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Havelland Soziale Berufe: Beste Chancen auf Arbeit
Lokales Havelland Soziale Berufe: Beste Chancen auf Arbeit
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00:18 28.02.2016
Regelmäßig informieren Sozialfachschüler die Jugendlichen der Region über ihre Ausbildung. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

98 Prozent aller Fachschüler schaffen dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit die Abschlussprüfungen und 90 Prozent aller Absolventen bekommen zeitnah einen Arbeitsplatz. Von beeindruckend guten Aussichten für die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule für Sozialwesen „Sophie Scholl“ in Premnitz hat deren Leiterin Kerstin Müller dem Ausschuss für Soziales und Finanzen der Stadt am Mittwochabend berichtet.

Weil die Räumlichkeiten an der Bammer Landstraße in Rathenow vom Landkreis gekündigt worden waren, war die Schule 2008 nach Premnitz umgezogen. Nach Schließung der Grundschule Geschwister Scholl hatten dort die Gebäude an der Alten Hauptstraße leer gestanden. Als die Berufliche Schule dann im Jahr 2013 ihr 20-jähriges Bestehen feierte, nahm sie den dort schon traditionsbehafteten Namen „Sophie Scholl“ an. Die wegen ihrer Widerstandstätigkeit gegen die Nationalsozialisten hingerichtete junge Frau wurde einst zur Erzieherin ausgebildet.

Gegenwärtig 194 Schülerinnen und Schüler

Erzieherinnen und Erzieher bildet auch die Berufliche Schule „Sophie Scholl“ aus, dazu noch Heilerziehungspfleger und Sozialassistenten. Ihr Träger ist der Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Sie ist damit nach wie vor die einzige Bildungsstätte mit einem freien Träger und Vollzeitmodell im ganzen Westhavelland. Sie hat aktuell 194 Schülerinnen und Schüler. Der Anteil der Männer ist steigend, gegenwärtig sind es 42.

In diesem Schuljahr gibt es für Erzieher sechs Klassen in Vollzeit und eine in Teilzeit (berufsbegleitend Freitag und Sonnabend), je eine Klasse für Heilerziehungspfleger in Voll- bzw. Teilzeit und zwei Klassen für Sozialassistenten. Es unterrichten vier Lehrkräfte in Vollzeit, acht in Teilzeit und vier Honorarkräfte. Weil es sich um eine Schule in freier Trägerschaft handelt, müssen die Schülerinnen und Schüler einen eigenen finanziellen Beitrag zahlen. Das Schulgeld liegt gegenwärtig pro Schüler bei 40 Euro im Monat.

Aus der Schulgeschichte

Gegründet wurde die Berufliche Schule für Sozialwesen 1993 in Glöwen.

Der erste Umzug nach Rathenow erfolgte 1995 in das Schulgebäude an der Bammer Landstraße.

Den zweiten Umzug gab es 2008 nach Premnitz, nachdem der Landkreis die Räume wegen Eigenbedarfs gekündigt hatte.

Zu ihrem 20-jährigen Bestehen gab sich die Schule 2013 den Namen „Sophie Scholl“.

Nach ihrem Bericht führte Kerstin Müller die Ausschussmitglieder durch die Bildungsstätte. Sie zeigte ihnen unter anderem die Bibliothek, das Computerkabinett, den Übungsraum für Pflegetätigkeiten, den Kreativraum, die Küche und das Bistro. In einem Wechselmodell bereiten dort die Fachschüler selbst täglich ein gesundes Mittagessen zu, das zu Preisen zwischen 1,50 und 1,80 Euro pro Mahlzeit gekauft werden kann. Man sei jetzt eine „kreidefreie Schule“, teilte Kerstin Müller mit und verwies auf die Smart-Board genannten neuen Tafeln in allen Unterrichtsräumen.

Sie gab den Abgeordneten auch ihre Wünsche mit auf den Weg, welche Dinge die Stadt als Vermieter an der Schule bitte bald erledigen sollte: die Auffahrt bis zur Halle wäre in Ordnung zu bringen, die Duschen in der Sporthalle sind nicht nutzbar, neue Zaunabschnitte sind zu setzen und nicht zuletzt seien schon geraume Zeit neue Türen versprochen.

Tag der offenen Tür für am 17. März

Die Premnitzer Sozialfachschule hat viele Kooperationspartner in der Region, darunter natürlich Kitas und Schulen. Fachschüler organisieren mehrmals im Jahr Veranstaltungen für Kinder. Jedes Jahr stellt sie sich allen Interessierten einmal vor mit einem Tag der offenen Tür. Diesmal wird er am Donnerstag, dem 17. März, von 12 bis 18 Uhr sein. In früheren Jahren war die Veranstaltung immer an einem Sonnabend. Jetzt wird der Tag der offenen Tür erstmals an einem Wochentag sein, weil die Organisatoren hoffen, dann mehr junge Leute aufs Schulgelände locken zu können.

Von Bernd Geske

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