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Neuer „Öki“ beim Naturparkzentrum Milow

Apfelernte Neuer „Öki“ beim Naturparkzentrum Milow

Lucas Wustrau absolviert gerade sein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Naturparkzentrum Milow im Havelland. Hier will er sich orientieren, bevor er eine Ausbildung beginnt. Zurzeit hilft er bei der Apfelernte.

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Lucas Wustrau absolviert gerade ein freiwilliges ökologisches Jahr im Naturparkzentrum.

Quelle: Foto: Ralf Stork

Milow. Lucas Wustrau ist neuer FÖJler des Naturparkzentrums in Milow. Der 17-Jährige aus Vieritz hat sein freiwilliges ökologisches Jahr zm 15. September angetreten. „Mit einer Lehrstelle hat es nicht gleich geklappt, deshalb habe ich mich kurzfristig für die Stelle im Besucherzentrum beworben“, sagt Wustrau.

Suche nach einem Ausbildungsplatz

Im kommenden Jahr will er einen neuen Versuch starten, in der Region einen Ausbildungsplatz für Landwirte oder Baumaschien- und Geräteführer zu bekommen. Bis dahin macht er sich in Milow nützlich: „Ich finde, die Arbeit hier ist ein guter Mix aus Landwirt und Bürojob“, sagt er. Am Computer erstellt er unter anderem Powerpoint-Präsentationen über die jährliche Storchenberingung oder die Entwicklung der Schleiereulen. Außerdem betreut er die Ausstellung des Naturparks und den kleinen Shop mit regionalen Produkten.

Draußen richtig ranklotzen

Richtig ranklotzen kann er aber vor allem draußen. Wustraus Familie hat eine Landwirtschaft im Nebenerwerb – und er selbst bereits den Traktorführerschein. Auf der Streuobstwiese im Ort hat er schon die Wiese gemäht und einen neuen – stabileren Zaun für die Zwergzebus gesetzt. Auch bei der Apfelernte hat er kräftig mitgeholfen. „Ende September haben wir ein paar Stunden gesammelt, bis der Anhänger voll war“, sagt Nabu-Geschäftsführer René Riep.

Nach Ketzür und zurück

Die Ernte wurde gleich zur Mosterei nach Ketzür gefahren, sofort gepresst und noch am gleichen Abend zurück nach Milow gebracht. Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Apfelsaft sortenrein – nur aus Früchten der Sorte Kaiser-Wilhelm. Knapp 800 Liter sind zusammengekommen die bis zum kommenden Herbst in Milow verkauft werden. „Ein paar Tage später durften wir noch einmal im Obstgarten der Familie Gerlach in Milow ernten“, sagt Riep. So kamen noch einmal 321 Liter Saft der Sorte Goldparmäne zusammen. Die werden voraussichtlich nicht in Milow an den Mann gebracht sondern in Rathenow in der Lessingstraße 20. Dort bieten Konditormeister Ingo Möhring und die Landfleischerei AG Gülpe in einem gemeinsamen Laden ihre Waren und auch andere regionale Produkte an. „Ich kann mir gut vorstellen, dass auch unser Saft dort gut läuft“, sagt René Riep. Schließlich gebe es in der Stadt noch deutlich mehr Laufkundschaft als im Naturparkzentrum in Milow.

Bald auch in Rathenow

Die Flaschen sollen in den kommenden Wochen nach Rathenow transportiert werden. Wegen eines kurzfristigen Engpasses bei den Pfandkästen müssen ziemlich viele Einzelflaschen verladen werden. Noch so eine Aufgabe, bei der Lucas Wustrau sich nützlich machen kann.

Von Ralf Stork

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