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07:22 06.02.2018
Evelin Kierschk von der Luckenwalder Arbeitsgruppe Barrierefreiheit engagiert sich seit Jahren für Menschen mit Handicap. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die Arbeitsgruppe (AG) Barrierefreiheit hat für 2018 einen Jahresplan erstellt. Zur ersten Beratung in diesem Jahr war Dirk Ullrich vom städtischen Straßenamt eingeladen. Er berichtete über die geplanten Straßenbaumaßnahmen in der Stadt Luckenwalde und begrüßte das Engagement der Arbeitsgruppe, die bei den Planungen mit einbezogen werden sollen.

Gute Ideen für 2018

„Da in der AG sowohl Rollstuhlfahrer als auch eine blinde Bürgerin mitarbeiten, können Barrieren aus Sicht unterschiedlich Betroffener beurteilt werden“, sagte Evelin Kierschk, Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Luckenwalde. Demnächst will sie ein Treffen mit Taxifahrern organisieren und ihnen das Inklusionstaxi vorstellen – ein Projekt, das es in Berlin für Behinderte bereits gibt und gut angenommen wird. „Ich möchte, dass Behinderte günstiger Taxi fahren können und nicht nur auf Behindertenfahrzeuge angewiesen sind“, sagte Evelin Kierschk. Die Finanzierung sei zwar noch nicht geklärt, aber es gibt Zuschüsse von der Aktion Mensch. „Ich muss wissen, ob die Taxifahrer grundsätzlich dazu bereit wären“, so Evelin Kierschk.

Menschen mit Rollatoren fit machen

Außerdem plant sie mit der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming einen Lehrgang für Menschen mit Rollatoren. „Viele haben Probleme, wenn sie damit in den Bus einsteigen“, sagte Kierschk. Deshalb soll eine theoretische Einweisung im „Haus Sonnenschein“ sowie ein Praxistest auf dem Hof der Verkehrsgesellschaft erfolgen.

Die Fahrstühle am Bahnhof in Luckenwalde sind nach wie vor ein Thema. Deshalb werden Evelin Kierschk und ihre Mitstreiter alles daran setzen, endlich eine dauerhafte Lösung zu finden. Auch den Umbau der Wohnungen auf der Burg will die Arbeitsgruppe begleiten und mit der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ ins Gespräch kommen. Wichtig sei Aufklärung. Ältere Menschen sollten wissen, worauf sie Anspruch haben, wenn sie in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben wollen. Dazu ist eine Informationsveranstaltung geplant. Beim Thema Bundesteilhabegesetz rollt Evelin Kierschk mit den Augen. „Da ist viel vergessen worden, was unbedingt nachgebessert werden muss“, fügt die 74-Jährige hinzu.

Täglich unterwegs in Sachen Barrierefreiheit

Die AG Barrierefreiheit, die seit 2009 besteht, will auch im Luckenwalder Kino und der Fläming-Therme einen Besuch abstatten, um zu sehen, wo für Menschen mit Handicap Verbesserungen geschaffen werden können. Evelin Kierschk ist täglich ehrenamtlich in Sachen Barrierefreiheit in der Stadt unterwegs. Um so mehr ärgert sie sich, wenn manche Vorhaben nicht vorwärts gehen, wie das Amtsgericht in Luckenwalde (die MAZ berichtete). Dort sollen die Bauarbeiten erst 2019 fortgesetzt werden und ob dann wie versprochen ein Lift eingebaut wird, ist noch nicht sicher. „Sicher ist aber, dass wir nicht lockerlassen werden“, so Kierschk.

Von Margrit Hahn

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