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Havelland Zwischen Bauernglück und Zukunftsfragen
Lokales Havelland Zwischen Bauernglück und Zukunftsfragen
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16:39 11.03.2018
Kreisbauernchef Dirk Peters, Landwirt Alfons Mußhoff und Bauernpräsident Henrik Wendorff. Quelle: Marotzke
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Paaren im Glien

Etwas anderes als die Landwirtschaft sei für Alfons Mußhoff nie in Betracht gekommen. „Meine Eltern hatten schon einen Bauernhof, ich habe also alles von klein auf mitbekommen“, erzählte der 70-Jährige. Am Donnerstag wurde der Landwirt nun mit der Ehrenadel des Landesbauernverbandes Brandenburg ausgezeichnet. Bauernpräsident Henrik Wendorff und der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Dirk Peters sowie dessen Stellvertreter Detlef Wacker überreichten die Auszeichnung im Rahmen der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes im MAFZ Paaren im Glien.

Mußhoff baute nach der Wende einen modernen Betrieb auf

Alfons Mußhoff, der in Zachow aufgewachsen ist, ist seit den 70er Jahren als Landwirt im Raum Ketzin tätig. Nach einem landwirtschaftlichen Studium an der Humboldt-Universität in Berlin war der Pflanzenbau stets der Schwerpunkt seiner Arbeit. „Mit der deutschen Wiedervereinigung gelang es ihm, mit der Marktfrüchte Ketzin GmbH einen hochmodernen Ackerbaubetrieb aufzubauen, der der Familie und deren Mitarbeitern eine sichere Lebensgrundlage bietet“, so Detlef Wacker in seiner Laudatio.

Agrarökonom Folkhard Isermeyer sprach in Paaren vor den Landwirten über Wachstum und Vorgaben der Politik. Quelle: Tanja M. Marotzke

Inzwischen hat er den Betrieb innerhalb der Familie übergeben können. Sohn Oliver Mußhoff führt nun die Geschäfte. Wacker betonte zudem das Engagement des Landwirts. „Alfons Mußhoff engagierte sich in seiner beruflichen Laufbahn in zahlreichen Fachgremien, dazu gehörten die Jagdgenossenschaft, die Vereinigung der Zuckerrübenbauer und der Bauernverband“, so Wacker. Zudem habe Mußhoff jederzeit uneigennützig als Ansprechpartner für Kollegen zur Verfügung gestanden. „Ich finde, es gehört einfach dazu, dass man sich austauscht und seine Erfahrungen teilt“, erzählte er.

Kaum positive Bereiche in der Landwirtschaft

Im Vorfeld der Verleihung der Ehrennadel sprach der Vorsitzende Dirk Peters über die derzeitige Stimmung unter den Havelländer Landwirten. „Ich sehe mit Sorge, dass wir in der Landwirtschaft zurzeit keinen Bereich haben, der positiv herausragt“, so Peters. Die Preise für Agrarprodukte trierischer und pflanzlicher Herkunft seien insgesamt auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Auf der Kostenseite sei dagegen weit und breit keine Entlastung zu sehen.

Probleme wirken sich auf Investitionsverhalten aus

Ein weiteres Thema, dem sich die Landwirte nicht entziehen können, ist der Naturschutz. „Der Wolf, der Biber und die Grabenpflege sind nur drei Probleme, die uns aktuell umtreiben“, erläuterte Peters. Die Vielzahl der Probleme und die ständige Rechtfertigung für die eigene Arbeit würden sich auch auf das Investitionsverhalten niederschlagen. „Mit anderen Worten: Kaum ein Havelländer würde derzeit auch nur einen Euro in einen Stallausbau investieren“, so Dirk Peters.

Agrarökonom Folkhard Isermeyer sprach vor den Landwirten

Die Sorgen und Nöte der Landwirte konnte auch Stargast Folkhard Isermeyer, Agrarökonom und Präsident des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, nicht lindern. Isermeyer ist Berater der Bundesregierung und sprach mit den Bauern über das Thema: „Betriebe müssen wachsen, aber wohin?“. Dabei ging es auch um die Frage, inwieweit sich die Politik überhaupt in die Landwirtschaft einmischen sollte. „Viele sagen, die Politik sollte sich nicht einmischen, aber die Politik könnte auch zu große landwirtschaftliche Betriebe verhindern und so die Vielfalt erhalten“, gab er zu bedenken. Aus den Ausführungen ergaben sich für viele der anwesenden Landwirte jedoch mehr Fragen als Antworten.

Für den Bauernverband selbst gibt es aber auch gute Neuigkeiten. So wurden im vergangenen Jahr zwölf neue Mitglieder aufgenommen.

Von Danilo Hafer

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