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Zum Geburtstag ein Buch über den Ehrenbürger

Rathenow Zum Geburtstag ein Buch über den Ehrenbürger

Der in Semlin lebende Autor und Zeichner Eugen Gliege hat ein Buch heraus gebracht über den Rathenower Ehrenbürger Günter Thonke. Anlass ist dessen 88. Geburtstag am 17. Oktober. Das Buch enthält Vorträge, die Günter Thonke schon einmal hielt, und jede Menge seiner heimatgeschichtlichen Berichte. Illustriert wird das Werk durch über 100 Postkarten, Fotos und Landkarten.

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Günter Thonke (links) und der Buchautor Eugen Gliege.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Der in Semlin lebende Autor und Zeichner Eugen Gliege bringt ein Buch heraus über den Rathenower Ehrenbürger Günter Thonke. Anlass ist dessen 88. Geburtstag, den er am Montag, dem 17. Oktober, begehen wird. Erstmals vorgestellt wird das Buch der Öffentlichkeit zum Weinfest im Rathenower Zentrum am Sonntag, dem 16. Oktober. Eugen Gliege und Günter Thonke sind an diesem Tag ab 14 Uhr in der Buchhandlung Tieke, Berliner Straße 4, um über das Werk zu reden und es auf Wunsch zu signieren.

Eugen Gliege: „Herr Thonke hat mir sehr viel geholfen“

„Herr Thonke hat mir sehr viel geholfen und mir viel Material übergeben“, erklärt Eugen Gliege, „als ich vor einigen Jahren begann, Dokumente über die Geschichte Rathenows zu sammeln.“ Günter Thonke selbst, bekennt der Autor, sei für ihn wie ein wandelndes Lexikon über die Geschichte der Stadt Rathenow und deren Umgebung. Er habe ein Buch zusammengestellt mit Vorträgen, die Günter Thonke hielt, und mit Berichten und Geschichten, die dieser aufgeschrieben hat. Er denke, das sei ein schönes Geschenk für ihn zum Geburtstag. Selbstverständlich könne es jeder Interessierte aber auch im Handel käuflich erwerben. Eine erste kleinere „Probeauflage“ sei fertig.

Das Werk ist natürlich nicht zu trennen von dem Geschäft, dem der Ehrenbürger in seinem Berufsleben nachgegangen ist. Deshalb hat es den Namen „Die Bäckerfamilie Thonke in Rathenow“ bekommen und ist auch inhaltlich so angelegt. Günter Thonke hat für das Werk nicht nur Texte, sondern zudem jede Menge Postkarten, Landkarten und Familienfotos herausgerückt. Insgesamt tragen so 110 bildliche Darstellungen zur Illustration des Buches bei. Zu sehen ist so unter anderem ein Foto des ersten Rathenower Bäckers der Familie, Gotthilf Thonke, aus dem Jahre 1917, als dieser im Lazarett in Berlin-Spandau lag. Eingang gefunden hat auch das Foto der Hochzeitsgesellschaft von Günter und Renate Thonke, nachdem sich die beiden am 22. Februar 1958 das Ja-Wort gegeben hatten. Eine zentrale Rolle spielt das „Stammhaus“ in der Bahnhofstraße 24. Gegen Ende sieht man dann die Meisterbriefe von Gotthilf, Günter, Olaf und Philipp Thonke.

Die zentrale Figur ist Günter Thonke, seit 2009 Rathenower Ehrenbürger

Die zentrale Figur des Buches ist und bleibt aber Günter Thonke, der von den Stadtverordneten seiner Heimatstadt für seine Verdienste um die Bewahrung und Verbreitung heimatgeschichtlicher Inhalte im Jahre 2009 zum Ehrenbürger ernannt worden ist. Darum ist es fast komplett in der Ich-Erzählform abgefasst. 1988 hatte er das Geschäft an seinen Sohn Olaf übergeben. In den Jahren 1992 und 1993 habe er anfangen, die ersten geschichtlichen Dinge aufzuschreiben, hat er am Montag bei der Buchübergabe zurück geblickt.

Darauf angesprochen, wie das Buch ihm persönlich denn gefalle, blieb Günter Thonke betont bodenständig und sagte: „Man kann es lesen.“ Die gute Qualität der Bilder hätte er niemals so hingekriegt, räumte er dann ein und verriet sein Geheimnis, wie es ihm gelingt, im höheren Alter geistig fit zu sein: „Ohne Humor wird man nicht alt.“

Von Bernd Geske

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