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Havelland Zweites Standbein als erste Wahl
Lokales Havelland Zweites Standbein als erste Wahl
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15:41 23.07.2013
Im NauenerWirthwein-Werk werden Komponenten fürWaschmaschinen und Autobauteile hergestellt. Quelle: Philip Häfner
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Nauen

Das Wirthwein-Werk gibt es seit 1996. Das Unternehmen produzierte anfangs vor allem Bauteile für Waschmaschinen und war einer der größten Lieferanten für das benachbarte Bosch-Siemens-Hausgerätewerk. Seit dem Jahr 2000 mischen die Nauener außerdem als Zulieferer in der Automobilbranche mit. Mittlerweile macht dieser Betriebsteil 40 Prozent des Umsatzes und sogar fast 80 Prozent des Produktionsvolumens aus. Als das Werk 2012 laut Ulf Sauerwald sein "bislang härtestes Jahr" erlebte, weil Bosch Siemens eine seiner zwei Produktionshallen in Nauen schloss und ein weiteres Werk in Berlin-Spandau dicht machte, konnten die Umsatzeinbrüche durch den Automotivebereich abgefangen werden.

"Inzwischen ist das Tal der Tränen durchschritten", so der Werksleiter gestern anlässlich eines Besuchs von SPD-Politikern in der Firma. Auch die Wirtschaftskrise 2008/2009 hätte dem Unternehmen kaum zugesetzt: Man habe Glück gehabt, "dass wir die richtigen Karren hatten", sagt Ulf Sauerwald. Noch in diesem Jahr werde man weiter investieren und zwei neue Maschinen kaufen.

In der kommenden Woche läuft in Nauen die Serienproduktion von Türkomponenten an, die in den Fahrzeugen eines großen deutschen Herstellers verbaut werden. Auch im Ausland sind die Bauteile gefragt: Wirthwein liefert weltweit, von Argentinien bis nach China. Mittlerweile hat sich das Unternehmen einen guten Ruf in der Automobilbranche erarbeitet, so dass man nun auch direkt in den Entwicklungsprozess neuer Modelle eingebaut wird, anstatt bloß auf Bestellung zu produzieren. "Für den Porsche Cayenne haben wir die gesamte Abdeckung des Motors entwickelt", erzählt Ulf Sauerwald.

120 Mitarbeiter sind bei Wirthwein in Nauen beschäftigt, die überwiegende Zahl von ihnen Frauen. Gearbeitet wird in drei Schichten und an sieben Tagen in der Woche. Die meisten Mitarbeiter sind fest angestellt. Zwar setzt auch Wirthwein gelegentlich Leiharbeiter ein, doch Ulf Sauerwald tut dies nur sehr ungern. "Wir haben sonst qualitative Probleme", sagt er. Zum Betrieb gehören auch sechs Auszubildende. Sauerwald hätte gerne noch mehr, doch er findet niemanden. Selbst die Zusammenarbeit mit Nauener Schulen hätte bislang nicht viel gebracht: "Die Resonanz ist gleich null", klagt er. Wirthwein sucht daher verstärkt in Polen nach Fachkräften. Auch Studienabbrecher sind als Quereinsteiger gefragt.

Von Philip Häfner

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