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Zwei CDU-Bewerber im Wahlkampf

Landratswahl im Havelland Zwei CDU-Bewerber im Wahlkampf

Das kam dann doch überraschend: Der Falkenseer Christdemokrat Thomas Fuhl hat angekündigt, sich um das Amt des Landrats im Havelland zu bewerben. Seine Partei hat aber bereits einen Bewerber: den aussichtsreichen amtierenden Landrat Roger Lewandowski.

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Thomas Fuhl hat schon manches versucht: Nun will er sich als Landrat bewerben.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. Die SPD hat keinen Landratskandidaten mehr, die CDU hat gleich zwei. Neben dem amtierenden Landrat Roger Lewandowski hat auch der Falkenseer Christdemokrat Thomas Fuhl angekündigt, sich um den Posten des Kreischefs zu bewerben, am Dienstag will er seine Bewerbungsunterlagen einreichen. Donnerstag endet die Bewerbungsfrist.

„Die Wahlen haben gezeigt, dass sich die Wählen einen poltischen Wechsel vorstellen können“, sagte Thomas Fuhl, aber Roger Lewandowski hätte die Wahl eben nicht gewonnen, doch ein Signal zum Wechsel gegeben. Er halte Roger Lewandowski für einen „Supermann“, sagte Fuhl und nannte als Attribute „absoluter Verwaltungsmann“, „strategisch denkend“, „fleißig“ und „loyal“. In seinen Augen sei der bisherige Vizelandrat der ideale zweite Mann. Deshalb will er sich als Landrat bewerben, sagte Fuhl, der seit Jahrzehnten als Abgeordneter im Kreistag sitzt. Als leidenschaftlicher Kommunalpolitiker und Havelländer wolle er sich einbringen. Für den Posten des Landrats fühle er sich „innerlich berufen“, sagte Thomas Fuhl.

Mit seiner Ankündigung gelang ihm ein Coup, was die mediale Aufmerksamkeit betrifft. In seiner Partei ist man darüber weniger begeistert. „Ich nehme das zur Kenntnis“, sagte Michael Koch, „ich weiß nicht, worum es ihm geht.“ Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag weist darauf hin: „Es gibt keine zwei Kandidaten der CDU. Wir haben mit Roger Lewandowski einen Kandidaten gewählt.“ Daneben gibt es möglicherweise einen Bewerber, der auf eigenem Ticket reist. Über dessen Bewerbung sei er nicht erfreut, aber sie versetze ihn auch nicht in Unruhe. Vielmehr freute er sich, dass sich die Havelländer SPD auf ihrem Unterbezirksparteitag am Wochenende für ein Fortführen der Zählgemeinschaft mit CDU ausgesprochen hat. „Die Deutlichkeit des Ergebnisses hat mich dann doch überrascht“, sagte Koch.

Überrascht über das klare Votum für die Achse SPD-CDU war auch Felix Doepner, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Wir haben von uns aus das Mögliche beigetragen, dass eine neue Zählgemeinschaft möglich wird“, sagte er. Nun hoffe er, dass es künftig wenigstens die im Januar zugesagte größere Offenheit im Umgang mit Ideen der Opposition geben werde. Die Grünen setzen dabei auf Themen wie besser gestalteter ÖPNV, auf eine dritte Gesamtschule, eine Ombudsstelle im Jugendamt und auf Kreisenergiewerke.

Überrascht und wenig erfreut war auch Susanne Schwanke-Lück, Kreisvorsitzende der Linken. „Unser Ziel, die Zählgemeinschaft aufzulösen, haben wir nicht erreicht“, bedauerte sie, „damit ist eine Chance vertan, eingefahrene Politikwege zu verlassen.“ Inwiefern sich trotzdem die besprochenen Ideen umsetzen lassen, wird sich zeigen. Die Bewerbung von zwei CDU-Mitgliedern kommentierte sie: „Das zeichnet ja ein tolles Bild von der CDU.“ Ob ihre Partei noch einmal einen Kandidaten – es wäre Harald Petzold – für die Landratswahl am 20. Juni aufstellt, wird bis zum Donnerstag entschieden.

Von Marlies Schnaibel

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