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Zweite WG für Demenzkranke in Premnitz

Soziales Zweite WG für Demenzkranke in Premnitz

Am 1. Mai beginnt offiziell die Nutzung eines zweigeschossigen Neubaus, den die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) für eine Million Euro am Mühlenweg errichten ließ. Es gibt dort ein besonderes Konzept. Im Erdgeschoss befindet sich eine Wohngemeinschaft für acht demenzkranke Menschen und oben gibt es vier Wohnungen.

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Der hübsche Neubau am Mühlenweg wird in diesem Tagen bezogen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Vor wenigen Tagen ist die Brandmeldeanlage in Betrieb genommen worden, das war die letzte noch fehlende Voraussetzung. Am 1. Mai beginnt nun offiziell die Nutzung des hübschen zweigeschossigen Neubaus, den die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) für eine Million Euro am Mühlenweg errichten ließ. Das Projekt folgt einem ganz besonderen Konzept, das die PWG selbst entwickelt hat. Das Erdgeschoss wird eine Wohngemeinschaft (WG) von acht demenzkranken Menschen beherbergen, die rund um die Uhr von Fachpersonal betreut werden. Die WG hat die Anschrift Mühlenweg 11a. Links und rechts daneben führen die Aufgänge 11 und 11b ins Obergeschoss, wo es vier Wohnungen gibt, die grundsätzlich mit der WG nicht verknüpft sind. Die Konstellation eröffnet aber die Möglichkeit, dass Angehörige oben eine Wohnung nehmen, wenn ihre demenzkranken Verwandten unten in die Wohngemeinschaft ziehen.

PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner sagt: „Es ist alles vermietet“

„Es ist alles vermietet“, berichtet PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner erfreut. Er muss sich keine Sorgen machen, dass mit der WG vielleicht etwas nicht funktionieren könnte, denn ein Positiv-Beweis ist bereits erbracht. Die Gesellschaft hatte vor gut drei Jahren schon ein sehr ähnliches Projekt auf die Beine gestellt, das seitdem reibungslos läuft. Das Unternehmen hatte 2012 das etwas betagte Wohn- und Geschäftshaus an der Straße der Freundschaft 2 saniert und umgebaut, so dass es eine WG für acht Demenzkranke im Erdgeschoss und vier Wohnungen im Obergeschoss aufnehmen konnte. Der Bedarf sei da, teilt Dietmar Kästner mit, und eine kleine Wohngemeinschaft für Demenzkranke sei doch viel schöner als ein großes Altersheim.

Zwei Projekte, die sehr ähnlich sind

Die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) hat nunmehr zwei Projekte für Demenzkranke auf den Weg gebracht, die sehr ähnlich sind.

Es handelt sich um Gebäude an der Straße der Freundschaft und nun auch am Mühlenweg, die im Erdgeschoss eine Wohngemeinschaft für acht demenzkranke Menschen und im Obergeschoss vier Wohnungen enthalten.

Betreiber der Wohngemeinschaften ist in beiden Fällen der Verein „Lebens(t)räume“. Rund um die Uhr ist dort immer eine Fachkraft anwesend.

Die Pflege der Kranken übernimmt in beiden Fällen der soziale Dienst Future Care, der seinen Sitz in Brandenburg/Havel hat.

Das ganze, nunmehr zweispurig laufende Projekt kann nur funktionieren, weil die PWG mit einem kompetenten Partner kooperiert. Das ist der soziale Dienst Future Care (deutsch sinngemäß: Zukunftsfürsorge), der seinen Sitz in Brandenburg/Havel hat und die Pflege der demenzkranken Menschen übernimmt. Die Zusammenarbeit begann, als Future Care 2010 im Block der PWG mit 56 altersgerechten Wohnungen hinter dem Gesundheitszentrum einen Pflegestützpunkt eingerichtet hat.

Das Leben spielt sich meist im größeren zentralen Wohnbereich ab

Für beide Wohngemeinschaften tritt der Verein „Lebens(t)räume“ als Betreiber auf. Future Care hat dort eine tragende Rolle, aber die Angehörigen der Demenzkranken sind ausdrücklich dazu aufgefordert, beim Betreiberverein mitzuwirken. Jedes Mitglied einer WG bekommt ein eigenes Zimmer, das mit eigenen Möbeln und persönlichen Dingen eingerichtet werden kann. Das gemeinschaftliche Leben spielt sich meist in einem größeren zentralen Wohnbereich statt, der eine großzügige Anbindung an die auch nicht ganz kleine Küche hat. WG-Mitglieder, die es können und möchten, beteiligen sich an der Zubereitung der Mahlzeiten, die in der Regel auch gemeinsam eingenommen werden. Nicht zuletzt gibt es an beiden Häusern eine leicht zu erreichende Terrasse, auf der die Bewohner bei schönem Wetter gemeinsam im Freien sitzen können.

Von Bernd Geske

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