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Havelland Zweites Braufest im Erlebnispark
Lokales Havelland Zweites Braufest im Erlebnispark
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00:17 19.07.2017
Die letzten Vorbereitungen am Läuterbottich. Quelle: Astrid Wiebe
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Paaren im Glien

Bierbrauen ist eine über tausend Jahre alte Handwerkskunst und wahrlich ein Geduldsspiel. Das konnten am Wochenende Bierfreunde in der „Historischen Braumanufaktur von 1834“ im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien hautnah miterleben. Nach der erfolgreichen Braufest-Premiere im April, als die ersten tausend Liter des naturtrüben Pils mit dem Namen „501“ gebraut wurden, gab es zum zweiten Mal die Möglichkeit, beim Bierbrauen dabei zu sein. Diesmal konnten die Freunde des Hopfengetränks den Braumeistern auch das ein oder andere Geheimnis erfahren, das zum Gelingen der nächsten tausend Liter Festbier gehört.

„Unser Bier ist äußerst süffig und geht deshalb langsam zu Neige, was uns natürlich freut. Damit unsere Gäste auch weiterhin hier in der Brauereischänke ein Frischgezapftes und das Flaschenbier bekommen, müssen wir frühzeitig für Nachschub sorgen“, begrüßte der Geschäftsführer des Erlebnisparkes Steffen Krebs die neugierigen Bierliebhaber und ergänzte: Nach dem Brauvorgang dauere es knapp vier Wochen bis das Bier trinkreif sei.

Dichtgedrängt warfen die meisten schon einmal einen Blick in das Herzstück der Braumanufaktur – die aus dem Jahr 1834 stammende Braupfanne. Sie staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass die ersten Vorbereitungen schon vor mehr als sieben Tagen angelaufen waren, als die eingemauerte Braupfanne auf der Feuerstelle mit Ziegelsteinen angeheizt wurde. „Damit beim Brauprozess eine gleichmäßige Temperierung gewährleistet ist“, sagte Braumeister Jörg Kirchhoff, der vor den Augen der wissbegierigen Bierfreunde tausend Liter heißes Wasser mit einer Handpumpe aus der kupfernen Braupfanne in den erhöht stehenden Holzbottich pumpte.

Im Vorfeld hatten er und ein paar Helfer 150 Kilogramm Gerstenmalz mit Hilfe einer alten ratternden Holzschrotmühle zu feinem Malzschrot gemahlen, das nun im ersten Brauvorgang zum Maischen in den Läuterbottich kam und mit riesigen Rührhölzern ins heiße Brauwasser gerührt wurde.

Wolfgang Köthe aus Groß Kreutz (links) und Jörg Kirchhoff kosteten den im April gebrauten Gerstensaft. Quelle: Astrid Wiebe

Das Abläutern des Biersuds nach drei Stunden übernahm der Braumeister selbst. Er füllte die Flüssigkeit erneut in die Braupfanne, um dann andächtig getrocknete Hopfendolden hinein rieseln zu lassen. „Nun kommt die Seele ins Bier. Wir benutzen keine Pellets, sondern den ursprünglichen Siegel Hopfen aus der Hallertau in Bayern. Das macht das ’501’ so besonders.“

Die anschließende Einkochzeit nutzten zahlreiche Besucher, um sich in der Brauereischänke ein frisch gezapftes Naturtrübes zu genehmigen. Dazu ein rustikalen Braumeistersteak und Piano- und Saxofonklänge – so ließ es sich aushalten, bis das Elixier abgeseiht und auf zwölf Grad heruntergekühlt war, um die Stammwürze, die Einfluss auf den Alkoholgehalt und den Nährwert des Bieres hat, zu überprüfen. „Jetzt muss noch die Hefe rein, damit die Gärung in Gang kommt. Danach können die Lagerung und der vierwöchige Reifeprozess beginnen“, so der Braumeister. Voller Vorfreude sicherten sich zahlreiche Bierfreunde Optionsscheine für die limitierte Menge des Hopfengetränks, das zum „Brandenburger Pferdesommer“ Ende August ausgeschenkt wird.

Von Astrid Wiebe

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