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Zur Geschichte der Brillenglasfertigung

215 Jahre Vielschleifmaschine Zur Geschichte der Brillenglasfertigung

Am 10. März 1801 erhielt Johann Heinrich August Duncker in Rathenow die staatliche Konzession für seine optische Industrieanstalt und das Patent für seine Vielschleifmaschine. Zur 215-jährigen Wiederkehr dieser Ereignisse gibt es im Kulturzentrum einen Vortrag, der den Verfahren der Brillenglasfertigung von Duncker bis zur Gegenwart gewidmet ist.

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Der originalgetreue Nachbau der Vielschleifmaschine im Rathenower Optikindustriemuseum.

Quelle: Sylwet

Rathenow. Am nächsten Donnerstag jährt sich zum 215. Mal jenes bedeutende Doppelereignis, das für die Entwicklung der Stadt Rathenow prägend gewesen ist. Am 10. März 1801 hatten die beiden Rathenower Johann Heinrich August Duncker und Samuel Christoph Wagener vom preußischen Staat die Konzession für ihren Betrieb „Königlich privilegierte optische Industrie-Anstalt“ erhalten.

Außerdem bekam Duncker ebenfalls an diesem Tag das staatliche Patent für die vom ihm entwickelte Vielschleifmaschine. Zu diesem Jubiläum hält nun Dieter Musold vom Verein zur Förderung, Pflege und Erhaltung der optischen Traditionen in Rathenow am 10. März ab 18 Uhr im Blauen Saal des Kulturzentrums einen Vortrag über die Brillenbearbeitungsverfahren von Duncker bis heute. Er zeigt dazu Bilder und Grafiken mit einer Computerpräsentation.

Bearbeiten von elf Gläsern gleichzeitig

Der Einsatz der von Johann Heinrich August Duncker erfundenen Vielschleifmaschine gilt als Beginn der industriellen Brillenglasfertigung. Wurden die Gläser bis dahin einzeln hergestellt, erlaubte die neue Maschine nun das Bearbeiten von elf Gläsern gleichzeitig. Deren Antrieb war erstmals von der Schleiftätigkeit getrennt. Die Schleifschalen waren auswechselbar, so dass je nach Bedarf Gläser verschiedener Stärken geschliffen werden konnten.

Samuel Christoph Wagener schrieb in seiner Stadtchronik dazu: „Diese Originalmaschine hat die vorzügliche Einrichtung, dass sie... konkave, konvexe und mikroskopische Gläser auf stillstehenden Schüsseln schleift und dass keines der hier gefertigten Gläser eine für das Auge und den Zweck der Beschaffung desselben nachteilige falsche Strahlenbrechung hervorbringt.“

Angewendet bei Fielmann und Ophthalmica

Dieter Musold schlägt in seinem Vortrag einen großen Bogen von den Anfängen der Brillenglasfertigung im Mittelalter über die Vielschleifmaschine und ihre Weiterentwicklungen bis hin zu den modernen computergesteuerten Brillenglasbearbeitungsverfahren der Gegenwart. Sie werden auch in Rathenow von der Fielmann AG und der Firma Ophthalmica angewendet. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Die Organisatoren bitten aber um Anmeldung unter Telefon 03385/ 51 90 51 (Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an presse@kulturzentrum-rathenow.de.

Von Bernd Geske

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