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Havelland Viel Zustimmung für Bad und Kegelbahn
Lokales Havelland Viel Zustimmung für Bad und Kegelbahn
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00:39 29.04.2018
Mini, medium oder maxi? Auf dem Workshop wurden drei Hallenbad-Varianten diskutiert. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

40 hatten sich angemeldet, fast 150 waren gekommen: Das Echo auf den Workshop zum Falkenseer Hallenbad war groß.

Im Foyer der Stadthalle hatten sich am Dienstagabend Befürworter und Gegner eines Hallenbades in Position gebracht. Die DLRG-Frauen und Männer in ihren blauen T-shirts waren weithin sichtbar, sie hatten einen Aufkleber entworfen und unter die Leute gebracht: „Pro Hallenbad Falkensee – ein klares Ja dafür“ war darauf zu lesen.

Protest gegen Energieschleuder

Ein klares „Nein“ kam von der Lokalen Agenda Falkensee – sie verteilte Flyer und forderte „Null-Energie-Bad statt Energieschleuder“. Sie wollen ein kleines Passivhaus-Hallenbad am Rosentunnel statt des geplanten Großbades am Seegefelder Bahnhof und nannten das Ganze Variante 01.

Architekt René Franke stellte die Varianten vor. Quelle: Tanja M. Marotzke

Die kam aber am Dienstag nicht zur Bewertung, denn hier wurden vom Büro Bauconzept aus dem sächsischen Lichtenstein drei mögliche Varianten vorgestellt. Die Firma hat eine Menge Erfahrungen im Bau oder auch Umbau von Hallenbädern, die Referenzliste ist ansehnlich. Vieles davon wurde im Osten Deutschlands realisiert, da wo man auf die Kosten besonders blicken muss, wie Prokuristin Antje Naumann anmerkte.

Prospekte informierten über gelungen Bauten und Umbauten. Quelle: Tanja M. Marotzke

Bei aller Sparsamkeit: Viel Geld wäre trotzdem nötig, um ein Hallenbad zu bauen. Die Minimalvariante kostet schon stattliche 12 Millionen Euro, sie besteht aus einem 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen, einem Lehrschwimmbecken und einem Kleinkindbecken mit Wasserspielplatz.

Maximalvariante mit Kegelbahn

Die Mediumvariante ist durch einen Bistrobereich und eine Saunalandschaft ergänzt. Sie wird auf 15,3 Millionen Euro Kosten geschätzt. Für 16,7 Millionen Euro wäre die Maximalvariante drin – mit etwas mehr Sauna und vor allem mit einer Kegelbahn, die über vier Bohlebahnen mit 23,50 Meter Länge verfügt.

Bei allen Varianten besteht die Möglichkeit, das Gelände außen später zu erweitern.

Kurz und knackig stellten Antje Naumann und ihr Kollege der Planer und Architekt René Franke die Varianten vor. Dann übernahm wieder Linus Strothmann vom Falkenseer Büro der Vielfalt das Mikro.

Gekonnte Bürgerbeteiligung

In Sachen Bürgerbeteiligung hat das Büro bereits mehrere gut besuchte Workshops durchgeführt. Am Dienstag wurde nach bewährtem Muster verfahren. Das ermöglichte einen regen, konstruktiven und kultivierten Austausch. Erst in einer Fragestunde, dann in Gruppen an den ausgehängten Plänen und schließlich noch in einer körperbetonten Abstimmung.

In der Fragestunde ging es bunt durcheinander: zum Blockheizkraftwerk, zu den Nebenkosten, zum Wasserspielplatz, zu Eintrittsgeldern, zur Dauer des Betriebs. Manche Frage ging unter, so gab es keine Antwort auf die Frage nach „Kunst am Bau“, auf andere Fragen wurde schon mal ausweichend geantwortet, so zu der nach einer möglichen Nutzung von Erdwärme.

Konstruktiver Zettelkram. Quelle: Marlies Schnaibel

An den Tafeln wurde detailliert weiterdiskutiert. Auf farbigen Zetteln konnten die Falkenseer ihre Wünsche, Meinungen und Kritik selbst verewigen. Relativ große Einigkeit herrschte bei einem Thema: Sauna muss sein! Bei dem Thema „Kegelbahn“ gingen die Meinungen jedoch weit ausander: Die einen sahen da einen Trend und außerdem eine gute Wirkung fürs Bistro, andere wollten dafür eher andere Nutzungen. Vor allem ein Sprungbrett wurde oft gefordert, damit Kinder in dem neuen Bad nicht nur Schwimmen lernen können, sondern auch das Schwimmabzeichen ablegen können.

Zustimmung für Maximalvariante

Am Ende bat Linus Strothmann alle Teilnehmer, sich zu einer der Varianten zu stellen und somit körperlich abzustimmen. Die Variante 1 erhielt deutlich am wenigsten Zustimmung. Nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“ platzierten sich viele Falkenseer bei der Variante 2, am meisten aber bei der Kegelbahn-Variante 3.

Viele Stadtverordnete waren am Dienstag gekommen, am Ende müssen sie die Entscheidung fällen. Aber sie wollen vorher die Meinung der Falkenseer einholen - in Workshops und in einer flächendeckenden Bürgerbefragung.

Von Marlies Schnaibel

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