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Zum Abschied ein lautes Servus

Rathenow Zum Abschied ein lautes Servus

Ursula Lorenz ist ein Handball-Urgestein in der Kreisstadt Rathenow. Jetzt wurde sie offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Anlass war das Traditionstreffen der Rathenower Handballerinnen.

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Ursula Lorenz (vorne Mitte) im Kreis der Traditionsmannschaften.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Im Jahr 1988 trafen sich erstmals aktive und ehemalige Handballerinnen der BSG Motor Rathenow. Diesem ersten Traditionstreffen ehemaliger Spielerinnen folgten bis zum Jahr 2010 drei weitere. Nach sieben Jahren kamen auch dieses Mal wieder ehemalige Handballerinnen zu ihrem 5. Traditionstreffen in die Sporthalle der Bürgel-Gesamtschule.

Von Anfang an dabei

Als am 28. April 1950 der Sportverein Motor Rathenow gegründet wurde, gehörte Handball zu den ersten Sektionen der Betriebssportgemeinschaft der Rathenower Optischen Werke. Schon ab Herbst des Gründungsjahres spielte eine Frauenmannschaft in der Kreisliga. Ein Jahr später erfolgte der Aufstieg in die Bezirksklasse. Die schwierigen Trainingsbedingungen hatten zur Folge, dass der Spielbetrieb 1958 eingestellt wurde. 1963 wechselten Leichtathleten, wie Motor-Gründungsmitglied Günter Stöckmann und Norbert Behrend zum Handball und belebten den Spielbetrieb wieder. Beide fungierten zum 5. Traditionstreffen als Schiedsrichter des Turniers.

Auch Optikpark-Maskottchen Havi war dabei

Auch Optikpark-Maskottchen Havi war dabei

Quelle: Uwe Hoffmann

Mit der Fertigstellung der Turnhallen der Erich-Weinert-Oberschule und der Bruno-H.-Bürgel-Schule 1971 und 1975 verbesserten sich schlagartig die Trainingsbedingungen des Hallenhandballs. Von 1971 bis 1980 spielten drei Frauenmannschaften. 1980 bis 1989 spielten die Frauen in der Bezirksklasse, in der Saison 1989/1990 in der Bezirksliga und wurden Drittplatzierter sowie Vize-Bezirkspokalsieger. Zu den größten sportlichen Erfolgen gehörten 1978/1979 Silber- und Bronzemedaillen der weiblichen Jugendmannschaften bei Kinder- und Jugendspartakiade und den Bezirksmeisterschaften.

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Beim Traditionstreffen der Handballer in Rathenow wurde Ursula Lorenz verabschiedet. Sie leitete bis 2016 Handball-Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen.

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Anfang mit 14 Jahren

Seit 1975 spielte Ursula Lorenz, die im Alter von 14 Jahren mit dem Handball begann, bei Motor Rathenow. Auch nach der aktiven Zeit prägte die Rathenowerin den Handballsport in der Stadt. Mit Liebe und Hingabe widmete sie sich dem Nachwuchs. Knapp 15 Jahre lang – bis zum Jahr 2016 – leitete sie die Handball-Arbeitsgemeinschaften an der Jahn-, Scholl- und Weinberg-Grundschule. Im gleichen Jahr wurde die heute 72-Jährige mit der Silbernen Ehrennadel des Landeshandballverbandes ausgezeichnet.

Offizieller Abschied

Zum 5. Traditionstreffen wurde Ursula Lorenz offiziell vom Handballsport verabschiedet. Neben vielen Blumen und kleinen Geschenken gab es einen großen Pokal. Neben ihrer Liebe zum Garten, von der heute die liebevolle gärtnerische Gestaltung ihres Wohnungsbalkons geblieben ist, gehört Ursula Lorenz seit der Landesgartenschau 2006 zu den begeisterten und treuen Besuchern vieler Veranstaltungen im Optikpark. So kam, neben Gästen aus der Stadtverwaltung und Sponsoren des Rathenower Handballsports, auch ein lieber Freund, Optikparkbiber Havi zur Verabschiedung von Ursula Lorenz vom Handballsport.

Tradition und Neuanfang

Tradition und Neuanfang. Nachwuchshandballer und die Frau mit den Männern der ersten Stunde.

Quelle: Uwe Hoffmann

Mit der Schließung des ROW als Trägerbetrieb stellte die Sektion Handball den Spielbetrieb 1991 erneut ein. Aber die Frauen des in SV Optik Rathenow umbenannten Vereins nahmen weiter an Turnieren und Freundschaftsspielen wie in Spanien oder in der Partnerstadt Rendsburg teil. Seit dem Neuanfang 1996 spielen die Handballerinnen, gemeinsam mit Milow als SG Westhavelland, in der Kreisunion Potsdam-Mittelmark.

Es gab einen Sieger

Das Handballturnier der vier Mannschaften gewann das Team „Altweiß“. Jede Teilnehmerin erhielt eine Urkunde mit dem umgehend ausgedruckten offiziellen Foto vom 5. Traditionstreffen. Dazu gab es ein Glas selbstgemachte Marmelade, eine Leidenschaft, die Ursula Lorenz’ Liebe zum Gärtnern geschuldet ist. Als beste Spielerinnen wurden die Torwarte Brunhild Kersten und Britta Helbig geehrt. Ramona Schröder war die erfolgreichste Neun-Meter-Werferin des Turniers.

Von Uwe Hoffmann

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