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Zukunft von Sauna und Fitness ist ungewiss

Premnitz Zukunft von Sauna und Fitness ist ungewiss

Das Unternehmen Family Fitness als Betreiber des Bereiches Sauna und Fitness am Freibad Premnitz hat seinen Vertrag zum Jahresende gekündigt. Deshalb tagt der Ausschuss für Soziales und Finanzen am Dienstag ab 17 Uhr dort. Es soll nach einer Lösung gesucht werden, wie der Bereich weiter betrieben werden kann.

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Es könnte sein, dass der Bereich Sauna-Fitness am Freibad zum Jahresende geschlossen wird.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Es hat einen eher unangenehmen Grund, dass der Premnitzer Ausschuss für Soziales und Finanzen am Dienstag ab 17 Uhr bei Family Fitness am Freibad tagt. Gegenwärtig sieht es ganz danach aus, als würde es den Bereich Sauna-Fitness dort ab Anfang Januar nicht mehr geben. Der Betreiber Family Fitness hat seinen Vertrag zum Jahresende gekündigt. Die Immobilie gehört der Stadt, wegen anhaltender finanzieller Fehlbeträge in früheren Jahren hatte sie das Betreiben des Bereiches Sauna-Fitness 2012 ausgeschrieben und zum Januar 2013 an Family Fitness übertragen. Dieses Unternehmen, das in Rathenow an der Milower Landstraße seinen Stammsitz hat, gibt nun sein zweites Standbein in Premnitz wieder auf. Dessen Geschäftsführer André Niezijewski ist für Dienstagabend eingeladen, um den Ausschussmitgliedern über den Bereich Sauna-Fitness zu berichten.

Die Saunafreunde haben einen Brief an den Bürgermeister geschrieben

Seit vielen Jahren schon gibt es in der Einrichtung am Freibad, früher als Fit-Point bekannt, eine enge Gemeinschaft von Saunafreunden. Deren Vorsitzender Günter Beckmann hat vor einiger Zeit an den Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) geschrieben und der Forderung Ausdruck verliehen, dass die Stadt den Sauna-Fitness-Bereich erhalten soll. 170 Unterschriften waren dem Brief beigefügt worden.

Ralf Tebling hat Günter Beckmann schriftlich geantwortet und gegenüber dieser Zeitung dargelegt, was es aus seiner Sicht zum Thema zu sagen gibt. Der Indoor-Bereich sei ordentlich und fristgemäß zum Jahresende durch den jetzigen Betreiber gekündigt worden, teilt er mit. Selbst das Angebot der Stadt, ihm die jetzige monatliche Miete von 800 Euro künftig zu erlassen, habe ihn nicht dazu bewegen können, die Einrichtung fortzuführen. Daraufhin habe die Stadt das Betreiben des Bereiches öffentlich ausgeschrieben, doch das habe nicht zu einem Erfolg geführt. „Das heißt, es gibt derzeit niemanden“, hat Ralf Tebling geschrieben, „der die Sauna und den Fitnessbereich betreiben möchte.“

Eine Finanzierungslücke von 30 000 Euro im Jahr wäre zu schließen

Für eine wirtschaftliche Betreibung der Einrichtung sei ein monatlicher Umsatz von mindestens 3 000 Euro erforderlich, teilt der Bürgermeister mit. Zudem sei in den letzten Jahren im Saunabereich ein Investitionsbedarf in Höhe eines sechsstelligen Betrages aufgelaufen. Es gibt offenbar den gegenwärtig zu nichts verpflichtenden Gedanken, dass eine städtische Gesellschaft – hier die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) – möglicherweise das Betreiben übernehmen könnte. Eben die AFP hatte vor einigen Jahren der Stadt Premnitz schon einmal geholfen, als sie zusammen mit dem Verein Naturbad Premnitz das Betreiben des ebenfalls stark defizitären Freibades übernahm. Bei einem Betreiben des Indoor-Bereiches durch die AFP, erklärt Ralf Tebling, wäre „eine Finanzierungslücke von mindestens 30 000 Euro jährlich“ durch die Stadt zu schließen. Derzeit sei die Art und Weise der künftigen Nutzung völlig offen.

Ihm sei bewusst, betont der Bürgermeister, dass die ungeklärte Zukunft für die Premnitzer Fitness- und Saunafreunde ein herber Rückschlag sei. Er wolle aber trotzdem in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Stadt den Betrieb des Freibades in den letzten Jahren mit erheblichen Summen unterstützt hat. Allein für 2015 seien es 120 000 Euro gewesen. Er hat Günter Beckmann für Dienstagabend zur Ausschusssitzung eingeladen, um die Angelegenheit zu erörtern. Man werde ihm auch die Gelegenheit geben, dort sein Anliegen vorzutragen.

André Niezijewski von Family Fitness: „Es ist das Finanzielle, leider“

„Der Hauptgrund für unsere Kündigung“, erklärt Family-Fitness-Chef André Niezijewski, „ist das Finanzielle, leider.“ Er hatte geplant, die Sauna neu zu gestalten. Doch nachdem er mit Fachleuten mögliche Projekte besprochen habe, habe sich gezeigt, dass sich die Kosten über den Saunabetrieb nicht refinanzieren lassen würden. Die Kalkulation habe ergeben, dass der Standort Premnitz für Family Fitness nicht zu halten sei. Die Entscheidung, den Vertrag zu kündigen, sei ihm nicht leicht gefallen.

Von Bernd Geske

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