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Havelland Zwei-Drittel-Ja zum Hallenbad
Lokales Havelland Zwei-Drittel-Ja zum Hallenbad
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00:29 04.10.2015
Ein Freibad haben die Falkenseer bereits, nun wollen sie ein Hallenbad bauen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

„25 Jahre Diskussion sind genug“, hatten die Antragsteller formuliert. Aber die Falkenseer Abgeordneten sahen es anders. Sie haben auf ihrer Sitzung am Mittwochabend noch einmal ausführlich viele bekannte Argumente zum Hallenbad ausgetauscht. In einem Einwohnerantrag war gefordert worden: „Die Stadtverordnetenversammlung Falkensee beschließt den Bau eines Hallenbades in Falkensee.“ Mit den Stimmen von SPD, Linke und einem Großteil der CDU wurde der Antrag schließlich angenommen.

Bürgermeister Heiko Müller (SPD) hatte zuvor noch einmal kräftig für den Antrag geworben: „Das starke Votum aus der Bevölkerung sollte Gewicht haben.“ Fast 8000 Falkenseer hatten sich für den Bau eines solchen Bades ausgesprochen. Jetzt gehe es um die Prioritäten für die nächsten acht Jahre, da sei der Grundsatzbeschluss für ein Hallenbad das richtige Zeichen, meinte Müller. Norbert Kunz betonte mit Blick auf die gewohnt solide Politik in Falkensee: „Wir sind keine finanzpolitischen Hasardeure.“ Falkensee könne den Bau leisten. Der Beschluss solle signalisieren: „Wir wollen das anpacken.“ Die CDU stimmte dem Antrag zu mit Hinweis auf einen bereits gefassten Beschluss, im nächsten Jahr eine Studie auf den Weg zu bringen, um zu klären, welches Bad nach Falkensee passe.

All die Argumente überzeugten die Bad-Opposition nicht. Obwohl grundsätzlich für den Bau eines Hallenbades, wollten sie einen solchen Bau aber nicht grundsätzlich beschließen. „Ohne Konzept- und Vergleichsstudien können wir nicht zustimmen“, sagte Ursula Nonnemacher (Grüne). Auch AfD und FDP lehnten ab, sie wollten Genaueres zu Kosten und Folgekosten wissen. Bei 20 Ja-, 12 Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde der Einwohnerantrag dann beschlossen.

25 Jahre Diskussion sind genug – das ließe sich auch zum Falkenseer Bebauungsplan F4 „Akazienhof“ sagen. Aber auch hier wurde am Mittwoch heftig und letztlich unentschlossen diskutiert. Der Abwägungsbeschluss zu dem Bebauungsplan hatte der Stadtverordnetenversammlung bereits im Juli vorgelegen. Begleitet von heftigen Protesten der Anwohner war der Beschluss in den Stadtentwicklungsausschuss zurücküberwiesen worden. Dort war er ebenfalls ausführlich diskutiert worden, aber ohne Beschlussempfehlung in die SVV geschoben worden. Die rang sich am Mittwoch wieder nicht zu einem Beschluss durch, sondern verwies ihn erneut zurück in den Ausschuss.

Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Hans-Peter Pohl (CDU), und die Verwaltung hatten sich um ein Gespräch zwischen Investoren und Anwohnern bemüht, das war aber nicht zustande gekommen. Die Anwohner blieben bei ihrer Kritik, wonach die Planung „überdimensioniert“ sei, die Parkplatzfrage ungeklärt sei und die Gestaltung kritisiert wurde. Baudezernent Thomas Zylla (CDU) stellte den Abgeordneten erste Entwürfe vor, sie zeigen sechs moderne Mehrfamilienhäuser mit zerklüfteter Fassade und eingerücktem Dachgeschoss. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte trotzdem nicht für den Abwägungsbeschluss. Er wird nun wieder Montag im Stadtentwicklungsausschuss beraten.

Von Marlies Schnaibel

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