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„Hier hat das Leben mit aller Fülle seinen Platz“

Großziethen „Hier hat das Leben mit aller Fülle seinen Platz“

Bischof Markus Dröge sprach beim Festgottesdienst zum 800-jährigen Jubiläum der Großziethener Kirche. Damit endete das umfangreiche, von Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft organisierte abwechslungsreiche und ganzjährige Festprogramm.

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Die Gemeindepfarrer Michael Frohnert (l.) und Richard Horn führten den Festzug in die Kirche an.

Quelle: Uta Schmidt

Großziethen. Mit Gottesdiensten, Vorträgen, Lesungen und Musikveranstaltungen feierten die Großziethener in den vergangenen Monaten den 800. Geburtstag ihrer alten Feldsteinkirche. Am Sonntag fand das ganzjährige Programm seinen Abschluss mit einem Festgottesdienst, Musik- und Theateraufführungen sowie einem abendlichen Feuerwerk vor der Kirche.

Ein Höhepunkt war die Predigt von Bischof Markus Dröge aus Berlin im Festgottesdienst, der sein „ehrfürchtiges Staunen“ vor der 800-jährigen Kirchengeschichte beschrieb und auf die Anfänge der trutzigen Feldsteinkirche im romanischen Stil verwies. „Hier hat das Leben mit aller Fülle seinen Platz“, so der Bischof zu Vergangenheit und Gegenwart des Gotteshauses. Zwar wisse man nicht genau, wann der Samen für die Kirche als Gebäude ausgesät worden sei, doch: „Die Saat ist aufgegangen und wächst weiter. Deshalb ist diese Kirche etwas ganz Einzigartiges“, so Dröge. Er erinnerte an die dunklen Epochen für die Gemeinde wie Kriege und Zerstörungen am Ende des Zweiten Weltkrieges oder den Verfall des Gebäudes zu DDR-Zeiten. Dennoch sei es den Christen im Zusammenwirken mit Partnergemeinden Ende der 80er-Jahre gelungen, die Kirche zu renovieren und 1987 wieder einzuweihen.

Bischof Markus Dröge predigte zum Festgottesdienst

Bischof Markus Dröge predigte zum Festgottesdienst.

Quelle: Uta Schmidt

Dröge spannte in seiner Predigt den Bogen zum „Schatz der Dorfkirchen in der Region“, zu deren Türmen die Gläubigen immer wieder den Blick über das alltägliche Geschehen hinaus richten sowie Kraft und Mut aus dem Himmel und dem Glauben schöpften könnten – vor allem in Zeiten von Verunsicherungen und Veränderungen. Kirchen würden zu „Orten des Himmels“ werden. Und er ermunterte die Großziethener dazu, sich den Menschen zu öffnen. „Wir brauchen einander als Gemeinde“ für die Zukunft. Den Festgottesdienst gestalteten zudem die beiden Gemeindepfarrer Michael Frohnert und Richard Horn sowie Superintendentin Viola Kennert. Er wurde durch die Mitglieder des Instrumentalkreises und die Chorwerkstatt unter Leitung von Ute Thomas feierlich umrahmt.

Über das gelungene und sehr unterschiedliche Veranstaltungsprogramm im Festjahr freute sich Frank Obenaus vom Gemeindekirchenrat. Das „Highlight“ im wahrsten Sinne des Wortes war für Gemeindekirchenratsvorstand Horst Frister die illuminierte Kirche: „Der Anblick lockte viele Besucher an.“ Claudia Balke-Bargull möchte die Höhepunkte des Festjahres in einer Broschüre präsentieren: „Das Festjahr ist ja noch nicht ganz zu Ende, am 3. Dezember veranstalten wir noch unseren Adventsmarkt“. Und auch die Vorhaben des kommenden Jahr stehen bereits fest. Es wird im Zeichen von Reformation und Martin Luther stehen. Im Oktober ist eine „Luther-Woche“ mit einem Lesecafé geplant.

An die Anfänge und den Bauzustand der Großziethener Kirche erinnerte Alt-Pfarrer Rainer Borrmann. Der ehemalige Gemeindepfarrer von Berlin-Steglitz und Britz, der sich seit seinem Ruhestand vor 20 Jahren intensiv mit der Entwicklung von Kirche und Dorf Großziethen beschäftigt.

Von Uta Schmidt

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