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Havelland Zwei Optik-Studenten aus der Stadt der Optik
Lokales Havelland Zwei Optik-Studenten aus der Stadt der Optik
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00:18 30.12.2017
Lehrkraft Mandy Marchwat mit den beiden Optik-Studenten Sidney Rietzsch (Mitte) und Patrick Kemnitz aus Rathenow. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Als im September zum zweiten Mal ein Jahrgang den neuen Studiengang Augenoptik/optische Gerätetechnik begann, waren auch zwei junge Männer aus Rathenow mit dabei. Patrick Kemnitz (23 Jahre) und Sidney Rietzsch (25) hatten zunächst im Oberstufenzentrum Havelland in Rathenow und in der Rathenower Optik (RO) GmbH den Beruf Verfahrensmechaniker für Brillenoptik gelernt. Weil damit ihr beruflicher Werdegang noch nicht zu Ende sein sollte, haben sie sich eingeschrieben für das 2016 eröffnete Optik-Studium, dessen Lehrveranstaltungen an der Technischen Hochschule Brandenburg und im Rathenower Bildungszentrum der Augenoptikerinnung des Landes stattfinden.

Patrick Kemnitz, der auf dem Jahngymnasium war, hatte zunächst den Plan gehabt, an seine Ausbildung einen Industriemeisterlehrgang anzuschließen. Dann aber erfuhr er vom neuen Studiengang und befand, dass ihm ein solcher Abschluss viel mehr Möglichkeiten eröffnen würde. Die Optik habe ihn schon in der Schule sehr interessiert, teilt er mit. Seine Ausbildung habe er ein halbes Jahr vorzeitig und mit 1,0 abgeschlossen.

Sidney Rietzsch hat vor seiner Ausbildung den 10.-Klasse-Abschluss auf der Gesamtschule Bruno H. Bürgel gemacht. Grundsätzlich hatte er das Ziel, zur Marine zu gehen. Zuvor wollte er aber erst einmal einen richtigen Beruf erlernen. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung in der RO GmbH ging er 2013 dann tatsächlich zur Marine. Doch nach einigen Monaten stellte er fest, dass in diesem Metier wohl doch nicht seine Zukunft liegt. 2014 fing er wieder bei der RO GmbH in der Brillenfertigung an. Er kam ins Glaslager, hatte viel Spaß bei der Arbeit, musste dann aber erleben, dass der Meisterlehrgang, an dem er teilnehmen wollte, wegen fehlender Bewerber abgesagt wurde.

Von Patrick Kemnitz, der auch im Unternehmen tätig war, erfuhr Sidney Rietzsch dann, dass es gleich vor der Haustür ein Optik-Studium gibt. Beide junge Männer haben von der RO GmbH einen Werksstudentenvertrag bekommen. Am studienveranstaltungsfreien Freitag – und bei anderen ähnlichen Gelegenheiten – arbeitet Patrick in der Qualitätskontrolle und Sidney im Glaslager oder Wareneingang.

Justus Eichstädt, der Optik-Professor aus Rathenow, äußert sich begeistert darüber, dass jetzt auch zwei junge Männer aus Rathenow das Optik-Studium aufgenommen haben. „Die beiden machen etwas ganz Besonderes“, erklärt er, „sie machen ihr Studium zusammen mit ihrem Betrieb.“ Schon sehr lange würden in Rathenow Brillenoptiker ausgebildet, teilt er mit. Um sich weiter zu qualifizieren, hätten diese in früheren Zeiten immer sehr weit weg fahren müssen. Jetzt gebe es mit dem Optik-Studium an der TH Brandenburg gleich in der Nähe ein attraktives Angebot.

Optik-Professor Justus Eichstädt. Quelle: Bernd Geske

„Das ist eine Riesenchance, dass die jungen Leute aus Rathenow nach dem Studium auch hier bleiben“, frohlockt Justus Eichstädt. Bei diesem Bildungsgang werde ihnen eine sehr gute Kombination aus Theorie und Praxis geboten. Man habe darauf geachtet, dass das Studium von der Region mit geprägt werde. Beispielsweise seien aus diesem Grund die Feinoptik und die Brillenoptik mit aufgenommen worden. Man wisse doch, dass in Rathenow Verfahrensmechaniker für Brillenoptik ausgebildet werden. Gerade der Anfang des Studium sei mit viel Mathematik und Physik sehr anspruchsvoll, sagt Justus Eichstädt. Es habe sich aber schon gezeigt, dass Patrick Kemnitz und Sidney Rietzsch seien zwei sehr gute Studenten sind.

„Das Studium ist schon ein großer Sprung von den Anforderungen her“, sagt Patrick Kemnitz. Gar nicht mehr wie Schule, es sei viel mehr Selbstorganisation gefragt. Die technische Optik finde er sehr interessant, auch die Ingenieurmathematik sei total sein Ding. „Wir als Rathenower haben es gut getroffen“, teilt er mit. Montag und Dienstag Lehrveranstaltungen in Rathenow. Mittwoch und Donnerstag in Brandenburg – 45 Minuten mit der Bahn, dann nicht einmal zehn Minuten zu Fuß. Er sei schon „sehr glücklich“ mit diesem Studium, resümiert er.

„Es ist schön, dass wir in jedem Fach von den Dozenten Übungsblätter bekommen“, sagt Sidney Rietzsch, „mit denen wir die Vorlesungen sehr gut nacharbeiten können.“ Auf diese Weise könne man richtig gut lernen, habe eine aussagekräftige Orientierung und in den Klausuren keine Probleme. Knackig schwierig sei der Stoff manchmal schon, räumt Sidney Rietzsch ein und fügt trocken hinzu: „Es hat ja auch keiner gesagt, dass es einfach wird.“

Von Bernd Geske

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