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Lokales In Felgentreu rumpelt und stinkt es
Lokales In Felgentreu rumpelt und stinkt es
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00:17 03.10.2017
Ein Traktor in der engen Felgentreuer Straße. Quelle: Hahn
Felgentreu

So hatte sich Bernd Michels das nicht vorgestellt, als er vor sechs Jahre von Borkwalde nach Felgentreu gezogen ist. Er wollte im Alter ein halbwegs ruhiges Landleben genießen. Stattdessen rumpeln den ganzen Tag über Traktoren vor dem Haus des 65-Jährigen entlang. „Biogasanlagen zu bauen, war eine politische Entscheidung. Dann müsste die Politik auch dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen passen“, ärgert sich Michels.

Schon vor Jahren hatte er das Gespräch mit dem damaligen Chef der Biogasanlage in Felgentreu gesucht. Doch es tat sich nichts. „Nicht nur in der Erntezeit haben wir hier das Nachsehen, sondern das ganze Jahr über“, sagt Michels. Seiner Ansicht nach müsse eine ordentliche, vom Bund finanzierte Ausweichstraße gebaut werden. Zwar gibt es eine Entlastungsstraße, doch diese wird, so Michels Erfahrung, kaum genutzt: „60 Prozent aller Erntefahrzeuge fahren durchs Dorf.“

Am schlimmsten sei es, wenn die leeren Traktoren zum Tanken oder zur Werkstatt hin- und herfahren. Sein Wohnhaus befindet sich dicht an der Straße. „Wenn ich aus der Haustür trete und die riesigen Reifen der Traktoren direkt vor mir sehe, wird mir himmelangst“, beschreibt es Michels. Das Geschirr klirre im Schrank und die Risse an der Fassade würden größer.

Es ist nicht nur sauer über die vielen Fahrzeuge, die Abgase und Lärm erzeugen. Da die Straße so eng ist, kommen zwei Traktoren oder Lkw nicht aneinander vorbei und nutzten deshalb Gehweg und Regenrinne, die inzwischen zerfahren sind. Im Winter steht dort das Wasser und gefriert. Michels streut, weil er Bange hat, dass die Fahrzeuge sonst in sein Haus rutschen. „Und das alles für eine Biogasanlage, wo nicht mal sicher ist, ob sie rentabel ist“, fügt Michels hinzu.

Wie Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) auf MAZ-Anfrage erklärt, kann die Gemeinde nicht verbieten, dass Traktoren dort die Straße benutzen, zumal die Ernte eingebracht werden muss. „Wir sind aber im Gespräch mit den Landwirten dass sie darauf achten, gesittet durch den Ort fahren. „Das Straßenproblem ist uns bekannt, wir sind dabei eine Lösung zu finden“, sagt Nestler.

Von Margrit Hahn

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