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Zwei neue Anlaufstellen für Migranten

Falkensee/Rathenow Zwei neue Anlaufstellen für Migranten

In Falkensee und Rathenow (Havelland) bietet der Internationale Bund (IB) ab sofort im Auftrag des Landkreises eine Fachberatung für die Flüchtlinge an, deren Anerkennungsverfahren noch läuft. Betroffen sind etwa 1000 Personen im Havelland – sie alle eint, dass ihr Anerkennungsverfahren aktuell noch nicht entschieden ist.

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Das bisherige Beraterteam des IB: Leiterin Mandy Volkmann, Ali Salem und Stefan Wolf.

Quelle: Jens Wegener

Falkensee. Bevor Kreis-Sozialdezernent Wolfgang Gall Dienstagnachmittag den offiziellen Startschuss für den „Fachberatungsdienst Migrationssozialarbeit“ im Landkreis Havelland in Falkensee vollzog, gab es bereits erste Erfolge zu vermelden. Denn die beiden zuständigen Sozialarbeiter des Internationalen Bundes (IB), der im Auftrag des Landkreises Havelland seit Juli tätig ist, haben in den Gebäuden in der Nachtigallstraße 24 in Falkensee und im Friedrich-Ebert-Ring 63 in Rathenow bereits 15 Migranten in unterschiedlichen Dingen beraten, „einigen sogar schon Wohnraum vermittelt“, sagt Sozialarbeiter Stefan Wolf.

Gemeinsam mit Kollegen Ali Salem und angeleitet von Mandy Volkmann kümmert er sich seit Juli um Flüchtlinge, deren Anerkennungsverfahren noch läuft. „Wir sprechen im Landkreis Havelland von etwa 1000 betroffenen Personen“, erklärt Sozialamtsleiterin Elke Franke.

Diesen Menschen in speziellen Fragen zu helfen, ist jetzt die Aufgabe des Trägers Internationaler Bund Berlin-Brandenburg gGmbH. Diese gemeinnützige Gesellschaft wirkt im Havelland schon viele Jahre vor allem in der Berufsorientierung für Jugendliche, betreibt auch in Premnitz eine Kindertagesstätte. Jetzt kommt die Fachberatung für Migranten hinzu, das Land finanziert das Unterfangen zunächst bis Jahresende mit 3,4 Stellen. „Eine vierte Kraft, die Diplom-Sozialpädagoge sein sollte, werde noch gesucht, so Betriebsleiterin Jana Rickhoff.

Der Aufgabenbereich ist groß: Es geht um die Anerkennung von Berufsabschlüssen der Flüchtlinge, die Betreuung von Schutzbefohlenen, über die Unterbringung von Migrantenkindern in Schulen und Kitas bis hin zur Vermittlung von Suchttherapien für Migranten. „Wir wissen aber auch, dass nicht jedes Anerkennungsverfahren positiv ausgeht“, sagte Jana Rickhoff. Deshalb legen wir Wert darauf, ehrlich gegenüber den Migranten zu sein, sie auf alle Möglichkeiten hinzuweisen.“

Obwohl die Flüchtlinge eigentlich von sich aus in die beiden Anlaufstellen in Falkensee und Rathenow kommen sollen, werde das in den ersten Monaten auch so gehandhabt, dass die Berater vor Ort in die Übergangsheime gehen, um dort den Kontakt herzustellen, so Rickhoff.

Geöffnet ist die Beratungsstelle in Falkensee mit vorheriger Anmeldung montags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr. Wobei am Donnerstag zusätzlich zu den Sozialarbeitern auch Psychologe Ben Romdhane anwesend ist. Wer keinen Termin hat, kann montags von 13 bis 16 Uhr kommen.

Von Jens Wegener

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