markus Kniebeler

In Falkensee und Rathenow (Havelland) bietet der Internationale Bund (IB) ab sofort im Auftrag des Landkreises eine Fachberatung für die Flüchtlinge an, deren Anerkennungsverfahren noch läuft. Betroffen sind etwa 1000 Personen im Havelland – sie alle eint, dass ihr Anerkennungsverfahren aktuell noch nicht entschieden ist.

18.08.2017

Die Stadt Premnitz verliert Einwohner – das ist nicht neu. Aber Mögelin wächst. Von 896 auf 1354 Einwohner in 16 Jahren – Ortsvorsteher Andreas Hille freut sich: „Das spricht für die Attraktivität des Dorfes“, sagt er.

18.08.2017

Seine Kommentare sind Legende, er selbst ist es auch. Mit Christian Görke (Die Linke) hatte sich der bekannte Sportjournalist Dirk Thiele im Alten Hafen in Rathenow getroffen – und Reporterlegende Thiele hatte so manche Überraschung und Anekdote aus einer langen Karriere im Gepäck.

18.08.2017
Anzeige