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Havelland Wie der Kreis der alternden Bevölkerung helfen will
Lokales Havelland Wie der Kreis der alternden Bevölkerung helfen will
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07:20 28.02.2018
Die Menschen im Havelland werden älter. Quelle: Matthias Hiekel
Rathenow

Der Kreistag wird in seiner Sitzung am 19. März den Pflegebedarfsplan des Landkreises Havelland verabschieden. Nach einer ausführlichen Diskussion im Sozialausschuss des Kreistages ist die Analyse mit dem Titel „Havelländische Lebensräume - lebendig, generationengerecht, gemeinnützig“ nun Bestandteil der Tagesordnung für den Kreisausschuss und später für den Kreistag.

Kreissozialdezernent Wolfgang Gall (CDU) machte zu Beginn der Erörterung im Kreissozialausschuss deutlich, dass das Thema in den kommenden Monaten und Jahren eine immer wichtigere Rolle einnehmen werde. Für Gall gilt, was auch Landrat Roger Lewandowski (CDU) zu vielen Gelegenheiten bereits erklärt hat: Im Havelland sollen Senioren möglichst lange ihr Leben selber bestimmen, sie sollen – wenn es geht – in den eigenen vier Wänden leben und voll in die Gesellschaft integriert sein.

Landkreis Havelland in drei Gebiete unterteilt

Dabei ist es nicht so, dass im Havelland bei Null begonnen wird, wenn man sich nun dem Thema widmet. Aber, so heißt es in der Vorlage: „Die Dynamik der fortschreitenden Veränderungen innerhalb der Bevölkerungsstruktur in allen Teilen des Landkreises erfordert eine Weiterentwicklung der örtlichen Rahmenbedingungen und sozialen Infrastruktur“.

Und so haben die Autoren des Pflegebedarfsplanes schnell erkannt, dass es im Landkreis Havelland auch in dieser Angelegenheit die Dreiteilung gibt, die auch auf viele andere Themen übertragen werden kann. Der Kreis ist in drei Gebiete zu unterteilen: einmal die Zone nahe Berlin, dann eine Zentrumzone in der Mitte und die Zone, die am äußeren Rand des Kreises liegt.

Fünf Prozent der Havelländer sind über 80 Jahre alt

Zu den Zahlen: Zurzeit sind etwa 34000 Menschen im Havelland über 65 Jahre alt. Rund fünf Prozent der Havelländer sind über 80 Jahre. Im Jahr 2030 sind voraussichtlich 49 000 Menschen älter als 65 Jahre. Das ist ein starker Anstieg. „Das müssen wir jetzt im Auge haben und wir müssen jetzt die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte Wolfgang Gall den Kreistagsabgeordneten.

Für die kommenden Jahre geht es natürlich auch darum, genügend Platz in Pflegeeinrichtungen anzubieten. Da darf die Politik der Kreisverwaltung aber nicht aufhören. Es geht zudem um weitere Angebote, auch im so genannten niedrigschwelligen Bereich.

Kreis hält Musterwohnung vor

Dazu gehören aus Sicht der Kreisverwaltung die Wohnraumberatung. Ausdrücklich wurde auf das Angebot mit dem Namen „Selma“ verwiesen. In Zusammenarbeit mit der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft hält der Kreis eine Musterwohnung vor, in der man sich erkundigen kann, wie man sein Umfeld ausstattet, damit man möglichst lange dort bleiben kann.

Von Joachim Wilisch

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