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Kleingärtner im „Eckbusch“ bauen Insektenhotel

Luckenwalde Kleingärtner im „Eckbusch“ bauen Insektenhotel

In der Kleingartenanlage „Eckbusch“ haben Hobbygärtner einen Bio-Garten angelegt und jetzt in Eigeninitiative ein großes Insektenhotel gebaut. Zu Anschauungszwecken soll das Kleinod bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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Werner Fränkler, Karsten Niendorf und Uwe Richter (v. l.) sind stolz auf das selbst erbaute Insektenhotel.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Besucher, die in der Luckenwalder Kleingartenanlage „Eckbusch“ den Gedenkgarten für die beiden ermordeten Jungen Elias und Mohamed ansteuern, werden auf eine weitere besonders gestaltete Fläche aufmerksam. Schräg gegenüber haben Hobbygärtner einen Bio-Garten angelegt und in Freizeitarbeit jetzt ein großes Insektenhotel gebaut. Künftig soll das Natur-Kleinod auch von der Öffentlichkeit bestaunt werden können.


Der Bio-Garten mit Teich und Insektenhotel

Der Bio-Garten mit Teich und Insektenhotel.

Quelle: Elinor Wenke

Der ehemalige Pächter hatte Anfang der Neunzigerjahre den 200 Quadratmeter großen Garten aus Altersgründen abgegeben. Eine Neuverpachtung war nahezu aussichtslos, weil der Boden eher einem Morast ähnelte. Also blieb es eine Leergarten-Wildnis, die die Nachbarn nach und nach zu einem Bio-Garten umgestalteten.

„Wir haben damals zunächst einen kleinen Teich ausgehoben, wo sich das Wasser sammeln kann, um den Erdboden ringsherum zu entwässern“, berichtet Karsten Niendorf. Der 58-Jährige bewirtschaftet selbst eine Parzelle in der Anlage und kümmert sich nicht nur rührend um die Pflege des Gedenkgartens, sondern ist auch der Hauptakteur, wenn es darum geht, den Bio-Garten in Schuss zu halten.

Fünf Kubikmeter Schlamm rausgeholt

Der Teich ist inzwischen mit Schilf bewachsen, auch Fische finden sich in dem kleinen Biotop. „Aber jedes Jahr sammelt sich dort Schlamm an, der wieder rausgeholt werden muss“, erzählt Karsten Niendorf. So hat er kürzlich fünf Kubikmeter Schlamm mit dem Spaten abgestochen und mit einer großen Harke entfernt. Außerdem mäht er regelmäßig den Rasen. Tatkräftige Helfer hat er in den Gartennachbarn Uwe Richter und Siegfried Löwe.

Jetzt entstand die Idee, ein Insektenhotel zu bauen. „Viele Gärtner haben etwas zusammengetragen“, berichtet Niendorf. Der Vorstand stellte Geld für Holz und Dachschindeln zur Verfügung, gebaut wurde in Eigenleistung. So bietet das sechs Quadratmeter große Gebilde Unterschlupf in Hohlblocksteinen, Stroh und Heu, in Ästen, Schilf und Tannenreisig.

Zaun und Sitzbänke geplant

Willkommen sind zum Beispiel Wildbienen, Wespen und Libellen. Eine leere Holzröhre wurde zu einem Igelhaus umfunktioniert. Um den Teich wird noch ein kleiner Zaun gesetzt, damit niemand hineinfallen kann, außerdem sind Sitzbänke geplant, dann soll der Bio-Garten auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Kinder aus der benachbarten Kita kommen schon jetzt gern schauen“, berichtet Karsten Niendorf.

Der Vize-Chef des Kreisverbandes der Gartenfreunde, Werner Fränkler, freut sich über das Insektenhotel. „Der Vorstand unterstützt diese Initiative und wird die Idee auch in anderen Kleingartenanlagen vorstellen“, sagte er.

Von Elinor Wenke

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