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Lokales Jugendliche deuten Thesen des Reformators
Lokales Jugendliche deuten Thesen des Reformators
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05:17 13.03.2017
Tanja Kasischke (r. mit Sohn Laurin), Autorin und Herausgeberin des Jugendbuches, stellte die Arbeit der Konfirmanden vor. Quelle: Uta Schmidt
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Niederlehme

Wie würde Martin Luther heute reden, was hätte er zu sagen? Und würde er auch Basecap und Kapuzenjacke tragen? „Luther, was läuft?“ heißt ein Jugendbuch, dessen Texte Jugendliche aus sechs Bundesländern unter der Anleitung der Berliner Journalistin Tanja Kasischke verfasst haben. Im Autorenteam mit dabei auch etwa 20 Konfirmanden aus der evangelischen Lukas- und der Kreuzkirchen-Gemeinde in Königs Wusterhausen. Am Samstag stellten sie ihre Arbeiten unter dem Motto „Luther meets the Gospel“ in der Kirche von Niederlehme einem großen Publikum vor. Der Gospelchor Senzig war dabei und lud auch zum Mitsingen ein.

„Luther trifft das Evangelium. Nichts anderes heißt Gospel“, erklärte Pfarrer Gottfried Hülsen den Titel der Veranstaltung. Der Thesenanschlag des Reformators an der Schlosskirche in Wittenberg vor 500 Jahren habe „eine Menge in Bewegung gesetzt. Es ging ja nicht nur um den Missbrauch des Ablasshandels, sondern auch um Menschenrechte, die freie Rede, das Verhältnis von Männern und Frauen und vieles mehr“, so Hülsen.

Persönliche Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit

Tanja Kasischke wählte zwölf Thesen aus und motivierte die Jugendlichen, ihre Gedanken zu Papier zu bringen. In einem halbjährigen Projekt ab Oktober 2015 beschäftigten sie sich mit der Aussagekraft und Aktualität der Thesen und formulierten Statements, Interviews, Berichte und Geschichten zu den Themenkreisen Bildung, Recht und Gerechtigkeit, Engagement, Gleichberechtigung und vieles mehr. Damit wollten sie ganz persönliche Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit geben. „Ich sehe mich mehr als Herausgeberin. Eigentlich wollte der Verlag, dass ich eine Luther-Biografie in der Sprache der Jugend schreibe. Mir war aber schnell klar, dass man die Jugendlichen mit einbeziehen sollte“, so Kasischke. Entstanden sei auf 160 Seiten eine „Jugendstudie mit theologischem Hintergrund“. Gearbeitet wurde bundesweit in Blockseminaren, Feedbacks und Konferenzen gab es über Skype und Whats-App. Die Art der Zusammenarbeit habe den Schülern viel Spaß gemacht.

Mit dem Thema „Wie wichtig ist Geld“ befasst sich zum Beispiel die 14-jährige Johanna, Schülerin am Friedrich-SchillerGymnasium. „Wir haben bei der Konfirmandenfahrt im vergangenen Jahr an vier Thesen gearbeitet. Nicht nur die Beschäftigung mit den Themen war interessant, auch die Frage, wie man darüber schreiben und eine Botschaft formulieren kann“. Entstanden ist ein Buch von Jugendlichen für Jugendliche, an dem auch die älteren Zuhörer in der Niederlehmer Kirche ihre Freude hatten.

Von Uta Schmidt

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