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Zwei neue Rettungsfahrzeuge im Havelland

Nauen Zwei neue Rettungsfahrzeuge im Havelland

Im Havelland sind ab sofort zwei neue Krankenwagen unterwegs. Die Schlüssel für die neuen Fahrzeuge sind am Wochenende übergeben worden. Sie kosten rund 200.000 Euro – das Land übernimmt einen Großteil davon.

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Landrat Roger Lewandowski (3.v.r.) übergab die Schlüssel für die neuen Rettungswagen an Marco Köhr (3.v.l.) und Karsten Strauß (Mitte) vom ASB.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen. Über zwei neue Fahrzeuge können sich die Ortsverbände Nauen und Rathenow des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) freuen. Landrat Roger Lewandowski (CDU) übergab Samstag die Schlüssel. Knapp 200 000 Euro haben die Krankentransportwagen (KTW) gekostet. Den Löwenanteil trägt das Land Brandenburg mit fast 140 000 Euro.

Signalorange und nagelneu – so standen die beiden KTW vor dem Nauener ASB-Gebäude in der Ketziner Straße. Sie werden künftig für die Behandlung und den Transport von jeweils bis zu zwei Patienten eingesetzt. „Eine wichtige Komponente, wenn es zu einer größeren Zahl von Verletzten kommt und der reguläre Rettungsdienst dringend unterstützt werden muss“, erläuterte der Landrat. „Die Fahrzeuge wirken im Katastrophenschutz des Landkreises Havelland mit und stellen für die Schnelleinsatzeinheit-Sanität geschultes Personal für den Einsatz bei Großschadenslagen oder Massenanfall von Verletzten“, ergänzte er.

Zwei, die wissen, wie diese Rettungsfahrzeuge funktionieren, sind Karsten Strauß aus Rathenow und Marco Köhr aus Nauen, beide Zugführer einer solchen Schnelleinsatz-Einheit. „Diese neuen KTW haben eine Sonderausstattung mit EKG und Defibrillator sowie einer elektrischen Absaugpumpe an Bord“, sagte Strauß. Aber alle moderne Technik tauge nichts, wenn sie im Einsatz nicht funktioniere. „Daher wird alles jährlich überprüft, schadhafte Geräte müssen umgehend ersetzt werden“, betont der Rettungssanitäter. Claus Witting, Geschäftsführer des ASB Rathenow, ist überglücklich mit dem neuen Rettungsfahrzeug für seine Stadt: „Mit diesem Rettungswagen sind wir nicht nur bei Übungen, sondern auch bei scharfen Einsätzen vernünftig aufgestellt.“

Der Landrat beleuchtete auch das Themenspektrum, mit dem sich die ehrenamtlichen Helfer der Sanitätseinheiten bei vielen Ausbildungen auseinandersetzen müssen. „Als zuletzt Sturmtief Xavier über das Havelland zog, waren sie es, die sich um die am Bahnhof Wustermark gestrandeten Zuggäste gekümmert und in Teilen sogar medizinisch versorgt haben“, sagte Lewandowski anerkennend. Deshalb appellierte Kreisbrandmeister Lothar Schneider an die Havelländer, die sich für Hilfs- oder andere Blaulichtorganisationen interessieren, mal an Dienstabenden der verschieden Organisationen teilzuhaben. „Nicht nur für Feuerwehren ist die Mitgliederwerbung ein hochaktuelles und wichtiges Thema.“

Die Rettungswagen im Havelland fahren seit mehr als sechs Jahren unter dem Dach der Havelland Kliniken GmbH durch den Landkreis. 2011 hatte die Unternehmensgruppe die Fahrzeuge und das Personal vom ASB übernommen, der bisher zuständig war. Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Rettungsdienst Havelland GmbH, lobte die Kooperation mit der Feuerwehr auf oberster Ebene. „Das läuft hervorragend.“ Allerdings könne die Zusammenarbeit auf der praktischen Ebene noch ausgebaut werden. Er spricht dabei gemeinsame Übungen zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst an. „Dabei stehen wir erst am Anfang. Aber die neue Technik bietet neue Möglichkeiten“.

Von Norbert Faltin

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