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Keine Ausschreibung in Sicht

Stülpe Keine Ausschreibung in Sicht

Eltern und Schüler wünschen sich einen Anbieter, der vor Ort in Stülpe kocht und die Schulkinder täglich mit warmen Mittagessen versorgt. Die Gemeinde wollte die Vergabe ausschreiben, doch nach jetzigem Stand kann das Objekt nicht verpachtet werden, dafür müsste ordentlich investiert werden.

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In der Grundschule Stülpe wird derzeit nicht frisch gekocht. Das Essen wird angeliefert und vor Ort ausgeteilt. Das gefällt einigen Eltern allerdings nicht.

Quelle: Elinor Wenke

Stülpe. In der Grundschule in Stülpe bleibt die Küche kalt. Das ärgert vor allem die Eltern, die sich ein gutes, frisch gekochtes Mittagsessen wünschen. „Wie geht es weiter mit der Essenversorgung an der Grundschule Stülpe?“, fragte Elternvertreterin Friederike Ringel aus Jänickendorf daher jüngst in der Einwohnerfragestunde des Hautpausschusses von Nuthe-Urstromtal.

Qualifizierungsverein hat Vertrag gekündigt

Der bisherige Versorger, der Qualifizierungsverein Niederer Fläming, hatte den Vertrag aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Daraufhin gab es Gespräche mit Schulleitung und Eltern und man verständigte sich darauf, dass vor Ort weiterhin frisch gekocht werden sollte. Die große Mehrheit sprach sich dafür aus, dass eine Ausschreibung erfolgen sollte. Im Sommer dieses Jahres hatten sich die Gemeindevertreter auf Antrag der SPD-Fraktion als Zuschlagskriterium auf den wirtschaftlichsten Angebotspreis und nicht auf den niedrigsten geeinigt. Dieser Unterschied sei schwer nachvollziehbar, kritisierte Elternvertreterin Ringel. Für den Übergang, so wurde entschieden, sollte die Luba einspringen – doch das ist inzwischen Monate her. Eltern und Schüler wollen nun wissen, was die Gemeinde plant.

Schnelle Lösung sollte her

Laut Bürgermeisterin Monika Nestler musste schnell eine Lösung gefunden werden. Als der Beschluss in der Gemeindevertretesitzung gefasst wurde, hatte man die Räumlichkeiten noch nicht besichtigt. „In dieser Küche kann so nicht mehr frisch gekocht werden“, erklärte die Bürgermeisterin. Inzwischen hat die Gemeinde zwar 10 000 Euro in Maler- und Instandsetzungsarbeiten investiert, aber dies reicht nur,um den Anforderungen einer Essensausgabe zu entsprechen. „Wir können derzeit keine Ausschreibung vornehmen. Dafür müsste mehr gemacht werden“, sagte Nestler.

Verpachtung ist schwieriger als gedacht

Friederike Ringel wies auf einen Interessenten hin, der die Versorgung für die Grundschüler gern übernehmen würde. „Die Verpachtung ist nicht so einfach möglich und wir sind als Gemeinde verpflichtet, die Essensversorgung zu realisieren“, entgegnete Nestler. Ihrer Ansicht nach müssten mindestens 100 000 Euro in eine Küche mit entsprechender Ausstattung gesteckt werden, um dort kochen zu können.

Zudem komme es darauf an, ob nur für die Schule oder auch für Dritte gekocht werde. Daraus ergäbe sich eine völlig andere Verpachtung. Von den Schülern gab es nach Wissen der Bürgermeisterin keine Beschwerden zum jetzigen Anbieter. Deshalb sieht sie momentan keinen akuten Handlungsbedarf. „Wir werden das Thema bei der nächsten Schulkonferenz beraten“, versprach Monika Nestler.

90 Kinder nehmen an der Schulspeisung teil

Ursprünglich war vorgesehen, die Schulspeisung im Februar 2018 neu auszuschreiben. „Die Eltern wünschen sich, dass frisch gekocht wird. Momentan essen etwa 90 Kinder, das sind weniger als vorher“, schätzt Friederike Ringel ein.

Die nächste Elternkonferenz ist für Januar geplant. Dann haben die Kinder ein halbes Jahr lang das Essen von der Luba bekommen und es soll gemeinsam entscheiden werden, wie es weitergeht.

Von Margrit Hahn

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