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Havelland Zwischen Action und Gefühl
Lokales Havelland Zwischen Action und Gefühl
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00:20 25.09.2017
Action ist angesagt bei den Finchpot Singers, hier während einer Probe fürs Jubiläumskonzert in der Finkenkruger Kirche. Quelle: Hans-Peter Theurich
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Falkensee

Wie heißt Finkenkrug auf Englisch? Finchpot, ganz einfach. „Also nennen wir uns Finchpot Singers“, beschlossen einige Sänger vor 20 Jahren und gründeten einen Chor der besonderen Art. „Gospels und Spirituals zu singen, war in den 90er Jahren große Mode. Dass diese Songs immer noch aktuell sind, beweisen unsere Mitglieder“, sagt der musikalische Leiter Stephan Hebold auf einer Probe in der Finkenkruger Kirche.

In ihr begann alles vor genau zwanzig Jahren. Am 24. September findet hier nun ein großes Jubiläumskonzert statt. Auf dem Programm stehen natürlich Gospels und einige musikalische Überraschungen.

Ein Gründungsmitglied ist Christian Barthels. „Als 18-Jähriger sang ich im Kirchenchor, das war nicht ganz das Richtige für einen Jugendlichen. Also habe ich mich gleich für den neuen Chor begeistert“, erzählt er. Damals kamen die Sänger aus der Gemeinde Neufinkenkrug. Heute treffen sich insgesamt 25 Sangesfreudige aus dem gesamten Kirchenkreis Falkensee, der sich zwischen Groß-Glienicke und Wustermark erstreckt. Stephan Hebold, Kantor des Kirchenkreises, ist der liebevoll „Conductor“ genannte Leiter.

Im Gegensatz zu den eher volksliedartigen Spirituals kennt man die Namen der Gospel-Komponisten. Beide Liedgruppen haben einen christlichen Hintergrund. Das Wort Gospel geht auf das englische „good spell“ zurück, die gute Nachricht. In den USA der Sklavenzeit, also vor 1870, wurden Spirituals oftmals verboten. Sie galten zuweilen als heidnisch. Die Afroamerikaner nutzten die Geschichten aus der Bibel, um zwischen den Zeilen über ihr schweres Los zu informieren. Die Lieder funktionierten zusätzlich wie eine Art Geheimsprache. Damit verabredeten sich die Sklaven manchmal zur Flucht.

Das Repertoire der Finchpot Singers umfasst beide Liedarten. Dazu kommen Jazzkantaten, Funk, ein Abba-Medley und auch das barocke „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels Messias. „Ein vierstimmiger Spiritual kann wie ein gregorianischer Gesang klingen“, sagt Stephan Hebold.

Wenn er neue Ideen zu den Proben mitbringt, werden sie grundsätzlich mit allen Sängern besprochen. Überhaupt bilden sie eine große freundliche, musikalische Familie. „Stephan Hebold ist ein begnadeter Musiker“, sagt Christian Barthels. Er spielt selbst Trompete, Gitarre und Klavier. Seine Gesangsausbildung macht ihn zum Assistenten des Dirigenten. Wenn der mal ausfällt, leitet Christian Barthels die Probe.

Die Finchpot Singers würden sich über männlichen Nachwuchs freuen, vor allem Tenöre sind willkommen. Weil sich die Sänger offenbar schwerer tun, wird ihnen das Vorsingen erlassen. Die Damen müssen nämlich ihre Musikalität unter Beweis stellen. Wer Interesse hat, kann einfach zu einer Probe montags um 19.30 Uhr in die Finkenkruger Kirche kommen. Oder sich im Vorfeld auf der Website informieren unter www.Finchpot-Singers-Falkensee.de.

Das Konzert „20 Jahre Finchpot Singers“ findet Sonntag, 24. September, um 18 Uhr in der Finkenkruger Kirche am Pfarrer-Voigt-Platz statt. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Von Judith Meisner

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