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Kochkunst aus vielen Ländern der Welt

Luckenwalde Kochkunst aus vielen Ländern der Welt

Naschen, genießen und Neues entdecken – und wenn es schmeckt, vielleicht zu Hause auch mal nachkochen. Das ist die Idee, die hinter der Aktion „Kultur& Streetfood“ steckt. Am 11. Juli von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr ist in Luckenwalde auf dem Freigelände der „Goldenen 33“ am Markt eine mobile Küche aufgebaut. Es gibt nicht nur Leckeres für den Gaumen, sondern auch für die Augen und Ohren.

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Anke Habelman durfte gestern bei Halima Abdelkader sowie Firyal und Raafat Faour (v.r.) einen Blick in die Kochtöpfe werfen.

Quelle: Foto: Margrit Hahn

Luckenwalde. Firyal Faour wusste genau, was sie zubereiten wird. Es ist eine Süßspeise aus Milch, Sahne, Grieß, Zucker, Kokosnuss und Mozzarella. Ihr Sohn Raafat liebt dieses Gericht. Der 21-Jährige lobt die Koch- und Backkünste seiner Mutter. Beim Einkaufen hat er ihr gestern geholfen. Die Zubereitung überließ er dann aber doch ihr.

„Die leckere Süßspeise, die alle in der Familie lieben, muss einen Tag vorher gekocht werden und kommt dann über Nacht in den Kühlschrank. Dann schmeckt es am besten“, berichtet Raafat Faor. Er wird heute dabei sein, wenn seine Mutter bei „Kultur und Streetfood“ ihre leckeren Gerichte anbietet. Und falls erforderlich, dolmetscht er, denn inzwischen spricht der junge Syrer recht gut deutsch.

Kochkünste aus verschiedenen Ländern der Welt, werden heute in der Kreisstadt vorgestellt. Bisher gab es Streetfoodfestivals nur in Großstädten. Nun kommen auch die Luckenwalder und deren Gäste in den Genuss internationaler Küche. Die Idee dazu hatten Dozentin Sabine Ernicke und die Koordinatorin für Flüchtlingsintegration der Stadt Luckenwalde Anke Habelmann. Die beiden Frauen hatten in den vergangenen Jahren die Aktion „Erzähl mir eine Geschichte“ ins Leben gerufen. Flüchtlinge erzählten aus ihrer Heimat, warum sie nach Deutschland gekommen sind und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Die Veranstaltungen waren gut besucht. Doch letztendlich waren die Geschichten ähnlich, sodass die Initiatorinnen überlegten, welche Möglichkeiten es noch gibt, um Barrieren abzubauen und den Menschen hier andere Kulturen näher zu bringen.

Treffpunkt  ist die Küche

Treffpunkt ist die Küche. Auch hier werden Rezepte ausgetauscht

Quelle: Margrit Hahn

„Wir sind mit den Frauen ins Gespräch gekommen und haben sie gefragt, was sie gerne machen würden und sofort waren sich alle einig, dass sie kochen wollen“, berichtet Anke Habelmann. Bei drei Vorbereitungstreffen wurde alles Wichtige besprochen. Gut 20 Köche und Helfer sind heute von 13.30 bis 15.30 Uhr mit ihrer mobilen Küche auf dem Freigelände der „Goldenen 33“ am Markt in Luckenwalde im Einsatz.

„Naschen Sie, genießen Sie, entdecken Sie Neues, lassen Sie sich zum Nachkochen inspirieren“, wirbt Anke Habelmann. So gibt es beispielsweise das traditionelle syrische Gericht Hummus – eine Kichererbsensuppe –, Kabuli Pulao sowie Baklava. Und das ist längst nicht alles. Angeboten werden auch Reisgerichte aus Afghanistan, Klebereiskuchen aus Vietnam sowie persischen Reis mit Möhren, Rosinen und Mandeln. Für jeden Besucher gibt es kostenlose Probehäppchen und es besteht die Möglichkeit, den Frauen bei der Zubereitung zuzuschauen oder sich die Rezepte geben zu lassen. „Ich denke, es ist eine gute Gelegenheit, sich durch die einzelnen Länder durchzukosten“, stellt Habelmann in Aussicht. Es werden nicht nur Flüchtlinge in Aktion sein, sondern auch Migranten, die schon seit längerem in Deutschland leben. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion der Stadt Luckenwalde, des Landkreises Teltow-Fläming und der Stiftung Bildung Handwerk Südost. „Es könnte sein, dass diese Aktion zu einem echten Streetfoodfestival werden. Aber erst mal müssen wir abwarten, ob die Luckenwalder interessiert sind“, fügt Anke Habelmann hinzu.

Sie hofft, dass viele Marktbesucher den heutigen Dienstag zu einem Abstecher auf die Freifläche an der „Goldenen 33“ nutzen. Die kleinen Besucher können sich auf Überraschungen, wie beispielsweise Kinderschminken, freuen.

Von Margrit Hahn

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