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Havelland Zum Webinar in Falkensee
Lokales Havelland Zum Webinar in Falkensee
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21:50 24.02.2016
Um Resilienz ging es im jüngsten Webinar in Falkensee. Quelle: Josefine Kühnel
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Falkensee

Es fühlt sich an wie zu klassischen Schulzeiten: Der Klassenraum füllt sich mit Schülern und der Lehrer begrüßt sie zur Unterrichtsstunde. Nichts Ungewöhnliches also für eine Volkshochschule (VHS). Was jedoch besonders ist: Die üblichen Lehrbücher sucht man hier vergebens. Stattdessen sind die Blicke gespannt auf die Leinwand des Beamers gerichtet, die bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt stehen wird. Hier wird ein Webinar abgehalten.

In dieser Woche fand in der Volkshochschule n Falkensee die erste Veranstaltung der Seminarreihe zum Thema „Job-Management“ statt. In vier Veranstaltungen sollen die Teilnehmer bei ihrem Balanceakt zwischen Arbeit und Privatleben unterstützt werden. Das Besondere an der Reihe ist, dass die Vorträge als Webinare geführt werden. Webinare, auch Web-Seminare genannt, werden mit Hilfe des Internets gehalten. Per Videoübertragung können einem Vortragenden beliebig viele Zuhörer standortunabhängig zugeschaltet werden. Kommuniziert wird über Mikrofone und Chats. Dadurch können qualitativ hochwertige Seminare auch in Regionen angeboten werden, in denen es keine Hochschule oder Universitäten gibt. Das Seminar „Resilienz- Widerstandsfähig gegen Stress und Ärger“ wurde vom Arbeitspsychologen Tim Hagemann aus Bielefeld gehalten.

In Falkensee begrüßte Frank Dittmer, Leiter der Volkshochschule Havelland, etwa 20 Teilnehmer – hauptsächlich Frauen, aber auch einige Männer zwischen Mitte 30 und 60 Jahren. Ich bin hier, um nicht von den ständigen Veränderungen auf der Arbeit erschlagen zu werden. Auch jenseits der 50 muss man mithalten können“, erklärte eine Brieselangerin. „Ich will nicht im Stress verharren, sondern lernen, konstruktiv damit umzugehen“, ergänzte eine Falkenseerin.

Auf der Leinwand waren eine Präsentation, die Moderatorin und der Dozent per Konferenzschaltung zu sehen. Im Vortrag wurde dargestellt, was Resilienz im einzelnen bedeutet, welche Faktoren sich positiv auf sie auswirken und wie man sie steigern oder weiterentwickeln kann. Resilienz (lateinisch von resiliere – abprallen) oder auch psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, in Druck- und Stress-Situationen Ruhe zu bewahren, nach Rückschlägen oder Krisen schnell wieder aufzustehen oder mit negativen Ereignissen und Veränderungen konstruktiv umzugehen, war in dem Vortrag des zugeschalteten Professors aus Bielefeld zu erfahren.

Anschließend an das 45-minütige Webinar, das parallel an knapp 30 Standorten in ganz Deutschland stattfand, wurden viele Fragen beantwortet. Es war schnell an den Reaktionen zu merken: Das Webinar kam sehr gut an. Nur eine Falkenseerin war bereits mit Webinaren vertraut gewesen. „Mir gefallen Webinare, auch, wenn ich anfangs skeptisch war.“ Eine Schönwalderin sagte, „es ist toll, dass die Volkshochschule so etwas Modernes anbietet.“

VHS-Leiter Frank Dittmer erklärte, „in Zeiten von Youtube-Tutorials und schneller Problemlösetaktik müssen wir mit der Zeit gehen. Die Webinare eröffnen uns die Möglichkeit, deutschlandweites Expertenwissen anzubieten“.

Das Webinar war ein voller Erfolg, alle Teilnehmer würden wiederkommen. Dennoch betonte Frank Dittmer, dass die eigentliche Stärke der Volkshochschule sei, dass die Menschen unmittelbar miteinander vor Ort interagieren können. Deshalb würden Webinare nur als Ergänzungsmodell angeboten.

Die ersten Webinare vor etwa zwei Jahren handelten von Gesundheitsthemen. Im vergangenen Jahr gab es ein sehr beliebtes Kunst-Webinar, in dem virtuell durch ein Museum geführt wurde. „Die Zielgruppen sind themenspezifisch, nicht medienspezifisch“, erklärte Frank Dittmer.

Zuvor hatte die Volkshochschule in Falkensee schon „Blended learning“ oder „flipped classroom“ an geboten. Das sind verschiedene Modelle, bei denen Präsenzunterricht und das eigene Lernen mit Hilfe des Internet miteinander verbunden werden.

Mit der aktuellen Webinar-Reihe richtet sich das Angebot an eine ganz neue Zielgruppe: Die der relativ jungen Arbeitnehmer. „Wir sind positiv überrascht über die hohe Resonanz“, so der VHS-Leiter.

Von Josefine Kühnel

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